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Kann Amazon Prime China erobern?

Foto: The Motley Fool.

Vor mehr als 10 Jahren hat Amazon (WKN:906866) seine Zweigstelle in China eröffnet und besitzt immer noch weniger als 3% des Marktes. Trotz des schnellen Wachstums des elektronischen Handels steht das Unternehmen in starkem Wettbewerb mit chinesischen Unternehmen wie JD.com (WKN:A112ST).

Ende letzten Monats startete Amazon Prime in China in der Hoffnung, den Erfolg in den Vereinigten Staaten und anderen Märkten dort zuwiederholen. Prime ist eine der drei Säulen von Amazons Wachstum und hat in den USA für schnelleres Wachstum als dem restlichen E-Comerce  gesorgt. Amazon hofft, mit diesem  Programm ähnliche Ergebnisse in China erzielen zu können.

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Einige wichtige Unterschiede

Im Gegensatz zu dem Prime, dass du vielleicht kennst, wird die chinesische Version drastisch anders sein. Wie kostet 388 Yuan, also 57 $ pro Jahr und bietet kostenlosen Versand bei Bestellungen über 200 Yuan (29,50 US-Dollar). Aber dieser kostenlose Versand ist nicht annähernd so schnell wie die Lieferung in 2 Tagen bei Amazon Prime. Es wird fünf bis neun Tage in Anspruch nehmen, bis das Paket beim Kunden ist. Das liegt daran, dass die Waren von einem Verteilungszentrum in den Vereinigten Staaten oder Europa geschickt werden.

Chinesischen Prime-Mitglieder bekommen auch keinen Zugang zu Prime Video Music oder der Kindle-Bibliothek. Diese Funktionen schaffen jede Menge zusätzliche Werte und sorgen dafür, dass die Kunden ihre Abonnements jedes Jahr wieder verlängern. CFO Brian Olsavsky sagte den Analysten bei der Telefonkonferenz zum zweiten Quartal, dass die Mitglieder, die Prime Video nutzen, ihre Abonnements generell öfter verlängern als diejenigen, die das nicht tun.

Amazon ist nicht das einzige Online-Einzelhandelsunternehmen mit einen Mitgliedschaftsprogramm. JD.com hat die JD Plus und das beinhaltet kostenlosen Zugang zu eBooks und 5 kostenlose Lieferungen pro Monat für nur 149 Yuan (22 US-Dollar) pro Jahr. JD hat vor kurzem das chinesische Online-Geschäft von WalMart (WKN:860853) gekauft. Damit hat JD jetzt auch Zugang zu frischen Lebensmitteln und importierten Gütern — etwas, das Prime zu seinem Vorteil nutzen will. JD holt also schnell auf.

Große Investitionen in Prime

China ist nur der letzte in einer Reihe von vielen Märkten, wo Amazon Prime anbietet. Während der Telefonkonferenz zum dritten Quartal sprach Olsavsky über die Expansion von Prime — besonders in Indien — und nannte sie einen großen Kostentreiber, der zu niedriger als erwarteten Ergebnissen geführt hatte.

Jetzt startet Amazon Prime in einem weiteren massiven Markt und das Unternehmen könnte daher erst vor weiteren Kosten stehen, während das nötige Logistiknetzwerk ausgerollt wird, um die Versandlösungen dafür bereitzustellen.

Der operative Verlust im internationalen Segment von Amazon stieg um 160% im letzten Quartal, während das Unternehmen mehr in Prime investiert. Die Umsätze stiegen nur marginal schneller als in den Vereinigten Staaten.

Andererseits ist das Geschäft in den Vereinigten Staaten sehr stark und das ist ein Hinweis auf den Wert eines guten Mitgliedschaftsprogrammes. Die Anfangskosten sind natürlich sehr hoch, aber dafür könnte am anderen Ende des Tunnels auch jahrelanges Wachstum liegen.

Prime zielt in China auf die wachsende Mittelschicht ab, die eine Zeitlang im Ausland gelebt haben und mehr Importwaren haben möchten.  Der elektronische Handel über Landesgrenzen hinweg ist eines der am schnellsten wachsenden Segmente im chinesischen Online-Geschäft mit einem Wachstum von 50 % laut dem McKinsey Institut. Darüber hinaus macht es bereits jetzt 6% der Online-Umsätze aus.

Wenn Amazon hier einen Fuß in die Tür bekommt, dann könnte das Unternehmen endlich auch in China erfolgreich sein. Aus Sicht der Pessimisten wird es jede Menge Investitionen erfordern, um Prime in China zu etablieren. Aber Amazon hat das nötige Geld, um für dieses Programm zu bezahlen. Aus Sicht der Optimisten ist der aktuelle Marktanteil von Amazon in Chine verschwindend gering, daher ist das Wachstumspotenzial riesig.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon.com.

Dieser Artikel wurde von Adam Levy auf Englisch verfasst und wurde am 14.11.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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