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Mittwochsbilanz: DAX über 10.900 Punkten, Banken auf dem Vormarsch, E.ON und RWE profitieren von Gerichtsentscheid

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In der ersten Hälfte der aktuellen Handelswoche erreichte der DAX-Kurs ein neues Jahreshoch. Nach dem Scheitern der italienischen Verfassungsreform hoffen zahlreiche Marktteilnehmer, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihr milliardenschweres Anleihenkaufprogramm zeitlich ausdehnen wird.

Ob dies tatsächlich passiert, erfahren wir vielleicht bereits am Donnerstag, wenn die EZB auf einer Pressekonferenz ihren Zinsentscheid bekannt gibt …

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Was war an der Börse los?

Die Mehrzahl der Parkettakteure hatte sich bereits in der Vorwoche für das positioniert, was am Wochenende in Italien geschah: Die von Ministerpräsident Matteo Renzi angestrebte Verfassungsreform fiel bei einer Volksabstimmung durch. Deutlicher als gehofft fiel hingegen das Ergebnis der österreichischen Bundespräsidentenwahl aus: Der europafreundliche Kandidat Alexander Van der Bellen siegte mit großer Mehrheit.

Am Montag hakte man deshalb auf dem Frankfurter Parkett das Ergebnis des Italienischen Referendums einfach ab und freute sich stattdessen über die weise Wahlentscheidung der Alpenrepublik-Bewohner. Der DAX legte 1,6 % auf 10.685 Punkte zu. Besonders gut lief es bei der Deutschen Bank (WKN:514000), deren Aktie sich um 3,0 % verteuerte. Eine positive Einschätzung durch die Analysten einer amerikanischen Investmentbank verhalf den Anteilscheinen des Chemiekonzerns BASF (WKN:BASF11) zu einem Kursplus von 2,4 %.

In New York erreichte der Dow Jones derweil ein neues Rekordhoch von 19.275 Punkten, das der Index jedoch wegen des anziehenden Ölpreises nicht halten konnte. Bei der Schlussglocke verblieb beim Stand von 19.216 Zählern ein Aufschlag von 0,2%.

Am Dienstag setzte der deutsche Leitindex seinen Aufwärtskurs fort, verbesserte sich um weitere 0,9 % und schloss beim Stand von 10.775 Zählern. Den Spitzenplatz der DAX-Tabelle sicherte sich die Deutsche Bank, deren Papiere um rund 8 % anzogen. Der Börsenwert der Commerzbank (WKN:CBK100) erhöhte sich um 6,6 %.

Die Anteilseigner der Energiekonzerne freuten sich über die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, dass die Bundesregierung die Versorger für den nach der Fukushima-Katastrophe beschleunigten Atomausstieg entschädigen muss. Die Aktie von E.ON (WKN:ENAG99) gewann 5,0 % und Papiere von RWE (WKN:703712) zogen um 1,5 % an.

An den US-Börsen hielten sich die Anleger zunächst zurück. In den letzten 30 Handelsminuten zog der S&P 500 jedoch noch einmal deutlich an und beendete die Sitzung nur knapp unter seinem Spitzenstand von Ende November. Der Dow Jones verbesserte sich um 0,2 %.

Am Mittwoch startete der DAX richtig durch und erreichte ein neues Jahreshoch oberhalb der 10.900er-Marke. Das Börsenbarometer stieg bis 16:00 Uhr um 1,5 %. Erste Marktteilnehmer diskutieren bereits über eine mögliche Jahresendrally. Besonders gefragt war die Aktie von ThyssenKrupp, die um mehr als 6 % stieg.

Wie geht es weiter?

Am Donnerstag (08.12.) verkündet die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Zinsentscheid. Die Pressekonferenz ist für 14:30 Uhr angesetzt. In den USA wird die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht.

Am Freitag (09.12.) informieren uns die deutschen Statistiker über die Handelsbilanz für Oktober und die Arbeitskosten im dritten Quartal. Die Lufthansa legt Verkehrszahlen für November vor. In den USA äußert sich die Uni Michigan zum Verbrauchervertrauen im Dezember.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool eine angenehme Restwoche.

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Winfried Rauter besitzt keine der im Text genannten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der im Text genannten Aktien.

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