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Wie sich Valeant Pharmaceuticals 2017 entwickeln wird

Valeant Pharmaceuticals (WKN:A1C6JH) ist letztes Jahr ziemlich unter die Räder gekommen. Die Aktie hat 2016 über 85 % verloren. Langsam wird klar, dass ein ähnlicher Rückgang 2017 folgen wird. Das bedeutet, dass es verglichen mit dem letzten Jahr nur besser werden kann und dass das Unternehmen sich darauf konzentrieren kann, das Geschäft wieder hinzubiegen.

Daher wollen wir einen Blick auf ein paar Kernbereiche von Valeant werfen, die 2017 noch wichtig werden.

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Schulden reduzieren

Dieses Jahr (und wahrscheinlich auch die nächsten paar Jahre) wird es das Ziel sein, die Schulden unter Kontrolle zu bringen. Als vor einem Jahr die Probleme begannen, wuchs der Schuldenberg auf unglaubliche 30 Milliarden US-Dollar. Als dann der Aktienkurs und die Marktkapitalisierung immer weiter abstürzten, wurde es immer schwieriger, diese Schulden abzuzahlen.

Um der Schulden Herr zu werden, werden fast alle Initiativen, die bei Valeant für das kommende Jahr auf dem Tisch liegen, auf die Schuldenreduzierung abzielen.

Vermögenswerte verkaufen

Ein Teil der Strategie zur Trendwende bestand darin, Vermögenswerte zu finden, die nicht zum Kerngeschäft gehören, und diese zu verkaufen. Mit dem Erlös wurden dann die Schulden abbezahlt. In dieser Hinsicht ist Valeant bereits auf Kurs und hat allein diesen Monat drei Hautpflege-Marken an L’Oréal SA sowie die Krebsbehandlung Dendreon an Sanpower Group, ein chinesisches Unternehmen, verkauft.

Beide Verkäufe werden knapp über 2 Milliarden US-Dollar einbringen, die den Schuldenberg von Valeant bereits bedeutend verkleinern werden. Während des Jahres werden wahrscheinlich noch mehr solcher Veräußerungen vonstattengehen. Der CEO Joseph Papa hat das Ziel verlautbart, die Schulden in den nächsten 18 Monaten um 5 Milliarden US-Dollar zu senken.

Das Segment Salix im Bereich der gastrointestinalen Behandlung wird von vielen als ein weiterer Vermögenswert gesehen, der bei einem Verkauf über eine Milliarde US-Dollar einbringen könnte. Jetzt stellt sich nur noch die Frage, ob Salix auch ein Vermögenswert ist, der nicht zum Kerngeschäft gehört. Durch solche Veräußerungen verkauft Valeant nämlich auch einen Teil seiner zukünftigen Umsätze, was dem Unternehmen mehr Schaden als Vorteile bringen könnte.

Den operativen Betrieb verbessern

Eines der größten Risiken beim Verkauf von Vermögenswerten besteht darin, dass Valeant in Zukunft weniger Gewinn machen könnte.

Und genau hier kommen Verträge wie die Vertriebsvereinbarung aus dem letzten Jahr mit Walgreens Boots Alliance ins Spiel. Solche neuen Verträge haben das Potenzial, den Umsatz des Unternehmens zu steigern. Somit kann Valeant sich weiterhin der Schuldenreduzierung widmen, während langfristige Umsatzquellen geschaffen werden, die für die Zukunft des Unternehmens kritisch sein werden.

Aus Sicht des Personals hat Valeant viel investiert, um Josef Papa und Paul Herendeen einzubringen, damit das Unternehmen in eine neue und profitablere Richtung gesteuert wird. Beide bringen jede Menge Erfahrung mit, die für das Unternehmen sehr wertvoll sein sollte – sollten sie genug Zeit bekommen und die externen Faktoren es zulassen.

Der Trump-Faktor

Bezüglich der Preise für Medikamente hat Präsident Trump mehr als einmal versprochen, gegen die Pharma-Unternehmen in den Krieg zu ziehen. Damit möchte er niedrigere Preise für die Kunden erreichen. Er hat auch das Konzept offener Märkte in Betracht gezogen, um Umsätze ausländischer Märkte mit einzubeziehen. Das würde weiteren Druck auf die Preise von Valeant ausüben.

Das Portfolio von Valeant besteht zum größeren Teil aus älteren Medikamenten, deren Preise erhöht werden müssten, um weiterhin wettbewerbsfähig und profitabel zu bleiben. Wenn allerdings die Regierung Trump die Pharmaindustrie reformieren möchte, dann sollte sich Valeant 2017 Sorgen machen.

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The Motley Fool besitzt Valeant Pharmaceuticals.

Dieser Artikel wurde von Demetris Afxentiou auf Englisch verfasst und wurde am 27.01.2017 auf Fool.ca veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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