The Motley Fool

Aktien im Rückblick: Banken sorgen für miese Stimmung, neue Fusionshoffnungen bei Linde

In der zu Ende gehenden Handelswoche wurde das Börsengeschehen von der Deutschen Bank und der Commerzbank dominiert. Beide Geldhäuser warteten mit schlechten Nachrichten auf, die nicht nur die eigenen Aktienkurse, sondern auch den DAX in den roten Bereich schoben.

Was war an der Börse los?

Die Vorgaben waren nicht schlecht: Der höchste Wert des ifo-Geschäftsklimaindex seit Mai 2014 zeigte, dass die Stimmung in den Chefetagen deutscher Unternehmen sich deutlich aufgehellt hat. Trotzdem entschieden sich die Marktteilnehmer am Montag mehrheitlich für Gewinnmitnahmen. Der Grund für die Kaufzurückhaltung: Unsicherheit im Vorfeld des ersten TV-Duells der US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump und Hillary Clinton.

3 Aktien, die jetzt von der Digitalisierung der Welt profitieren Das Coronavirus verändert nachhaltig die Welt, in der wir leben. Die Digitalisierung der Welt ist nicht mehr aufzuhalten und erfährt aktuelle eine massive Beschleunigung. The Motely Fool hat jetzt 3 Unternehmen identifiziert, die von diesem Mega-Trend in 2020 und den kommenden Jahren stark profitieren werden. Für uns Kerninvestments der neuen, digitalen Welt 2.0. Fordere die kostenlose Analyse jetzt hier ab..

Der DAX (WKN:846900) startete mit einem Verlust von 2,2 % in die Woche und notierte bei Handelsschluss mit 10.394 Punkten. Am schlimmsten erwischte es die Deutsche Bank (WKN:514000), die nach Ansicht der meisten Börsianer eine Kapitalerhöhung durchführen muss, um eine in den USA drohende Milliardenstrafe für zwielichtige Hypotheken-Deals bezahlen zu können. Die Anteilscheine des einstmals vornehmen Geldhauses brachen um 7,6 % ein und markierten mit einem Schlusskurs von 10,55 Euro einen neuen Tiefststand.

Kein DAX-Wert beendete den Handelstag mit Gewinnen. Das konnte man vom Mid-Cap-Index MDAX (WKN:847741) nicht behaupten. An dessen Spitze setzte sich die Aktie des Spezialchemiekonzerns Lanxess (WKN:547040), die sich um mehr als 8 % verteuerte. Das Unternehmen hatte zuvor rund 2,4 Milliarden Euro für den US-Konkurrenten Chemtura geboten.

Die Papiere K+S (WKN:KSAG88) litten unter einer Verkaufsempfehlung und büßten 7,0 % ein. Dass die Deutsche Bank, deren Parkettastrologen den Düngemittelproduzenten herabgestuft hatten, sich selbst mit Verlusten bestens auskennt, dürfte nur ein schwacher Trost für die K+S-Eigner gewesen sein.

Am Dienstag sorgte das Ergebnis des ersten direkten US-Kandidatenwettstreits, den Frau Clinton für sich entscheiden konnte, nur kurz für Erleichterung auf dem Parkett. Der DAX gab seine anfänglichen Gewinne schnell wieder ab und drehte deutlich ins Minus. Dieses konnte der Blue-Chip-Index allerdings im Nachmittagshandel zum großen Teil wettmachen und verabschiedete sich beim Stand von 10.361 Zählern mit einem Abschlag von 0,3 % in den Feierabend.

Der Aktienkurs der Deutschen Bank setzte ihre Abwärtsbewegung vom Vortag fort – bis das US-Justizministerium sich zu Wort meldete und kundtat, dass zu bestrafende Banken durch Kooperation mit den Behörden ihre Buße durchaus reduzieren könnten. Dies sorgte für etwas Erleichterung und ließ die Anteilscheine des Frankfurter Bankriesen genau auf Vortagsniveau aus dem Handel gehen.

Dafür mussten die Anteilseigner einer anderen deutschen Großbank deutliche Verluste hinnehmen: Die Papiere der Commerzbank (WKN:CBK100) gaben 2,2 % ab, nachdem bekannt geworden war, dass deren Konzernumbau rund 1 Milliarde Euro kosten wird und der Vorstand deshalb nicht nur die Dividende streichen, sondern auch rund 9000 Stellen abbauen will.

