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Was hält das Jahr 2017 für Dividendenaktien bereit?

Foto: Pixabay, Holgi

Viele Dividendenaktien sind dieses Jahr gestiegen, da die niedrigen Zinsen sie als Einkommensinvestitionen attraktiver gemacht haben als Unternehmensanleihen. Der Vanguard High Yield Dividend ETF umfasst einen großen Korb der besten amerikanischen in Dividendenaktien. Er ist dieses Jahr um 11 % gestiegen und hat damit die 7 % des S&P 500 übertroffen. Aber werden Dividendenaktien den gesamten Markt auch im nächsten Jahr übertreffen? Dazu wollen wir uns fünf wichtige Trends ansehen.

  1. Zinsen

Es wird erwartet, dass die Fed die Zinsen nächstes Jahr mehrmals erhöhen wird, abhängig von der Stärke der amerikanischen Wirtschaft und von der Inflation. Die Regierung Trump möchte jede Menge für die Infrastruktur ausgeben, was eine hohe Inflation zur Folge haben könnte und daher auch die Zinsen nach oben treiben könnte.

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Während die Zinsen steigen, werden sich auch Unternehmensanleihen verbessern und Dividendenaktien weniger attraktiver zum Kapitalerhalt machen. Daher werden Einkommensaktien im nächsten Jahr wahrscheinlich etwas von ihren Gewinnen wieder abgeben müssen. Wenn wir den Dividendenaristokraten AT&T (WKN:A0HL9Z) im Vergleich zu den amerikanischen Staatsanleihen der letzten zehn Jahre ansehen, dann sehen wir hier eine wechselseitige gegenläufige Beziehung seit der Rezession.

Quelle: YCHARTS.

Quelle: YCHARTS.

  1. Hohe Bewertungen, niedrige Renditen

Der große Zulauf an die etablierten Dividendenaktien hat auch deren Bewertungen über den Industriedurchschnitt angehoben. Zum Beispiel wird der Tabakriese Altria (WKN:200417) mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 24 bewertet, das höher als der Industriedurchschnitt von 21 ist. Die Rallye von 125 % in den letzten fünf Jahren hat das KGV auf ein Mehrjahreshoch gebracht, während die Rendite auf ein historisches Tief gefallen ist.

Quelle: YCHARTS.

Dividendenaktien mit hohen Bewertungen und niedrigen Renditen könnten während einer Marktkorrektur aggressiv verkauft werden. Durch diesen Ausverkauf könnten sie aber für die Einkommensinvestoren wieder interessant werden.

  1. Sektoren

Die Einkommensinvestoren sollten bei den Sektoren Energie und Finanzen aufpassen. Energieaktien sind gerade wieder beliebt, da die stabilen Ölpreise die Sorgen zerstreut haben, die könnten Dividenden gekürzt werden. Viele Energieaktien zahlen aber immer noch mehr aus als sie verdienen. ExxonMobil (WKN:852549) hat immer noch eine Auszahlungsquote von 138 %.

Die niedrigen Zinsen haben die Banken davon abgehalten, neue Kunden mit attraktiven Zinsen anzuziehen und die geringen Zinsen, die sie aus Darlehen bekommen. Wenn die Zinsen wieder steigen, dann werden die Banken profitabler werden und hätten dann auch mehr Freiräume, um ihre Dividenden zu erhöhen. Die erwartete Rendite von Bank of America liegt zwar aktuell nur bei 1,4 %, könnte sich in den nächsten Jahren aber deutlich erhöhen.

  1. Der amerikanische Dollar

Ein starker Dollar könnte den Gewinnen von vielen multinationalen Unternehmen weiterhin schaden. Wenn die Zinsen im nächsten Jahr steigen, dann wird der Dollar wahrscheinlich noch mehr an Boden gewinnen. Wirtschaftskrisen in anderen Ländern sollten den Dollar noch weiter nach oben schicken, da der Dollar zusammen mit dem japanischen Yen und dem Schweizer Franken ein sicherer Hafen ist.

Wenn die Währungseffekte dem Cashflow und die Gewinne dieser Unternehmen belastet, dann könnten die Dividenden nicht erhöht werden. Das ist bereits dem Tabakriesen Philip Morris International (WKN:A0NDBJ) passiert, der seinen Sitz zwar in New York hat, aber seine Umsätze im Ausland generiert. PMI hat seine Dividende 2015 und 2016 nur um 2 % erhöht verglichen mit 11 % im Jahr 2013 und 6 % im Jahr 2014.

  1. Günstige Einkommensaktien gibt es immer noch

Diese Probleme machen es schwer, gute Dividendenaktien zu finden, aber Investoren können immer noch solide Aktien finden, die unter dem Industriedurchschnitt gehandelt werden und vernünftige Renditen abwerfen. Zum Beispiel hat der Trend in den Bereichen Energie und Finanzen einige sehr verlässliche Dividendenaktien im Tech-Sektor hervorgebracht. IBM zahlt zum Beispiel eine erwartete Rendite von 3,5 %, wird aber nur mit dem 13-fachen der Gewinne bewertet verglichen mit einem Industriedurchschnitt von 21. Apple ist aufgrund der geringeren iPhone-Verkäufe ausverkauft worden, zahlt eine erwartete Dividendenrendite von 2,1 % und wird auch mit einem KGV von 13 bewertet, das auch deutlich unter dem Industriedurchschnitt von 17 liegt.

Unterm Strich

2017 sieht nach einem schweren Jahr für die Einkommensinvestoren aus, aber die meisten Dividendenaktien belohnen die Investoren ja dafür, dass sie nichts tun. Wenn deine Dividendenaktien also nicht extrem hoch bewertet sind und keine extrem hohen Ausschüttungsquoten haben, dann gibt es wahrscheinlich keinen Grund zur Panik. Trotzdem sollten die Investoren die Zinsen im Auge behalten, genau wie die Bewertungen und andere Faktoren, um zu verstehen, wie das die Einkommensaktien beeinflussen könnte.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Apple. The Motley Fool besitzt ExxonMobil. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2018 $90 Calls auf Apple, Short Januar 2018 $95 Calls auf Apple.

Dieser Artikel wurde von Leo Sun auf Englisch verfasst und wurde am 05.12.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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