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3 Gründe, jetzt Continental-Aktien zu kaufen

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Für gewöhnlich halte ich Aktien von Automobilzulieferern für kein besonders gutes Investment. Zum einen liefern sich die Unternehmen untereinander einen harten Wettbewerb, der die Margen drückt. Zum anderen steht man nur einigen wenigen Großkunden aus der Automobilindustrie gegenüber, was eine gewisse Abhängigkeit erzeugt.

Es gibt aber ein Unternehmen aus diesem Bereich, dass ich für sehr vielversprechend halte. Ich meine die Continental AG (WKN:543900), den zweitgrößten Automobilzulieferer der Welt. In den folgenden Zeilen erfährst du drei Gründe, die jetzt aus meiner Sicht für den Kauf von Continental-Aktien sprechen.

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Grund 1: Renditestarkes und kerngesundes Unternehmen

Lass uns zunächst einen Blick auf das Zahlenwerk von Continental werfen. Das verrät uns nämlich, dass Continental ein hochprofitables Unternehmen mit einer kerngesunden Bilanz ist.

EBIT-Marge Eigenkapitalrendite Eigenkapitalquote
Continental      10,5 %              21,0 %             40,2 %

Quelle: Geschäftsbericht Continental 2015

Die EBIT-Marge, welche das Verhältnis von Gewinn vor Steuern und Zinsen zum Umsatz darstellt, scheint nicht besonders spektakulär zu sein. In Anbetracht des harten Wettbewerbs und der mächtigen Kunden aus der Automobilindustrie ist dieser Wert in meinen Augen aber durchaus bemerkenswert.

Die Eigenkapitalrendite ist ein weiterer Beleg für die überdurchschnittliche Profitabilität von Continental. Mit 21,0 % war man 2015 das Unternehmen mit der vierthöchsten Eigenkapitalrendite im DAX. Die Eigenkapitalrendite gibt an, mit wie viel Prozent sich das Eigenkapital verzinst.

Allerdings sollte man sich neben der Eigenkapitalrendite immer auch die Eigenkapitalquote anschauen. Denn die Eigenkapitalrendite verliert bei einer sehr niedrigen Eigenkapitalquote an Aussagekraft, da sie nur durch das geringe Eigenkapital ansteigt und nicht durch einen hohen Gewinn.

Bei Continental musst du dir diesbezüglich allerdings keine Sorgen machen. Die Eigenkapitalquote von 40,2 % zeigt, dass das Unternehmen solide finanziert ist und die Eigenkapitalrendite damit als brauchbare Kennzahl für die Profitabilität herangezogen werden kann.

Die erwähnten Kennzahlen belegen also, dass Continental ein überdurchschnittlich profitables Unternehmen mit einer kerngesunden Bilanz ist.

Grund 2: Wettbewerbsvorteil Reifengeschäft

Das Segment Rubber Group, zu dem die Division Reifen gehört, generiert mit 14,4 % sogar eine noch höhere EBIT-Marge als der Gesamtkonzern. Der Clou: Dieses lukrative Geschäftsfeld finanziert das entwicklungsintensive Automotive-Segment.

So kommen zwar 52,8 % des Gewinns vor Zinsen und Steuern aus der Rubber Group, es fließen aber nur 14,4 % der gesamten Forschung-und Entwicklungsausgaben zurück in diesen Bereich. Das bedeutet nichts anderes, als dass das Reifengeschäft den hohen Forschungs- und Entwicklungsaufwand des Automotive-Bereichs finanziert.

Ein Wettbewerbsvorteil, den die größten Konkurrenten wie beispielsweise Bosch oder Magna nicht haben. Und da ich annehme, dass sich das Reifengeschäft in den nächsten Jahren nicht großartig verändern wird, sollte Continental auch zukünftig von diesem Vorteil profitieren.

Grund 3: Hervorragendes Management

Der dritte Grund, warum Continental-Aktien in meinen Augen ein Kauf sind, ist das hervorragende Management. Ich mache das vor allem an der reichhaltigen Erfahrung vieler Vorstandsmitglieder fest.

So ist der Vorstand mit Mitgliedern besetzt, die in ihren jeweiligen Fachbereichen teils über jahrzehntelange Erfahrung verfügen. CEO Elmar Degenhart ist bereits seit 1993 im Automotive-Bereich tätig, Powertrain-Vorstand José Avila sogar seit 1984 und Personal-Chefin Dr. Ariane Reinhart war in ihrer gesamten Laufbahn fast ausschließlich im Bereich Personalleitung tätig.

Neben dem fachlichen Know-how bringen viele Vorstände noch eine weitere, wichtige Eigenschaft mit: Sie kennen das Unternehmen wie ihre Westentasche. So ist China-CEO Dr. Ralf Cramer bereits seit 2002 bei Continental, Reifen-Vorstand Nicolai Setzer seit 1997 und Conti-Tech-Vorstand Hans-Jürgen Duensing sogar seit 1985.

Mit dieser erfahrenen Führungsmannschaft stehen die Chancen gut, dass auch zukünftig die richtigen Entscheidungen an der Konzernspitze getroffen werden. Auch haben erfahrene Vorstände oft die Fähigkeit, den nächsten Trend frühzeitig zu erkennen und damit als einer der ersten davon zu profitieren.

Beides sind wichtige Vorraussetzungen für den langfristigen Unternehmenserfolg und damit auch für eine positive Entwicklung des Aktienkurses.

Mein Fazit

Continental ist ein hochprofitables und kerngesundes Unternehmen. Aufgrund des hervorragenden Managements und des Wettbewerbvorteils Reifen deutet vieles darauf hin, dass Continental das auch zukünftig sein wird. Derzeit werden Continental-Aktien mit einem KGV von nur 14,1 gehandelt (Stand: 08.09.16), es könnte sich jetzt also um eine günstige Kaufgelegenheit handeln.

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Thomas Brantl besitzt keine der genannten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der genannten Aktien.

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