Ganz unten im Börsenkeller landete die Lufthansa (WKN:823212), deren Aktie mit einem Schlusskurs von 9,82 Euro den niedrigsten Börsenwert seit 2012 erreichte. Die Parkettakteure nahmen der Kranich-Airline übel, dass sie die Übernahme von 40 Jets des angeschlagenen Konkurrenten Air Berlin plant.

Am Mittwoch profitierte der deutsche Aktienmarkt von den US-Börsen, die am Vorabend freundlich geschlossen hatten. Das deutsche Börsenbarometer stieg um 0,7 % auf 10.438 Punkte. Erholt zeigten sich auch die Anteilscheine der Deutschen Bank, die von einem positiv aufgenommenen Interview des Vorstandschefs John Cryan mit der Bild-Zeitung profitierten und sich um 2,0 % verbesserten.

Bester DAX-Wert war die Aktie von Linde (WKN:648300), der die Marktteilnehmer wegen der gestiegenen Hoffnung auf eine Fusion mit dem US-Konkurrenten Praxair ein Kursplus von 3,9 % spendierten.

Die positive Stimmung der Anleger schien am Donnerstag anzuhalten, weil ein Anstieg des Ölpreises zunächst für Optimismus sorgte. Als jedoch am Nachmittag der Euro gegen den US-Dollar deutlich anstieg, gab der DAX einen Großteil seiner Gewinne wieder ab und schloss beim Stand von 10.406 Zählern mit einem Aufschlag von 0,3 %.

Besser lief es bei BASF (WKN:BASF11). Die Dividendenpapiere des Chemieriesen zogen um 1,8 % an. Marktbeobachter verwiesen in diesem Zusammenhang auf die im Öl- und Gashandel aktive Konzerntochter Wintershall, die von höheren Ölpreisen profitieren könnte. Weiter abwärts ging es indessen mit der Lufthansa, die wegen des anhaltenden Ärgers über den Air-Berlin-Deal um 2,7 % abrutschte.

Am Freitag war es wieder die Deutsche Bank, die den Frankfurter Markt dominierte. Ihre Aktie notierte zeitweise unter 10 Euro, konnte aber in den grünen Bereich vordringen und gewann bis 16:50 Uhr 8,7 %. Der DAX notierte zu diesem Zeitpunkt 0,1 % über seinem Vortagsschluss.

Wie geht es weiter?

Am Montag (03.10.) bleibt wegen des deutschen Nationalfeiertags die Frankfurter Börse geschlossen. In den USA informieren die Statistiker die interessierte Öffentlichkeit über die Entwicklung der Bauinvestitionen im August.

Am Dienstag (04.10.) steht weder in Deutschland noch in den Vereinigten Staaten die Veröffentlichung von wichtigen Unternehmenszahlen oder volkswirtschaftlichen Indikatoren an.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool ein schönes Wochenende.

Unsere Top Nischenaktie mit Potential zum Technologiestar

Jedes Amazon von morgen fängt mal klein an. Deswegen sind Small Caps so interessant. Unsere Top Small Cap für 2020, von der viele unserer Analysten begeistert sind, bedient einen wichtigen und schnell wachsenden Markt, der in Zeiten von Corona-Präventionen noch wichtiger wird.

Die Zahl an Datenverletzungen und Hacker-Angriffen nimmt immer weiter zu, und sich dagegen zu schützen wird deshalb immer wichtiger. Unsere Top Nischenaktie hilft Firmen bei der Login-Verwaltung und Datensicherheit ihrer Mitarbeiter, egal von wo sie arbeiten.

Das ist besonders wichtig beim Home-Office. Dass hier die Nachfrage enorm ist, zeigt schon das letztjährige Umsatzwachstum von 47 %. In unserem brandneuen Sonderreport nennen wir dir alle Details.

Jetzt hier kostenlos abrufen!

Winfried Rauter besitzt keine der im Text genanten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Linde.

Diese Aktien empfehlen wir jetzt zum Kauf

Die Post-Corona Ära: Die neue Normalität +++ Worauf du dich jetzt einstellen solltest +++ Wo die Redaktion des Stock Advisor Deutschland jetzt die größten Kaufchancen sieht+++Die 3 besten Kennzahlen für deinen Sicherheits-Depotcheck+++

Welche Aktien haben jetzt die besten Chancen , in der Post-Corona Ära zu bestehen und davon zu profitieren?

Wir sind fest davon überzeugt, dass Investoren langfristig belohnt werden, wenn sie jetzt bewährte Foolishe Kriterien beachten.

Teste jetzt 30 Tage lang Stock Advisor Deutschland und erhalten sofortigen Zugriff auf alle aktuellen Kaufempfehlungen und Inhalte!

Klick hier für alle Details!