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Über diese 6 unglaublichen Amazon-Kennzahlen dürfen Investoren nicht hinwegsehen

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Die Aktie von Amazon.com (WKN:906866) fiel am 3. Februar um mehr als 3 %, nachdem der Tech-Gigant gemischte Q4-Ergebnisse und mäßige Prognosen für das erste Quartal des neuen Geschäftsjahres präsentierte. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 22 % auf 43,7 Mrd. US-Dollar, verfehlte aber die Erwartungen um 980 Mio. US-Dollar. Währungseffekte trafen das Unternehmen hart und sorgten für einen Umsatzrückgang von ca. 558 Mio. US-Dollar. Der Umsatz von Amazons aufmerksam beobachteter AWS-Sparte (Amazon Web Services) stieg gegenüber dem Vorjahr um 47 % auf 3,54 Mrd. US-Dollar, aber auch hier wurden die Prognosen von 3,6 Mrd. US-Dollar nicht erfüllt – im Vergleich zum Wachstum des dritten Quartal bedeutete dies einen Rückgang von 55 %.

Für das erste Quartal erwartet Amazon ein Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr von 14,1 – 22,7 %. Auf währungsneutraler Basis — also unter Ausschluss währungsbedingter Effekte, die Amazon auf 730 Mio. US-Dollar schätzt — erwartet das Unternehmen einen Umsatzzuwachs von 17-25 %.

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Einige negative Berichte zu Amazon konzentrierten sich hauptsächlich auf diese Schlüsselkennzahlen, verschwiegen aber viele der positiven Wachstumszahlen. Nachfolgend sind sechs unglaubliche Zahlen aus dem jüngsten Quartalsbericht, die Investoren nicht übersehen sollten.

1. Ein Reingewinn von 749 Mio. US-Dollar

Im vierten Quartal wuchs Amazons Reingewinn gegenüber dem Vorjahr um 55 % auf 749 Mio. US-Dollar. Der Gewinn je Aktie von 1,54 US-Dollar übertraf die Erwartungen um 0,19 US-Dollar. Im Gesamtjahr 2016 stieg Amazons Reingewinn um 300 % auf 2,4 Mrd. US-Dollar.

Dieses unglaubliche Wachstum war größtenteils dem rasanten Wachstum der hochmargigen AWS-Sparte zu verdanken, die Amazon mehr Freiheiten verschafft, sein E-Commerce-Ökosystem mit geringmargigen Hardware-Produkten wie seinem ECHO-Lautsprecher, Loss-Leading-Diensten wie Amazon Video und Prme Now und logistischen Lösungen wie neuen Vertriebszentren und Drohnen ausweiten.

BILDQUELLE: AMAZON.COM.

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2. Die operative Gewinnmarge der AWS-Sparte von 26 %

Die AWS-Sparte beendete das letzte Quartal mit einer operativen Gewinnmarge von 26 % — vergangenes Quartal waren es noch 24 %. Der Margenzuwachs scheint darauf hinzudeuten, dass der massive Umfang der AWS-Sparte den harten Preiswettbewerb im Cloud-Markt, der Amazon uns seine Konkurrenten im Laufe des Jahres zu Preisreduzierungen gezwungen hatte, wettmacht.

3. AWS’ jährliche Run-Rate von 14 Mrd. US-Dollar

Amazon verkündete, dass das AWS-Geschäft eine jährliche Run-Rate von 14 Mrd. US-Dollar erreicht hat. Dies zeigt, dass Amazon seinen dominierenden Vorsprung auf Microsoft (WKN:870747) Azure im Rennen um den Cloud-Markt beibehalten hat.

Microsoft teilte bereits vergangenes Quartal mit, dass seine „kommerzielle Cloud“ eine jährliche Run-Rate von über 14 Mrd. US-Dollar erreicht hat, aber der Großteil dieser Summe war auf SaaS-Plattformen wie Office 365 und Dynamics CRM zurückzuführen. Azure – ein direkter Konkurrent von AWS in den IaaS/PaaS „Cloud Platform“ Märkten – macht nur einen viel kleineren Anteil aus.

