The Motley Fool

Warum die Vorbestellungen für das Model 3 von Tesla irrelevant sind – zumindest im Moment

Model S mit Autopilot. Foto: Tesla Motors.

Als der Elektroautohersteller Tesla Motors (WKN:A1CX3T) vor einigen Monaten das Model 3 vorstellte, übersteigt die Nachfrage alle Erwartungen, darunter auch die des Managements. 373.000 Reservierungen wurden vorgenommen, wobei jeder Kunde 1.000 US-Dollar in den sechs Wochen nach der Vorstellung des Fahrzeuges hinterlegte. Tesla reagierte und verdoppelte die Produktionsziele. Das Unternehmen entschied sich dazu, das Produktionsziel von 500.000 Fahrzeugen von 2020 auf 2018 vorzuverlegen.

Model 3. Bildquelle: Tesla Motors.

Model 3. Bildquelle: Tesla Motors.

Diese Nachfrage hat natürlich ohne Zweifel die Aussichten des Unternehmens beeinflusst. Abgesehen davon, dass das Model 3 eine sehr gute Möglichkeit darstellt, um die Produktion zu erhöhen, ist die starke Nachfrage auch eine Versicherung für die Investoren, dass sich das Fahrzeug auch verkaufen wird. In der Zwischenzeit, bis das Model 3 veröffentlicht wird, könnte man sich natürlich ansehen, wie viele Leute ihre Reservierung gehalten und wie viele sie zurückgezogen haben. Aber das wäre nicht besonders hilfreich, und hier sind die Gründe.

3 Aktien, die jetzt von der Digitalisierung der Welt profitieren Das Coronavirus verändert nachhaltig die Welt, in der wir leben. Die Digitalisierung der Welt ist nicht mehr aufzuhalten und erfährt aktuelle eine massive Beschleunigung. The Motely Fool hat jetzt 3 Unternehmen identifiziert, die von diesem Mega-Trend in 2020 und den kommenden Jahren stark profitieren werden. Für uns Kerninvestments der neuen, digitalen Welt 2.0. Fordere die kostenlose Analyse jetzt hier ab..

Tesla braucht nicht mehr Vorbestellungen

Während der letzten Telefonkonferenz weigerte sich Tesla noch einmal Auskunft darüber zu geben, wie es um die Vorbestellungen stünde.

„Die Zahl der Vorbestellungen ist nichts, worüber wir Kommentare abgeben möchten und darüber hinaus ist es auch keine wichtige Kennzahl“, sagte CEO Elon Musk während der Telefonkonferenz zum dritten Quartal. Das war fast dieselbe Antwort, die Tesla schon in Q2 gegeben hatte.

Es liegt natürlich nahe jetzt zu sagen, Tesla würde uns Informationen vorenthalten, aber damit würden andere wichtige Informationen in den Hintergrund treten, nämlich dass Tesla nicht versucht, die Nachfrage für das Fahrzeug zu erhöhen.

Tesla hatte offengelegt, dass in den ersten 45 Tagen 373.000 Reservierungen für das Model 3 eingegangen waren. Aber diese Zahl ist nicht besonders hilfreich, zumindest im Moment nicht.

Musk formulierte den Grund, warum Tesla hierzu keine weiteren Auskünfte geben möchte, wie folgt.

Wir machen keine Werbung für das Model 3, wir werben nicht, oder wie oft sehen Sie, wie ich über das Model 3 spreche? Ich denke die Leute vergessen manchmal, dass alles was wir für das Auto getan haben, ein Webcast von einer halben Stunde war. Es gibt keine Werbung und auch kein Guerrilla-Marketing.

Wir haben ein paar Tweets rausgeschickt, dass es diesen Webcast geben würde und viele Leute haben sich dazu entschieden, eine Vorbestellung vorzunehmen, was ziemlich cool ist.

In anderen Worten wäre die Zahl der Vorbestellungen kein Hinweis darauf, wie viel Nachfrage das Fahrzeug wirklich generieren würde, wenn Tesla überhaupt versuchen würde, mehr Vorbestellungen zu bekommen.

Darüber hinaus unternimmt Tesla gerade Anstrengungen, einige seiner Kunden dazu zu bringen, die Vorbestellungen zu stornieren. Musk hat nicht nur gesagt, dass das Unternehmen nicht einmal versucht das Model 3 zu verkaufen, sondern dass man auch versuche das Interesse am Model 3 in Bestellungen für das Model S und das Model X umzuwandeln. Das Unternehmen hat dieses Jahr auch ein günstigeres Model S auf den Markt gebracht, das genau zu diesem Zwecke geschaffen wurde.

