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Bist auch du Teil der 200 Milliarden Euro Verschwendung?

Foto: Pixabay

Es gibt Dinge, bei denen wir Deutsche wirklich gut sind: Bierbrauen, Grillen und Fußball sind mit die ersten Sachen, die mir da spontan einfallen.

Doch leider haben wir in einigen Bereichen auch ordentlich Nachholbedarf – zum Beispiel was unsere Bereitschaft angeht, unsere Vermögens- und Vorsorgeplanung mithilfe der Börse vorzunehmen, wie eine junge Studie der Allianz (WKN:840400) mit beeindruckenden und erschreckenden Zahlen verdeutlicht.

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Der Allianzbericht über die deutschen Renditesünden

Doch was ist passiert?

Die Allianz hat in der besagten Studie untersucht, welche Auswirkungen die deutsche Börsenscheue hat: Untersucht wurde der Zeitraum von 2012 bis 2015. In diesem Zeitraum haben die deutschen Sparer 40 Prozent ihres Ersparten in Bareinlagen geparkt – was angesichts des Niedrigzinsumfeldes zu keiner beachtlichen Rendite geführt hat. Die reale Rendite, also die Rendite nach Inflation lag in diesem Zeitraum sogar bei minus 0,4 Prozent!

Hätten die deutschen Sparer innerhalb dieses Zeitraumes lediglich ein Viertel dieser 40 Prozent genommen und zur Hälfte in Aktien und zur anderen Hälfte in Fonds gesteckt, hätte dies zu einem Anstieg der allgemeinen Vermögensrendite um 1,0 Prozent geführt oder insgesamt zu einem Plus in Höhe von 200 Milliarden Euro.

Was das für dich und Deutschland bedeutet

Lass uns nun betrachten, welche Dimension diese 200 Milliarden Euro haben – sowohl aus Sicht der gesamtdeutschen Wirtschaft und, noch viel interessanter, für dich.

Wenn wir die 200 Milliarden Euro in ein Verhältnis zu dem deutschen Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 2014 in Höhe von 2.903 Milliarden Euro setzen, ergibt sich eine Prozentzahl von knapp 6,9 Prozent. Anders ausgedrückt: Hätten die Deutschen lediglich ein Viertel ihrer gesparten Barmittel im Zeitraum von 2012 bis 2015 in Aktien und Investmentfonds investiert, wäre hierdurch ein Betrag entstanden, der knapp 6,9 Prozent des deutschen BIP für 2014 entsprochen hätte. Beeindruckend, oder?

Und falls du mit einem Blick auf die Gesamtwirtschaft nicht so viel anfangen kannst: Bei einer Bevölkerung von rund 80 Millionen wären dies für jeden Einwohner Deutschlands 2.500 Euro gewesen. Also auch für dich! Wieviel Arbeitszeit hättest du in Anbetracht dessen sparen können, wenn du (statistisch gesehen) lediglich ein Viertel deiner Barmittel in besagter Weise investiert hättest?

Ich denke, es wäre zumindest genug gewesen, um dein Sparschwein mit Streicheleinheiten für deine nachlässigen monetären Liebesmühen zu entschädigen.

Warum du trotzdem noch ruhig geschlafen hättest

Falls du jetzt auf das mögliche Risiko mit einem Investment in Aktien eingehen willst, lass mich Folgendes erwidern:

Zuerst einmal, lass uns noch einmal hervorheben, dass hierfür statistisch gesehen lediglich ein Viertel deiner Barmittel notwendig gewesen wären. Du hättest also zu jeder Zeit drei Viertel deines Bargeldes „in Sicherheit“ gehabt.

Doch glaube ich, dass dein Geld bei Aktieninvestments prinzipiell nicht in Gefahr ist und dementsprechend auch in diesem Zeitraum nicht in Gefahr gewesen wäre – zumindest nicht wenn du langfristig und auch noch über den Studienzeitraum hinaus investiert bist.

Wie die Studie eines meiner Foolischen Kollegen für den Zeitraum von 1871 bis 2012 gezeigt hat, betrug die Wahrscheinlichkeit mit Aktien einen Gewinn zu machen bei einer Haltedauer von fünf Jahren irgendwann innerhalb des Zeitraumes bereits 80 Prozent. Wenn du 15 Jahre Zeit gehabt hättest, betrug die Wahrscheinlichkeit bereits 95 Prozent und ab 20 Jahren sogar 100 Prozent. Eine Rendite war dir somit so gut wie gewiss und ein Risiko fast ausgeschlossen!

Und bedenke: Die Studie galt für jeden Zeitraum, also auch für Investitionen kurz vor großen Weltwirtschaftskrisen wie beispielsweise die von 1929 bis 1932. In Anbetracht dieses langen Zeitraumes gehe ich stark davon aus, dass der Aussagegehalt der Studie meines Foolischen Kollegens auch für zukünftige Jahre gelten wird.

Was nun?

Diese Frage musst du nun für dich selbst beantworten.

Ich hoffe allerdings, dass wenn ich in vier Jahren wieder über das Börsenverhalten der Deutschen schreibe, einige mehr ihre Chancen ergriffen haben. Und vielleicht gehörst du dann auch dazu.

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Vincent besitzt Aktien der Allianz. The Motley Fool besitzt keine der genannten Aktien.

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