The Motley Fool

Warum 2017 das Jahr ist, um in künstliche Intelligenz zu investieren

Neulich saß ich im Kaffeehaus einem Studenten gegenüber, der sich mit einem komplexen mathematischen Problem beschäftigte. Die Gleichung ging fast über die ganze Seite und er starrte eine ganze Zeit lang nur darauf. Dabei dachte ich mir, wie froh ich doch sei, nicht mehr in die Schule gehen zu müssen. Gleichzeitig begann ich aber auch darüber nachzudenken, wie schwer es sein kann, sich beim Investieren in einen neuen Markt zu stürzen. Genau wie diese mathematische Gleichung kann Investieren am Anfang sehr schwer sein, weil man die ganzen Informationen auf dem Blatt erst einmal gar nicht versteht.

Aber das muss nicht so sein, besonders wenn du dem folgst, was smarte Unternehmen in neuen Segmenten gerade machen und zusätzlich noch gute altmodische Recherche betreibst.

Die künstliche Intelligenz so eine Gelegenheit und die großen Unternehmen setzen darauf. Wenn die künstliche Intelligenz sich derart entwickelt, wie das jetzt viele glauben, dann könnte 2017 tatsächlich ein sehr gutes Jahr sein, um bei dieser Technologie auf den fahrenden Zug aufzuspringen.

Die künstliche Intelligenz ist an einem wichtigen Punkt angelangt

2016 war der Markt für künstliche Intelligenz laut Daten von Tractica nur 644 Millionen US-Dollar wert. Dieses Jahr wird es fast das Doppelte sein und von da an soll der Markt exponentiell wachsen. Sieh dir nur einmal folgende Grafik an:

Datenquelle: Tractica und Statista.

Datenquelle: Tractica und Statista.

Daraus geht klar hervor, dass wir noch am Anfang der Umsatzmöglichkeiten der künstlichen Intelligenz stehen. Diese Gelegenheit wird sich in den kommenden Jahren immer mehr erhöhen, bis wir in weniger als 10 Jahren 37,8 Milliarden US-Dollar erreicht haben.

Das Wachstum in diesem Markt wird von vielen großen Tech-Unternehmen angetrieben, die die künstliche Intelligenz bereits in ihren aktuellen Betrieb eingebaut haben. Facebook (WKN:A1JWVX) z.B. benutzt seinen eigenen, intern entwickelten Algorithmus mit künstlicher Intelligenz, um die Posts zu lesen, die wir auf Facebook veröffentlichen und um den Kontext zu verstehen, in dem sie geschrieben wurden. Das DeepText-Programm liest in nur wenigen Sekunden tausende von Posts in 20 verschiedenen Sprachen. Facebook nutzt das Deep Learning, um unsere Freunde auf Fotos zu erkennen und benutzt diese Technologie sogar, um in Videos Menschen und ihre Stimmen zu identifizieren.

Aber die künstliche Intelligenz expandiert auch außerhalb des Tech-Sektors. Es wird viel über selbstfahrende Autos gesprochen und das liegt auch daran, dass die Zahl der selbstfahrenden Autos, die bis 2035 auf den Straßen sein sollen, 760 Millionen beträgt. Das macht gleichzeitig 77 Milliarden US-Dollar Umsatz pro Jahr aus.

Dieses Wachstum wird teilweise von der künstlichen Intelligenz angetrieben. NVIDIA Corporation (WKN:918422) benutzt seine Grafikprozessoren (GPUs), um die besten Bildverarbeitungs-Supercomputer wie den Drive PX 2 herzustellen. Der Computer wird bereits jetzt von 80 Autoherstellern und Zulieferern benutzt. Tesla Motors (WKN:A1CX3T) sagte vor kurzem, man wolle die Technologie von NVIDIA bei der nächsten Version des semiautonomen Autopiloten einsetzen.

Tesla selbst ist gerade dabei, zu einem führenden Unternehmen im Bereich künstliche Intelligenz zu werden. Im Oktober veröffentlichte das Unternehmen ein Video, in dem die künstliche Intelligenz in einem Fahrzeug des Unternehmens einen Passagier spazieren fährt. Komplett ohne Hände am Steuer. Das Programm navigiert sicher an Stoppschildern und Radfahrern vorbei und sogar bei Nebel.

Quelle: Tesla

Also gut, die Tech-Unternehmen setzen auf die Zukunft der künstlichen Intelligenz und NVIDIA beweist, dass sich der Automobilsektor ebenfalls auf die künstliche Intelligenz konzentriert. An dieser Stelle sollte man aber noch anmerken, dass sogar die Regierungen auf das Wachstum in diesem Bereich setzen.

China verkündete im letzten Jahr, seine Regierung würde in den nächsten drei Jahren in die neuen Technologien investieren. Dort versucht man, seinen eigenen Markt für künstliche Intelligenz mit 15 Milliarden US-Dollar Wert zu schaffen. Selbst die amerikanische Regierung konzentriert sich jetzt auf dieses Thema. In einem Bericht aus dem letzten Oktober gab das Weiße Haus an, chinesische Wissenschaftler würden deutlich mehr Forschungsbeiträge zum Thema künstliche veröffentlichen als amerikanische, und dass deren Arbeit auch öfter zitiert würde. Die USA möchte daher mehr Forschung in diesem Bereich anstoßen und mehr dafür ausgeben, um zu den Chinesen aufzuschließen und um das Wirtschaftswachstum zu erhöhen.

Bildquelle: Getty Images.

Bildquelle: Getty Images.

Die Regierung von Südkorea konzentriert sich nun ebenfalls auf die künstliche Intelligenz. Nachdem die Technologie von DeepMind von Google einen südkoreanischen Großmeister im Spiel Go geschlagen hatte, versprach das Land  863 Millionen US-Dollar in diese Technologie zu investieren und bat private Unternehmen, sogar noch mehr zu investieren.

Es gibt kein Zurück mehr

Da sich so viele Unternehmen und führende Weltmächte auf die künstliche Intelligenz fokussieren, gibt es keinen Weg zurück mehr. Der Zug ist bereits ins Rollen geraten. Jene Investoren, die jetzt noch warten, wie es mit der künstlichen Intelligenz weitergeht, könnten am Ende das Nachsehen haben, da dieses technologische Umdenken jedes Jahr schneller wird. Natürlich gibt es keine Garantie dafür, dass 2017 wirklich das beste Jahr sein wird, um in diesen Bereich zu investieren. Aber wenn sich all die Konzentration aus dem letzten Jahr 2017 fortsetzt, dann könnte es zumindest so sein.

Das einfache Geheimnis, die besten Aktien zu kaufen

Wie Warren Buffett einmal sagte, musst du keinen IQ eines Genies haben, um ein großartiger Investor zu sein. Alles was du dafür brauchst ist einfache Mathematik, das Wissen auf welche Zahlen du schauen musst und etwas gesunden Menschenverstand. In unserem kostenlosen Spezialbericht "15 Bilanzkennzahlen, die dich zu einem besseren Anleger machen" teilen wir 15 Bilanzkennzahlen mit dir, mit Hilfe derer du die Aktien mit den besten Zukunftsaussichten identifizieren kannst. Klick hier, um kostenlosen Zugang zu diesem Sonderbericht zu erhalten.

Suzanne Frey ist Führungskraft bei Alphabet und Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (C), Facebook, Nvidia und Tesla Motors.

Dieser Artikel wurde von Chris Neiger auf Englisch verfasst und wurde am 16.01.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.