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Was sollten die Investoren von Bombardier jetzt tun?

Foto: Bombardier.

Es war ein ereignisreiches Jahr für Bombardier (WKN:866671). Am Anfang des Jahres fiel die Aktie auf ein Tief von etwa 0,77 CAD pro Aktie. Eine Reihe von guten Nachrichten haben Bombardier aber von einem Verlierer zu einem potenziellen Investment gemacht.

Seither hat die Aktie große Kursgewinne verzeichnen können und hat den Großteil des Sommers in der Nähe der Marke von 2 CAD verbracht. Für die Investoren, die Aktien direkt auf dem Tiefpunkt gekauft haben, hat sich der Einsatz in wenigen Monaten mehr als verdoppelt.

Die Investoren fragen sich jetzt, was sie mit der Aktie machen sollen. Offen gestanden, da sich die Aktien so sehr im Wert gesteigert hat, fühle ich den Drang, den Gewinn zu mitzunehmen. Als potentieller Investor, der allerdings noch nicht investiert ist, glaube  ich, dass es am besten ist´, jetzt nicht einzusteigen. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Erstens ist das Unternehmen noch weit davon entfernt, mit dem C-Series-Programm Kostendeckung zu erreichen. Das Projekt kostete das Unternehmen zwei Milliarden CAD mehr als erwartet und hat zwei Jahre länger gedauert. Laut CEO Alain Bellemare trennen das Unternehmen von der Kostendeckung noch etwa 4 Jahre.

Die Bestellungen der C-Series waren auch nicht gerade zahlreich. Delta Airlines kauft 75 Jets. Air Canada erklärte sich bereit 45 zu kaufen. Beide Unternehmen haben auch Optionen für weitere Flugzeuge, sollten Sie sie brauchen.

Die Frage, die aber niemand beantworten kann, lautet, wie viel Rabatt Bombardier gegeben hat, um sie überhaupt dazu zu bewegen den Jet zu kaufen? Wenn es bedeutende Rabatte sind, dann könnte das die Gewinne in Zukunft deutlich schmälern und damit den Zeitpunkt der Kostendeckung noch weiter in die Zukunft schieben. Bombardier hat vor kurzem einen Vertrag unterschrieben, um zwei Flugzeuge an die Regierung von Tansania fuer 203 Millionen US-Dollar zu verkaufen.

Ein weiterer Grund, warum ich hier mit einer Investition zögern würde, ist die Strukturierung der Aktien und deren Stimmrechte. Bei Bombardier gibt es zwei Arten von Aktien. Da ist die A-Aktie mit besonderen Stimmrechten (BBD.A), die etwa 53,4  % der Stimmrechte repräsentiert und von der Gründerfamilie kontrolliert wird. Die anderen Aktien (BBD.B) sind das, was wir an der Börse kaufen.

Das ist problematisch, denn die Investoren meiden normalerweise Unternehmen, bei denen sie nichts zu sagen haben. Da die Gründerfamilie alle Entscheidungen treffen kann, ist es sehr unwahrscheinlich, dass ein Großinvestor diese Aktien kaufen wird, denn er könnte ja keine Änderungen durchboxen, wodurch das Unternehmen zum Wachstum zurückfinden könnte.

Man kann trotzdem nicht abstreiten, dass die Aktie attraktiv wirkt, besonders da immer wieder medienwirksame Erklärungen veröffentlicht werde, welche neuen Verträge geschlossen werden. Das Unternehmen verkauft aber nicht einmal annähernd so viele Flugzeuge wie es sollte, die Kostendeckung ist noch Jahre entfernt und selbst wenn die Investoren etwas verändern wollten, dann verhindert die Strukturierung der Stimmrechte das.

Bombardier könnte natürlich noch mehr wachsen, aber zuerst müssten wir eine Risikoanalyse durchführen und offen gestanden ist Bombardier das Risiko einfach nicht wert.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Jacob Donnelly auf Englisch verfasst und wurde am 12.12.2016 auf Fool.ca veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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