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Diese Investitionstechnik hilft mir, Verlierer in große Gewinner zu verwandeln

Foto: Pixabay, 422737

Wenn du schon mal Aktien gekauft hast und dann zusehen musstest, wie diese tief abstürzten, dann kommt dir die Frage bekannt vor. Was sollst du tun? Ein großer Verlust scheint unausweichlich, aber du willst es nicht noch schlechter machen als nötig.

Die gute Nachricht ist, dass diese Verliereraktien manchmal in große Gewinner umgemünzt werden können. Du musst nur einen kühlen Kopf bewahren und das richtige Vorgehen wählen.

Hier ist ein Beispiel

Zwischen 2011 und Sommer 2015 fielen die Aktien von Anglo American von ihrem Höchststand von 3.421 Pence um mehr als 70 %. Sie wurden am Ende dieser Periode zu einem deutlich niedrigeren Preis als dem Buchwert gehandelt und – laut meiner Aufzeichnungen aus dieser Zeit – zu weniger als dem 10-Fachen des Gewinn je Aktie für die kommenden zehn Jahre.

Obwohl ich mir wirklich Sorgen um Anglo Americans hohen Schuldenstand gemacht habe, waren die Aktien aus meiner Sicht unterbewertet. Daher kaufte ich weitere Aktien, als diese 900 Pence kosteten. Danach fielen sie weiter. Der Tiefpunkt war im Januar bei 215 Pence erreicht.

Es gab drei Möglichkeiten, mit dieser Situation umzugehen: mehr kaufen, halten oder verkaufen.

Ich hätte verkaufen können, sobald die Aktien ihren Sinkflug begonnen haben. Dieses Stop-Loss-Vorgehen wird häufig von Wachstumsinvestoren und Momentumtradern verfolgt. Ich mag es nicht. Es passt nicht zu meinem Fokus auf das wertorientierte Investieren. Wenn ein Unternehmen bei 900 Pence billig ist, dann sollte es bei 450 Pence noch billiger sein. Warum also verkaufen?

Ich hätte einfach nichts tun und warten können, bis Anglos Aktien wieder im Preis steigen. Geduld zahlt sich häufig aus. Und genau das ist hier passiert. Weniger als 18 Monate nach meinem ersten Kauf wurden die Aktien von Anglo zu 1.110 Pence gehandelt. Das bedeutet eine Rendite von 23 %.

Was ich aber tat, war noch mehr Aktien von Anglo American zu kaufen. Ich wartete, bis ich der Meinung war, das der Aktienpreis sehr niedrig war. Dann kaufte ich bei 378 Pence und reduzierte damit meinen durchschnittlichen Kaufpreis auf 620 Pence. Diese Technik nennt sich Averaging Down – den Durchschnitt senken.

Meine Entscheidung, den durchschnittlichen Kaufpreis für Anglo American zu senken, bescherte mir eine Rendite von 76 %, trotz des schlechten Timings meines ersten Kaufs.

Das Erfolgsgeheimnis

Averaging Down ist nicht immer ein gutes Vorgehen. Wenn das Unternehmen, in das du investierst, nicht deutlich unterbewertet ist oder finanzielle Probleme hat, dann kann es sein, dass sich der Aktienpreis niemals erholt. Averaging Down bedeutet zudem, dass du damit die Zahl der Aktien dieses Unternehmens in deinem Portfolio erhöhst. Dies kann dazu führen, dass sie einen zu großen Teil in deinem Portfolio einnehmen.

Das Geheimnis beim Averaging Down ist, dass du dir deine eigene Meinung über den Wert eines Unternehmens bildest. Nutze dafür harte Fakten wie die Bilanz und die GUV. Dies bedeutet jedoch etwas Aufwand. Es kann auch Jahre dauern, bis sich der Wert, den du in dem Unternehmen erkannt hast, im Aktienpreis niederschlägt.

Wenn du dir bei deiner Bewertung sicher bist, dann kann Averaging Down deinem Portfolio einen Schub für deine Gewinne bedeuten. Es ist definitiv eine Technik, die du kennen solltest – nutze sie aber weise.

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Dieser Artikel wurde von Roland Head auf Englisch verfasst und am 04.11.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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