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Die ehernen Gesetze des Geldes

Foto: Pixabay, geralt

Sprechen wir über ein etwas breiter gefasstes Thema als nur das Investieren: Geld.

Egal wer du bist, wie viel du verdienst oder wie du investierst, ein paar universale Wahrheiten treffen auf praktisch jeden und sein Geld zu. Hier sind acht, über die ich oft nachdenke.

Geld auszugeben, um den anderen zu zeigen, wie viel du davon hast, ist der sicherste Weg, weniger Geld zu haben.

Die Sängerin Rihanna verdient viele Millionen Dollar, war aber 2009 „praktisch bankrott“, nachdem sie es mit ihren ungezügelten Ausgaben übertrieben hatte. Sie verklagte ihren Finanzberater dafür, seinen Job nicht gemacht zu haben. Dieser gab eine legendäre Antwort: „War es wirklich nötig, ihr zu sagen, dass wenn man Geld für Dinge ausgibt, man am Ende die Dinge hat und nicht mehr das Geld?“

Das erste eherne Gesetz des Geldes lautet wie folgt: Wohlstand ist etwas, das man nicht sehen kann. Das sind die Autos, die man nicht kauft, die Kleidung, die man nicht kauft und der Schmuck, auf den man verzichtet. Mit Geld kann man Dinge kaufen, aber Wohlstand – Vermögenswerte wie Bargeld, Aktien und Unternehmensanleihen, die auf der Bank liegen und nicht ausgegeben werden – kaufen einem Freiheit und Sicherheit. Also pass gut auf, was du dir „kaufst“.

Wohlstand ist absolut relativ.

Laut dem Wirtschaftsexperten Branko Milanovic von der Weltbank „sind die ärmsten Amerikaner [5 %] besser dran als mehr als zwei Drittel der Weltbevölkerung.“ Darüber hinaus „haben weniger als 3 % der indischen Bevölkerung ein höheres Einkommen als die allerärmsten Amerikaner.“ Und diese Zahlen sind schon an die verschiedenen Lebenshaltungskosten angepasst.

Die einfachste Möglichkeit, um zu beurteilen, wie es um deine finanzielle Situation steht, ist dich selbst mit den Leuten um dich herum zu vergleichen. Der Fluch, in einem Land wie Deutschland zu leben, besteht darin, dass es den meisten Leuten finanziell gut geht, daher ist dein Erfolg nichts Besonderes. Wenn du dich reich fühlen willst, dann schau dir die 90 % der Weltbevölkerung an, die nicht in Amerika oder Europa leben. Du wirst feststellen, dass das nur eine mentale Sache ist.

Das Ziel des Investierens ist nicht, die Langeweile zu minimieren, sondern die Renditen zu maximieren.

Erfolgreiches Investieren ist ziemlich langweilig und hauptsächlich von Geduld und Untätigkeit gekennzeichnet. Aber das ist den meisten Leuten zu langweilig, die immer herumspielen oder etwas anpassen müssen. Dabei zerstören sie aber sehr viel von ihrem Wohlstand. Egal in welcher Disziplin, wenn du besser als der Durchschnitt sein willst, dann musst du etwas tun, was die meisten Leute nicht schaffen. Beim Investieren bedeutet das, die Langeweile Monat für Monat, Jahr für Jahr zu ertragen. Das ist eine Fähigkeit, die man sich erarbeiten muss.

Die einzige Möglichkeit, um Wohlstand aufzubauen, ist eine Grenze zwischen deinem Ego und deinem Einkommen zu ziehen.

Reich zu werden hat wenig mit deinem Einkommen zu tun, aber sehr viel damit, wie viel du sparst. Für die meisten Leute in der „ersten Welt“ ist der Sparanteil am Einkommen einfach nur der Unterschied zwischen dem eigenen Ego und dem Einkommen. Wenn du ersteres in Schach hältst, dann wirst du auch eine klügere Einstellung gegenüber letzterem haben.

Das wertvollste Gut, das du haben kannst, ist ein starker Hang zur Gleichgültigkeit gegenüber dem, was die anderen denken.

Die meisten Leute können nicht mit Geld umgehen, daher muss man, wenn man gut mit Geld umgehen will, ein paar Dinge anders machen. Du solltest nicht so viel ausgeben wie die meisten anderen. Du musst auch anders investieren. Und du wirst langsamer Wohlstand aufbauen. Das kann dich kurzfristig wie einen Idioten aussehen lassen. Aber wen interessiert das? Wie Charlie Munger einmal gesagt hat: „Es wird immer jemanden geben, der schneller reich wird als du. Das ist aber keine Tragödie.“ Das ist nicht nur keine Tragödie sondern eine Notwendigkeit. Die Fähigkeit, sich nicht darum zu kümmern, was die anderen Leute denken, ist unverzichtbar, wenn man außergewöhnliche Ergebnisse erzielen will.

Verwende mehr Zeit darauf, diejenigen zu studieren, die gescheitert sind, als die, die erfolgreich waren.

Von denen, die mit einer zweitklassigen Hypothek bankrottgegangen sind, kann man mehr über Geld lernen als von Warren Buffett. Das liegt daran, dass es leichter passiert und häufiger vorkommt, dass wir uns dumm verhalten, als dass wir brillant sind. Daher solltest du mehr Mühe darauf verwenden, schlechte Entscheidungen zu vermeiden, als gute zu treffen. Erik Falkenstein hat das gut zusammengefasst: „Beim Tennis gewinnen die Profis 80 % der Punkte, während die Amateure 80 % verlieren. Dasselbe gilt beim Wrestling, Schach und beim Investieren: Anfänger sollten sich darauf konzentrieren, Fehler zu vermeiden, Profis darauf, gute Spielzüge zu machen.“

Die Leute machen Fehler, daher ergibt vieles einfach keinen Sinn.

James Grant hat es einmal so ausgedrückt: „Anzunehmen, dass der Wert einer Aktie nur von den Gewinnen eines Unternehmens bestimmt wird, wäre zu ignorieren, dass die Leute Hexen verbrannt, ohne Grund in den Krieg gezogen, Josef Stalin verteidigt und es geglaubt haben, als Orson Welles ihnen im Radio erzählt hat, die Marsianer wären gelandet.“

Alles kann passieren, jederzeit und ohne besonderen Grund.

Du könntest nächste Woche deine Arbeit verlieren. Du könntest morgen verklagt werden. Oder im Lotto gewinnen. Oder befördert werden. Aktien können doppelt so lange steigen und doppelt so schnell fallen, wie du glaubst. Die Geschichte besteht aus einer Aneinanderreihung von einer verdammten Sache an die andere. Meistens ist dabei Geld im Spiel und wir können nicht wirklich etwas dagegen tun, außer uns auf möglichst viele Szenarien vorzubereiten.

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Dieser Artikel wurde von Morgan Housel auf Englisch verfasst und wurde am 26.09.2014 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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