Der Verkaufschef von Tesla Jon McNeill erklärte in der Telefonkonferenz zum zweiten Quartal die Bemühungen des Unternehmens, die Vorbestellung des Model 3 in Bestellungen des Model S umzuwandeln. (Quelle: Reuters)

Einer der Gründe, warum wir das 60-Kilowattstunden-Model S eingeführt haben, war, dass sich mehr Leute für das Model 3 interessiert haben, als wir ursprünglich erwartet hatten. Darüber haben wir schon im letzten Quartal gesprochen.

Ein Teil dieser Kunden sagte uns, sie würden gerne sofort einen Tesla kaufen, wenn es nur eine leistbare Version des Model S gäbe. Unsere Batterietechnologie erlaubt uns, genau das zu tun. Daher haben wir die 60er-Version jetzt eingeführt und damit ein neues Marktsegment für uns geschaffen. Dieses Segment verfügt über eine Schnittmenge mit den Vorbestellungen für das Model 3.

Was ist mit der Konkurrenz?

Einige Investoren werden jetzt vielleicht argumentieren, dass der neue vollelektrische Chevrolet Bolt von General Motors (WKN:A1C9CM) kurz bevorsteht und das Zahlen zu den Vorbestellungen des Model 3 den Investoren helfen könnten, ob die Konkurrenz das Model 3 negativ beeinflussen könnte. Die Tatsache, dass Tesla das Model 3 aber nicht beworben hat, zeigt, dass sich Tesla darüber keine Sorgen macht.

Tesla möchte immer noch bis Mitte 2017 die Massenproduktion des Model 3 gestartet haben und bis 2018 500.000 Einheiten davon herstellen. Das Unternehmen hat offenbar noch keine Auswirkungen der Konkurrenz gespürt, die die Erwartungen des Managements in Bezug auf die Nachfrage beeinflussen könnten.

Tesla-Werk. Tesla meldete 373.000 Vorbestellungen für das Model 3. Das ist deutlich mehr als die jährlich angepeilten 100.000 Einheiten, die das Unternehmen produzieren möchte. Bildquelle: The Motley Fool.

Es ist auch noch nicht klar, ob der erhöhte Wettbewerbsdruck im Bereich Elektroautos Tesla überhaupt treffen wird. Der Wettbewerb könnte auch den gegenteiligen Effekt haben und damit das Bewusstsein für den dieses Segment erhöhen. Das könnte das Gesamtinteresse an einer sehr kleinen Kategorie erhöhen und damit mehr Umsatz für Tesla generieren. Wann wird die Zahl der Vorbestellungen für das Model 3 für die Investoren aussagekräftig sein? Die Investoren sollten sich dann dafür interessieren, wenn das Management zeigt, dass ihnen diese Zahl und die Steigerung der Nachfrage wichtig ist.

Buffetts Mega-Milliardenwetten zum Nachahmen

Bis zu 130 Mrd. US-Dollar investiert Investorenlegende Warren Buffett in nur ein einziges Unternehmen. Das zeugt von riesigem Vertrauen in das Zukunftspotential.

Buffett hat so einige Mega-Milliardeninvestments in seinem Portfolio. Wir haben sie näher analysiert, und angesehen, inwieweit sie sich zum Nachahmen eignen.

Du kannst alle Details und unsere Tipps dazu erfahren, indem du unseren kostenlosen Spezialreport hier anforderst.

Motley Fool besitzt und empfiehlt Tesla.

Dieser Artikel wurde von Daniel Sparks auf Englisch verfasst und wurde am 06.12.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Diese Aktien empfehlen wir jetzt zum Kauf

Die Post-Corona Ära: Die neue Normalität +++ Worauf du dich jetzt einstellen solltest +++ Wo die Redaktion des Stock Advisor Deutschland jetzt die größten Kaufchancen sieht+++Die 3 besten Kennzahlen für deinen Sicherheits-Depotcheck+++

Welche Aktien haben jetzt die besten Chancen , in der Post-Corona Ära zu bestehen und davon zu profitieren?

Wir sind fest davon überzeugt, dass Investoren langfristig belohnt werden, wenn sie jetzt bewährte Foolishe Kriterien beachten.

Teste jetzt 30 Tage lang Stock Advisor Deutschland und erhalten sofortigen Zugriff auf alle aktuellen Kaufempfehlungen und Inhalte!

Klick hier für alle Details!