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Dialog Semiconductor kündigt eine Revolution an

Foto: pixabay, Republica

Eigentlich hatten die Anleger kaum Grund, enttäuscht zu sein. Nach drei Quartalen rückläufiger Ergebnisse meldete Dialog Semiconductor (WKN:927200) endlich wieder ein Rekordquartal. Trotzdem kam der Kurs nicht vom Fleck. Lies hier über die Gründe und eine neue Entwicklung, die Anleger jetzt auf dem Schirm haben müssen.

Warum die Anleger zurückhaltend reagierten

Das deutsch-englische Unternehmen wurde am Brexit-Tag zunächst verprügelt, erholte sich dann aber schnell und robbte sich Schritt für Schritt an das 52-Wochen-Hoch heran. Es wurde immer deutlicher, dass Dialog wieder auf einen Wachstumskurs einschwenkt. Folglich überraschten die guten Zahlen niemanden mehr und der Aktienkurs bewegte sich in den Folgetagen auf dem gleichen Niveau wie zuvor.

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Abgesehen von den bisher stets besonders starken Schlussquartalen, war das vergangene Quartal das umsatzstärkste der Unternehmensgeschichte. Das lässt eigentlich darauf hoffen, dass das schwache erste Halbjahr bis zum Jahreswechsel noch kompensiert werden kann. Allerdings werden lediglich 345 bis 375 Mio. Euro zusätzlicher Umsatz erwartet, gegenüber 435 und 397 in den beiden Vorjahresquartalen. Wird hier etwa tiefgestapelt?

Möglich wäre das, aber wahrscheinlicher ist, dass Apple (WKN:865985) ungewöhnlich wenig für das Weihnachtsgeschäft geordert hat. Berichten zu Folge sinken die Verkaufszahlen vor allem in China seit mehreren Quartalen. Die chinesische Konkurrenz hat hingegen auch international immer mehr Erfolg.

Was kurzfristig gewisse Einbußen für Dialog bedeutet, könnte mittelfristig Chancen in sich bergen.

Der Stand der Diversifizierungsstrategie

Der seit dem gescheiterten Atmel-Deal gesteigerte Forschungs- und Vertriebsaufwand scheint so langsam Früchte zu tragen. Das Management spricht von einer erheblich ausgeweiteten Kundenbasis. Zudem konnte der Geschäftsumfang mit einigen Kunden ausgebaut werden.

Dass man dies in den Segmentzahlen noch kaum erkennen kann, liegt wohl zum einen daran, dass viel Neugeschäft in den mit Abstand größten Bereich Mobile Systems fällt. Zum anderen sind viele der neuen Wachstumsplattformen noch jung und werden erst im nächsten oder vielleicht sogar übernächsten Jahr sichtbar zum Umsatz beitragen. Aktuell ist es einfach noch zu wenig, was die Bluetooth- und Leistungshalbleiter an Geschäft generieren. Da helfen auch über 50 % Wachstum nicht, wenn die Basis so niedrig ist.

Daneben wird auch vieles ausprobiert, um die Anwendungsfelder auszuweiten. Bezüglich der vor einigen Monaten groß angekündigten smarten LED-Treiberchips ist beispielsweise soweit ersichtlich noch kein Großauftrag hereingekommen. Hier hat sich Dialog aber auch in ein Haifischbecken mit den größeren Konkurrenten begeben. Bessere Chancen sehe ich auf einem anderen Gebiet.

Wie Dialog sich fast unbemerkt eine neue Wachstumsplattform geschaffen hat

Eine Meldung, die bei vielen Anlegern vielleicht als eine von vielen untergegangen ist, wurde am 7. November veröffentlicht. Dabei handelt es sich um eine strategische Zusammenarbeit mit Energous Corp (WKN:A110V4). Diese entwickelt eine kompakte drahtlose Ladetechnik, die sich fundamental von herkömmlichen Lösungen mit Ladematten und Spulen unterscheidet.

Das Unternehmen nutzt einen schon seit längerem bekannten Effekt, dass Funksignale nicht nur zur Daten-, sondern auch zur Energieübertragung genutzt werden können. Diese Technologie so zu beherrschen, dass es auch für kommerzielle Anwendungen Sinn ergibt, ist jedoch bisher niemandem gelungen.

So wie es aussieht, hat Energous mit seiner kompakten Chip-basierten WattUp-Technologie den Sprung geschafft. Da über Funk nur relativ geringe Ströme übertragen werden können, liegen die besten Anwendungsfelder bei Kleinstverbrauchern. Das ist ein Spezialgebiet von Dialog.

Bereits im August 2014 begannen die beiden ihre Technologien aufeinander abzustimmen. Wenn sie mit ihrer Zusammenarbeit Erfolg haben, dann können zukünftig Milliarden von kommunizierenden Kleinstgeräten, Sensoren und Aktoren frei im Raum platziert werden, ohne dass man jemals über deren Batteriestand nachdenken müsste. Das wäre eine Revolution.

Offenbar sind die Ingenieure von Dialog begeistert von den Fähigkeiten ihrer Kollegen bei Energous. Das Management hat die Chance beim Schopf ergriffen und sich zusichern lassen, dass Dialog exklusiv einige Schlüsselkomponenten liefern wird. Im Gegenzug wird Energous Wachstumskapital bereitgestellt und Dialog wird sich ins Zeug legen, um über sein weltweites Marketingnetzwerk WattUp zum beschleunigten Durchbruch zu verhelfen.

Ich denke nicht, dass Netzteile und Ladematten dadurch völlig verdrängt werden, weil das Laden damit schneller und effizienter vonstattengeht. Allerdings eröffnet sich für Dialog ein zusätzlicher Markt im Bereich der Ladetechnik, der schon in wenigen Jahren riesengroß sein könnte. Außerdem ergänzt WattUp Dialogs stetig wachsendes Technologieportfolio rund um das Internet der Dinge.

Fazit

Dialog wächst in alle Richtungen und nähert sich dem Ziel, sich endlich mehrere stabile Standbeine zu schaffen. Die Produktpalette wird immer breiter und die Kundenbasis wächst. Die vergleichsweise schwache Erwartung für das vierte Quartal zeigt aber, dass noch ein paar Herausforderungen zu meistern sind. Vieles steckt erst in den Kinderschuhen und muss noch zu einem Volumengeschäft entwickelt werden. Das wird nicht bei allen Initiativen gelingen. Als besonders aussichtsreich erscheint mir die Verbindung der eigenen Technologien mit der drahtlosen Ladetechnik von Energous.

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Ralf Anders hält keine Wertpapiere genannter Unternehmen. The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Apple. The Motley Fool hat die folgenden Optionen: long Januar 2018 $90 Calls auf Apple und short Januar 2018 $95 Calls auf Apple.

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