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Warum ich erwarte, dass Royal Dutch Shell und BP abstürzen werden!

Die Investoren sind inzwischen nicht mehr so wild auf den Ölsektor, nachdem dieser in den letzten Wochen wieder einen Dämpfer erhalten hat. Die Angst einer anhaltenden Überversorgung geht um.

Die britischen Ölfirmen Royal Dutch Shell (WKN:A0D94M) und BP (WKN:850517) haben zum Beispiel in den letzten sechs Wochen jeweils 10 % und 7 % eingebüßt. Und ich glaube, dass das es noch viel schlimmer kommen könnte.

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Die Aktien steigen weiter

Die Broker erwarten, dass der Ölmarkt sich Ende des Jahres wieder einrenken soll. Diese Annahme steht jetzt erneut zur Diskussion, da sich die bereits im Überfluss vorhandenen Vorräte noch weiter vergrößern.

Die amerikanische Energy Information Administration meldete am Mittwoch, dass die Lagerbestände in den USA weitere 2,3 Millionen Barrel in der letzten Woche aufgenommen hätten. Damit haben die USA 525,1 Millionen Barrel im Lager und das führt die Prognosen der Analysten ad absurdum – sie hatten moderatere 1,1 Millionen Barrel erwartet.

Putin spricht

Positiv ist, dass der Markt weiterhin Hoffnung auf eine dringend nötige Einfrierung der Fördermenge von der OPEC und Russland ist, um die Preise zu erhöhen. Vladimir Putin hat diese Hoffnung am Freitag noch einmal befeuert, als er Bloomberg sagte: „Es wäre korrekt, eine Art Kompromiss zu finden.”

Aber Putin zieht auch die iranische Teilnahme in Zweifel, da das Land nach Jahren der Sanktionen stetig die Fördermenge erhöht, um den entstandenen Schaden zu begrenzten. Der Widerwille von Teheran, die Pumpen abzustellen, wird jedem Abkommen hier einen Riegel vorschieben.

Ein Kürzung der Produktion in Saudi Arabien, Qatar, Venezuela und Russland ist Anfang des Jahres schon gescheitert, als die Risse zwischen den Parteien offensichtlich wurden. Abgesehen davon hat die Produktion der OPEC und Russland Höchststände erreicht, nachdem die ersten Gerüchte umgingen.

Der stetige Anstieg bei den Rigs in den USA unterminiert auch die Hoffnung eines neuen Gleichgewichts der Kräfte – Daten von Baker Hughes zeigen, dass in acht der letzten neun Wochen die Zahl der Bohrstellen gestiegen ist.

Schlechter Wert

Ich glaube auch, dass die Investoren diese Faktoren immer noch nicht ganz in Betracht gezogen haben. Das sieht man besonders an den gigantischen Kurs-Gewinn-Verhältnissen von Shell und BP.

Normalerweise ist ein Wert von 10 oder weniger ein fairer Wert für Aktien mit unsicheren Aussichten und oder hohem Risiko. Aber 2016 wird BP mit einem KGV von 31,8 gehandelt, bei Shell sind es 25,7.

Natürlich sind viele Investoren bereit, die heftigen kurzfristigen Kennzahlen zu schlucken, wenn sie langfristig ein entsprechendes Gewinnwachstum bekommen.

Aber weder Shell noch BP können das meiner Meinung nach bieten. Beide Unternehmen haben die Investitionsausgaben reduziert, Arbeitsplätze abgebaut und ambitionierte Projekt wie in Alaska über Bord geworfen, um die Bilanzen zu schönen und den Preiskrieg auszusitzen.

Dann wäre da noch der Trend weg von den „dreckigen” Rohstoffen wie Öl hin zu alternativen Energiequellen wie Wind und Solar, was weiteres Wachstum in den kommenden Jahren erschweren könnte.

Ich erwarte, dass die Gewinne und damit auch die Kurse von BP und Shell in der nahen Zukunft und darüber hinaus unter immer mehr Druck kommen werden.

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Dieser Artikel wurde von Royston Wild  auf Englisch verfasst und wurde am 02.09.2016 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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