Microsoft veröffentlicht zwar keine Zahlen zum Azure-Umsatz, aber frühere Brancheneinschätzungen sowie berichtete Wachstumsraten lassen auf eine jährliche Run-Rate von ungefähr 3 Mrd. US-Dollar schließen.

4. Über 1.000 neue AWS-Features

Zu Amazons AWS-Kunden zählen jetzt bereits massive Unternehmen und Institutionen wie die NASA, die US-Gesundheitsbehörde und Netflix (WKN:552484). Zusätzlich baut das Unternehmen seinen Wettbewerbsvorsprung auf rivalisierende Plattformen weiterhin beständig aus. Amazon hat die AWS-Sparte im Geschäftsjahr 2016 um 1.000 neue Features und Dienstleistungen erweitert – 2015 kamen lediglich 700 neue Features hinzu.

Außerdem wurden 2016 in fünf geographischen Regionen elf neue AWS „Availability Zones“ eröffnet. Die massive Ausweitung der Rechenzentren wird AWS helfen, mehr Unternehmen und Entwickler zu erreichen und gleichzeitig die Expansion seines E-Commerce- und Digital-Ökosystems zu unterstützen.

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5. Prime-Video ist in über 200 Ländern verfügbar

Prime Video, Amazons Streaming-Antwort auf Netflix, macht einen großen Teil der Ausweitung des digitalen Ökosystems aus. Amazon stellt seinen Prime-Abonnenten diesen Dienst kostenlos zur Verfügung. Er kann aber auch eigenständig zu einem Preis, der etwas unter dem von Netflix liegt, abonniert werden.

Wie Netflix investiert auch Amazon intensiv in Eigenproduktionen und beliebte TV-Serien wie Transparent und Man in the High Castle, die dem Unternehmen geholfen haben, in den USA hinter YouTube und Netflix vergangenes Jahr zur drittgrößten Streaming-Plattform aufzusteigen.

6. 4.000 neue Fähigkeiten für Alexa

Alexa, Amazons digitaler sprachgesteuerter Assistent, wurde seit vergangenem Oktober um 4.000 neue Fähigkeiten erweitert. Das Unternehmen teilte mit, dass „Zehntausende Entwickler“ an neuen Fähigkeiten für diesen Dienst, mit dem die Amazon-Geräte Echo, Kindle und Fire TV bedient werden, arbeiten. Außerdem verhandelt Amazon mit „viele großen Unternehmen“, um das Produkt in externe Ökosysteme zu integrieren.

Die Expansion des Alexa-Ökosystems ist entscheidend, da es Amazon via Dash-Buttons, DRS-unterstützte und andere vernetzte Geräte die Kontrolle über die „Connected Homes“ seiner Nutzer verschafft. „Reibungsfreie“ Bestellungen helfen Amazon nicht nur, seinen E-Commerce-Umsatz zu steigern, sondern sie sorgen auch dafür, dass das Unternehmen seine Führungsrolle im „Smart-Home-Markt“ gegen Alphabets Google, das versucht, sein eigenes heimbasiertes Ökosystem rund um seinen Home-Smart-Lautsprecher aufzubauen, behaupten kann.

Zusammengefasst

Amazons Q4-Bericht hat nicht besonders überzeugt, aber Investoren sollten die oben angeführten positiven Kennzahlen nicht einfach ignorieren. Analysten rechnen immer noch damit, dass Amazons Umsatz und Gewinn im kommenden Jahr um 22 % bzw. 53 % zulegen werden. Eine baldige Stagnation des Gesamtwachstums scheint also erst einmal kein Thema zu sein.

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The Motley Fool hält und empfiehlt Alphabet (A-Aktien), Alphabet (C-Aktien), Amazon und Netflix. 

Dieser Artikel wurde von Leo Sun auf Englisch verfasst und am 9.2.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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