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adidas: Vorschusslorbeeren bieten hohes Enttäuschungspotenzial

Foto: The Motley Fool.

Wenn adidas (WKN: A1EWWW) am Donnerstag seine Ergebnisse für das dritte Quartal veröffentlicht, werden die Zahlen mit Sicherheit auf eine sehr genaue Messwaage gelegt.

Die adidas-Aktionäre erwarten sich viel vom neuen CEO Kasper Rorsted, aber um den Höhenflug des Aktienkurses zu rechtfertigen, muss in den nächsten Jahren der Gewinn kräftig gesteigert werden.

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Für adidas beginnt ein neuer Abschnitt

Der erfolgreiche ehemalige Henkel-Chef Kasper Rorsted hat bei adidas seit einigen Monaten die Führung übernommen und ersetzt damit Herbert Hainer, der 15 Jahre an der Spitze des Sportartikelherstellers war. Unter Herbert Hainer konnte adidas beeindruckendes Wachstum verzeichnen.

Rorsted hat ebenfalls eine sehr erfolgreiche Zeit bei Henkel hinter sich und konnte dort den Gewinn nachhaltig steigern. Ähnliches hat er jetzt auch bei adidas vor, wo er sich nicht nur auf Umsatzwachstum, sondern auch stark auf Profitabilität konzentrieren will. Adidas ist generell ein Unternehmen, dass zwar Wert auf gute Gewinne legt, aber auch auf faire Bezahlung und eine nachhaltige Produktion seiner Artikel. Es wird interessant zu sehen, ob bei adidas alle mit Rorsteds Zielen einverstanden sein werden.

Auch Sportartikel sind kein Selbstläufer

Sportartikelhersteller wie adidas haben allerdings in den letzten Jahren nicht nur ihre Unternehmensstrategie gut umgesetzt, sondern auch das Glück gehabt, in einer der großen Wachstumsbranchen tätig zu sein. Dementsprechend sind in der Branche auch viele Wettbewerber zu finden, die ihre Marktanteile mit allen Mitteln ausbauen oder wenigstens verteidigen wollen.

Der Erzrivale Nike zeigt in letzter Zeit seine anhaltende Stärke, aber auch jüngere Konkurrenten wie Under Armour konnten zuletzt sehr schnelles Wachstum verzeichnen. Für Sportartikelhersteller ist nicht nur der Wettbewerb um modische Designs wichtig, sondern auch neue Technik. Professionelle und Hobbysportler wollen die neuesten und bequemsten Materialen, mit denen sie sich beim Sport wohl fühlen und die besten Leistungen erbringen können.

Wenn man nicht den Anschluss verlieren will, muss man also stetig in neue Technologien investieren und auch adidas wird in den nächsten Jahren viel Geld für Forschung und Entwicklung in die Hand nehmen müssen. Es wird interessant zu sehen, wie Rorsted in Zukunft an der technologischen Spitze bleiben will.

Die Aktie preist schon jede Menge Vorschusslorbeeren ein

Sorgen um die Geschäfte müssen sich adidas-Aktionäre trotz des großen Wettbewerbs allerdings derzeit wohl kaum machen. Viel eher müssen sie sich aber fragen, ob der derzeitige Aktienkurs gerechtfertigt ist. Immerhin hat sich die adidas-Aktie, seitdem sie vor zwei Jahren nah an die 50-Euro-Marke gefallen ist, fast verdreifacht.

Deswegen wird adidas aktuell auch mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 30 bewertet und ist daran gemessen die teuerste Aktie im DAX. Es wird also schon jede Menge zukünftiges Wachstum eingepreist. Gut, dass sich der neue CEO zum Ziel gesetzt hat, den Gewinn in den nächsten vier Jahren um 15 Prozent pro Jahr zu steigern. Es wird spannend, ob die neuen Zahlen darauf hindeuten, dass adidas in seine Bewertung hineinwachsen kann.

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Marlon Bonazzi besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Nike.

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