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DAX 20.000 – das muss passieren

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Im Moment wären viele Anleger froh, wenn der DAX endlich das Pendeln zwischen 9.000 und 11.000 Punkten aufgeben und wieder in Richtung Allzeithoch 12.391 vorstoßen würde. Wer mag da schon an höhere Sphären denken? Andererseits ist ein Stand von 20.000 gar nicht so unrealistisch, im Extremfall sogar schon Ende 2017. Lies hier, was dafür passieren muss und warum ich völlig überzeugt bin, dass diese Marke gerissen wird.

Wenn alles passt: DAX-Stand 20.000 zum 31. Dezember 2017

Es wäre ziemlich unverfroren, hier zu behaupten, dass ein DAX-Jahresschlusskurs für 2017 bei 20.000 Punkten zu erwarten wäre. Trotzdem könnte es interessant sein, sich einmal zu überlegen, wie die Chancen stehen.

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20.000, das hört sich zunächst nach sehr viel an, wenn man bedenkt, wie lange es gedauert hat, die Marke von 10.000 zu erreichen. Allerdings ist hier ein Denkfehler zu beachten, der den meisten von uns immer wieder unterläuft, nämlich in linearen Verläufen zu kalkulieren, anstatt die Kraft des Exponentiellen zu berücksichtigen. Ein Sprung von 10.000 auf 20.000 ist so gesehen nicht größer als derjenige von 5.000 auf 10.000 oder von 2.000 auf 4.000.

Es gibt grundsätzlich zwei Faktoren, die eine solche Verdopplung ermöglichen: die Gewinnerwartungen für die Unternehmen und die im Durchschnitt erwartete Rendite der Aktionäre. Da die Effekte der beiden Faktoren sich multiplizieren, würde es ausreichen, wenn sich beide um etwa 37 % verbessern, um vom aktuellen DAX-Stand von etwa 10.600 auf 20.000 zu kommen.

Im Fall der Gewinnerwartungen bedeutet das, dass sich das Marktumfeld für die DAX-Unternehmen insgesamt erheblich verbessert und sich in einer steigenden internationalen Nachfrage, höheren Gewinnspannen und einer verbesserten Wettbewerbssituation ausdrückt. Auch eine weitere Abwertung des Euro verbunden mit Inflation könnte dabei helfen, die Ergebniszahlen in die Höhe zu treiben, schlicht und einfach, weil nominell höhere Preise durchgesetzt werden können.

Das alleine würde aber kaum ausreichen für so einen starken Anstieg. Erst wenn gleichzeitig die Renditeansprüche der Aktionäre sinken, könnten die 20.000 in greifbare Nähe rücken. Das bedeutet grob gesagt, dass von den Anlegern höhere Kurs-Gewinn-Verhältnisse akzeptiert werden. Auch dafür kann es verschiedene plausible Ursachen geben.

Letztlich muss etwas Großes passieren, das das Vertrauen in die DAX-Unternehmen und ihre Fähigkeit, zuverlässig gute Dividenden zu bezahlen, erheblich stärkt und damit die Risiko-Wahrnehmung reduziert.

Für Unsicherheit sorgen immer wieder Regionen wie China, Russland, Südeuropa und der Nahe Osten. Hinzu kommen die anhaltende Rezession in Brasilien und weitere Krisen. Sollte sich zumindest an einigen Fronten das Bild aufhellen, dann würde das Anleger-Risiko fast zwangsläufig sinken.

Weniger Risiko bedeutet in der Regel weniger Rendite. Die zukünftigen Gewinne und Dividenden werden dann auf heute heruntergerechnet höher bewertet und das treibt die Aktienkurse. Schon ein Absenken der Renditeansprüche von beispielsweise 7 % auf 5 % würde 40 % Kursgewinne bedeuten.

Steigen gleichzeitig die erwarteten Unternehmensgewinne für die kommenden Jahre um 35 %, dann landet der DAX in diesem sehr optimistischen Szenario schon vor Ende 2017 tatsächlich bei über 20.000 Punkten.

Realistisch: 20.000 in 2020

Nach dem vorherigen Extremszenario werden wir jetzt etwas realistischer. Bis Ende 2020 haben wir noch gut vier Jahre Zeit. Das heißt, um vom aktuellen Niveau bei rund 10.600 Punkten auf 20.000 zu kommen, müssen die Aktienkurse „lediglich“ um etwa 15 % pro Jahr steigen und die Unternehmen gleichzeitig solide Dividenden ausschütten. Das wäre zwar überdurchschnittlich, aber keineswegs völlig außergewöhnlich.

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass solche Entwicklungen regelmäßig sogar in noch wesentlich kürzeren Zeiträumen vorkommen. Im nachfolgenden Chart habe ich einmal vier davon markiert. Dank der logarithmischen Skalierung sind alle Sprünge gleich groß. Wie man gut sehen kann, befinden sich vor solchen Anstiegen typischerweise längere Seitwärtsphasen.

Eigene Darstellung des Autors

Eigene Darstellung des Autors

Auch heute befinden wir uns seit über einem Jahr in einer Seitwärtsphase. Weder Ausbrüche nach unten noch nach oben erwiesen sich bisher als nachhaltig. Während einer solchen Konsolidierung wird oft Kraft gesammelt für die nächste kräftige Aufwärtsbewegung. Die Frage ist lediglich, wo deren Ausgangspunkt sein wird und wann es losgeht.

Ziemlich sicher: das Reißen der Marke – irgendwann

Ähnlich wahrscheinlich wie das vorherige Szenario ist, dass sich das Ganze noch eine gute Weile hinzieht. Auch die kommenden Jahre könnten durch diverse Krisen in Mitleidenschaft gezogen werden. In ruhigen Monaten geht es dann etwas nach oben, um beim nächsten Knall wieder nach unten zu rauschen.

Insgesamt finde ich aber, dass man davon ausgehen darf, dass die DAX-Unternehmen im Schnitt weiterhin in der Lage sein werden, Gewinne zu erwirtschaften und Dividenden auszuschütten. Allein dadurch steigt der Index tendenziell um vielleicht zwei Punkte pro Börsentag, denn die Ausschüttungen werden reinvestiert.

Auf lange Sicht wird daher die Marke von 20.000 Punkten nur dann nicht gerissen, wenn wirklich etwas komplett Katastrophales passiert, das ein vernünftiges Wirtschaften nicht mehr erlaubt.

Fazit

Als Anleger sollte man einen gesunden Optimismus mitbringen und in großen Kategorien denken. Solange sich nicht die allerschlimmsten Befürchtungen bewahrheiten, gibt es gute Gründe anzunehmen, dass der DAX sich zukünftig auf über 20.000 Punkte verdoppeln kann. Höchstwahrscheinlich noch nicht im nächsten Jahr, aber vielleicht schon Anfang des nächsten Jahrzehnts wird es soweit sein.

Die Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen, dass diejenigen, die nach längeren Seitwärtsphasen eingestiegen sind, über die folgenden Jahre oft gute Gewinne eingefahren haben. Wer noch langfristiger vorausschaut und regelmäßig zukauft, der ist mit sorgfältig ausgewählten Aktien sowieso fast immer gut bedient.

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