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Fünf Gründe, warum man wieder an die Aktie von GoPro glauben kann

Foto: Pixabay, maumau97

Das Medienevent am Montag war ein voller Erfolg für GoPro (WKN:A1XE7G). Die Aktie stieg daraufhin um 2 %. Das mag einem nicht nach viel erscheinen, aber oft werden ja Aktien ausverkauft nach dem bestimmte Produkte groß angekündigt wurden. Der Markt selbst verlor am Montag auch etwas, daher ist die Tatsache, dass GoPro sich nach oben bewegt hat schon mal eine sehr gute Sache.

Für GoPro läuft es momentan sehr gut. Das Medienevent sollte eigentlich nur die Karma-Drohne vorstellen aber am Ende ging es um viel mehr als das. Daher wollen wir uns die fünf Gründe ansehen, warum jetzt ein sehr guter Zeitpunkt ist, um bullisch in Bezug auf diese Aktie zu werden.

1. Die Karma ist nicht übel

Der ganze Hype um das Event am Montag drehte sich vor allem um den Einstieg von GoPro in den Drohnenmarkt. In den letzten Tagen wurden drei verschieden Trailer veröffentlicht, die mitgeholfen haben, die Erwartungshaltung entsprechend nach oben zu schrauben. Daher war es auch schwer für GoPro, diese Erwartungen nicht zu enttäuschen. Andere Fragen waren, ob die Karma auch den richtigen Preis haben würde — hoch genug, um entsprechende Margen zu erzeugen und niedrig genug, um trotzdem die Kunden im Mainstreammarkt anziehen zu können.

Der Markt scheint die Antworten darauf zu mögen. Die Karma ist ein zusammenklappbarer Quadcopter mit einer Touchscreensteuerung für die man kein separates Smartphone oder Tablet braucht. Es gibt auch einen abnehmbaren Drei-Achsen-Kamerastabilisator, der auch für Aufnahmen mit der Hand oder für die Aufnahmen mit anderen Geräten benutzt werden kann.

Der Preis ist nicht günstig aber auch nicht zu hoch – 799 US-Dollar  für die Drone allein, 999 oder 1.999 US-Dollar zusammen mit einer von GoPros neuen Kameras. Selbst der Analyst von Baird, William Paul, der die Aktie sonst neutral sieht und ein Kursziel von 10 US-Dollar gesetzt hat, hat das Gefühl, dass das ein interessantes Angebot ist und dass die entsprechende Flexibilität der Angebote helfen wird, in einem überlaufenden Markt auf sich aufmerksam zu machen.

2. Die neue Hero

Aber am Montag ging es nicht nur um die Karma. GoPro stellte auch die neue Hero5 und die kleinere Hero5 Session vor — jeweils mit einem Verkaufspreis von 399 und 299 US-Dollar. Die neuen Hero Kameras werden sogar vor der Karma auf den Markt kommen, nämlich am zweiten Oktober, drei Wochen vor dem Veröffentlichungsdatum der Karma am 23. Oktober.

Sowohl die Hero5 als auch die Karma wurden dieses Jahr schon mehrmals nach hinten verschoben. Daher ist es schön, jetzt endlich konkrete Veröffentlichungsdaten von GoPro zu bekommen. Es ist auch schön zu sehen, dass auch GoPro seine Produkte noch vor dem Weihnachtsgeschäft auf den Markt bringt.

3. Cloud und klar

GoPro stellte auch die GoProPlus vor, eine cloudbasierte Speicherlösung, die den Abonnenten 4,99 Dollar im Monat kosten wird. Die Möglichkeit, seine Videos zu speichern, zu schneiden und mit anderen zu teilen, macht es deutlich leichter mit dem diesem Content in Zukunft Geld zu verdienen.

GoProPlus bietet aber noch einige andere Vorteile, nämlich Zugang zu einem Musikkatalog für den Schnitt, Premium Support und einen Rabatt von 20 % auf Accessoires im gleichnamigen Onlinestore. Letzteres ist wahrscheinlich cooler als du glaubst. Denn wenn man eine Fünftel von einem Zubehörteil von GoPro spart, dann sind 4,99 US-Dollar wirklich nicht viel.

GoPro kündigte auch neue Schnittsoftware und neues Hardwarezubehör an, aber GoProPlus ist das Produkt, auf das alle Augen gerichtet sein sollten. Es wird nämlich monatliche Einkünfte generieren, was auch die schwankenden Einnahmen aus dem Hardwaregeschäft ausgleichen sollte – die Aktionäre können davon ein Lied singen.

4. Die Aktie ist unten aber noch nicht aus dem Spiel

Da wir schon von verbrannten Aktionären sprechen, die Aktie von GoPro hat im letzten Jahr 71 % verloren. Selbst nach der Rally der letzten Monate steht der Kurs immer noch 15 % unter dem Niveau von 2016.

Das macht die Kursgrafik für diejenigen, die die Aktie schon länger haben, ziemlich eklig, aber das ist auch eine Gelegenheit. Die Finanzen haben in letzter Zeit ziemlich durchwachsen ausgesehen. Die letzten drei Quartale waren von starken zweistelligen Rückgängen gezeichnet.  Wenn die neue Drohne und die Kameras aber nächsten Monat abgeben, dann wird es viel leichter für die Aktie, höhere Kurse zu rechtfertigen.

5. Es gibt immer noch Möglichkeiten für einen Short-Squeeze

Mit 30,8 Millionen Aktien, die Ende letzten Monats im Umlauf waren, ist es leicht ersichtlich, wie das bullische Momentum sich noch entwickeln könnte. Es könnte also einer Rally kommen. Die Shorts machen bei GoPro 22 % der ausstehenden Aktien aus, was aber auch mehr als ein Drittel des Streubesitzes aus.

Zwischen der Markteinführung im Oktober und dem Beginn der Weihnachtseinkäufe einen Monat später gibt es noch jede Menge Katalysatoren, die die Rally am Laufen halten können. Das gibt den Shorts mehr Gründe, ihre Positionen zu decken – und dabei könnten sie die Aktie auch noch höher treiben.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt GoPro.

Dieser Artikel wurde von Rick Munarriz auf Englisch verfasst und wurde am 20.09.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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