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Für Anleger kommt es jetzt auf Jüri Ratas und Kersti Kaljulaid an

Am Tag der Amtseinführung in den USA verzichtete der russisch-amerikanische Autor Vitaliy Katsenelson ausnahmsweise völlig auf ökonomische Analysen. Stattdessen schrieb er in seinem Artikel über gesunde Flüssignahrung und klassische Musik.

Nicht jedermanns Geschmack, aber etwas Wichtiges habe ich dabei gelernt: Wir sollten aufhören, unsere Aufmerksamkeit auf diejenigen zu richten, die den größten Zirkus veranstalten und am lautesten schreien. Ab sofort will ich versuchen, Nachrichten über die Möchtegern-Diktatoren in den USA und Russland so gut es geht zu ignorieren.

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Stattdessen möchte ich mich auf Personen fokussieren, die ohne Aufmerksamkeit zu heischen an einer besseren Welt arbeiten. Auf diese Art kann es gelingen, seinen Optimismus zu bewahren — gerade auch als Anleger. Meine Personen des Jahres 2017 heißen deshalb Jüri Ratas und Kersti Kaljulaid.

Das sind Jüri Ratas und Kersti Kaljulaid

Jüri Ratas ist gerade mal 38 Jahre alt und seit dem 23. November 2016 der neue Premierminister von Estland. Der Regierungschef entstammt einer politischen Familie, sein Vater war in den 1990ern Staatssekretär im estnischen Umweltministerium. Er hat eine sozial-konservative Koalition gebildet, welche den traditionell europafreundlichen Kurs Estlands fortsetzen will.

Ähnlich wie in Deutschland gibt es zudem ein Präsidentenamt, welches seit dem 10. Oktober 2016 von Kersti Kaljulaid wahrgenommen wird. Die Präsidentin gilt als Kompromisskandidatin, nachdem es sich zuvor als schwierig erwiesen hat, sich auf eine Person zu einigen. Die Biologin und Wirtschaftswissenschaftlerin ist 47 Jahre alt und war zuvor am Europäischen Rechnungshof in Luxemburg aktiv.

Deshalb ist Estland 2017 so wichtig

1. Die geostrategische Lage
Die Bevölkerung des 1,3 Mio. Einwohner zählenden baltischen Lands ist gemischt. Ethnisch überwiegend mit den Finnen verwandt fühlen sie sich dem skandinavischen Raum zugehörig. Interessant sind aber auch die historischen Verbindungen zur Hanse und dem Deutschen Orden. Außerdem gibt es eine bedeutende russische Minderheit, die teilweise unter dem Einfluss des großen Nachbarlands steht. Hier zeigt sich ein Mikrokosmos vieler Chancen und Herausforderungen unserer Zeit.

2. Die Internetkompetenz
Begeisterung zeigten die oftmals jungen Politiker des Landes für die Möglichkeiten der neuen Technologien. Laptops und Internet waren viel früher selbstverständlich im Parlament als etwa in Deutschland, alles läuft längst digital. Die Bevölkerung hat gesetzlich garantiertes kostenloses Internet und wurde zügig mit elektronischen Ausweisen ausgestattet. Kein Wunder, dass das „Gemeinsame Exzellenzzentrum für Computer-Verteidigung“ der NATO dorthin verlegt wurde.

In unseren post-faktischen Zeiten werden solche Institutionen dringend gebraucht, insbesondere, wenn man an die vielen bedeutenden Wahlen in diesem Jahr denkt.

3. Die EU-Ratspräsidentschaft
Seit dem Jahr 2012 bereitet sich das Land intensiv darauf vor, zum ersten Mal den EU-Vorsitz zu übernehmen. Weil die Briten auf eine Mitwirkung in der EU verzichten, dürfen die Esten statt Anfang 2018 schon im zweiten Halbjahr 2017 ran, wobei sie bereits seit Monaten in die Agenda-Setzung eingebunden sind. Damit spielt das Land in diesen komplexen Zeiten eine zentrale Rolle dabei, Europa vor dem Zerfall zu retten.

Wenn besagte Möchtegern-Diktatoren von West und Ost daran arbeiten, die einzelnen Staaten auseinanderzudividieren und europafeindliche Kräfte zu stärken, dann haben diejenigen, denen Europa am Herzen liegt, allerdings kein leichtes Spiel.

Jetzt geht es darum, die Vorteile der Union mit Sachverstand und Fingerspitzengefühl so herauszuarbeiten, dass man es auch an den Stammtischen der tiefsten Provinzen versteht. Möglicherweise kann so etwas ein Kleinstaat wie Estland besser leisten als die oft als Hegemonen wahrgenommenen Angela Merkel und Wolfgang Schäuble.

Was für Anleger dabei herausspringt

Aber muss uns das als Aktionäre überhaupt interessieren? In der Regel gilt ja, dass Anleger politisches Getöse weitgehend ignorieren können. Politiker kommen und gehen, aber die Wirtschaft schreitet immer weiter voran.

Allerdings nur, wenn die gewohnte Ordnung nicht völlig aus den Fugen gerät. Nach den bedenklichen Entwicklungen in den USA, in Russland und Großbritannien überlegt mancher Anleger, ob es nicht zu riskant sein könnte, an der Börse engagiert zu bleiben, zumal Krieg in der europäischen Nachbarschaft und der scheinbar allgegenwärtige Terror noch weiter zur Verunsicherung beitragen.

Bewahrt Kontinentaleuropa (einschließlich der verbliebenen Inseln) allerdings seine Einheit und seine sozialliberalen Werte, dann bin ich sehr zuversichtlich, dass auch die kommenden Jahre für Aktionäre hochprofitabel sein werden. Insgesamt sehe ich gute Anzeichen, dass die radikalen Rezepte der Europäischen Zentralbank und die diversen Investitionsprogramme zunehmend greifen werden.

So kann Europa wieder ein globales Kraftzentrum werden und neue Allianzen mit anderen konstruktiven Ländern von Südamerika bis Ostasien schmieden. Jetzt geht es darum, ob sich die Länder dieser Welt am Vorbild des starken Mannes orientieren oder doch lieber an der oft mühsamen aber letztlich weit überlegenen Politik der Kooperation und des offenen Austauschs von Ideen. Bei Estland ist die Sache glasklar.

Fazit

2016 habe ich Hunderte Stunden damit zugebracht, den neuen US-Präsidenten zu studieren. Ich wollte unbedingt wissen, was er möchte, wie er tickt und was sich tief in seinem Herzen befindet. Jetzt wo ich die Dunkelheit gesehen habe, wird es Zeit, sich davon abzuwenden und neue Lichtblicke zu entdecken.

Einer davon könnten die neuen Verantwortlichen von Estland sein. Auf sie kommt es jetzt in Europa an. Wenn sie einen guten Job machen, dann haben sie sich meine Auszeichnung als Personen des Jahres 2017 redlich verdient und auch unsere Depots werden es ihnen danken.

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