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Warum kauft Apple so viele Anteile zurück?

BILDQUELLE: APPLE. 

Investoren fragen sich zu Recht, ob der alternde Tech-Gigant, Apple (WKN:865985), als eines der erfolgreichsten Unternehmen der Geschichte weiterhin die saftigen Renditen liefern kann, für die es so berühmt ist.

Obwohl es sicherlich eine wichtige Kraft in der Welt des Investierens ist, verlässt sich Apple heutzutage auf viele Dinge – darunter Anteilsrückkäufe und Dividenden – um Renditen für seine Anleger zu generieren, anstatt sich nur auf Gewinne und Profitwachstum zu konzentrieren, wie es das einst tat. Apple ist, seit es im Jahr 2012 sein Capital-Return-Programm begann, zu einem überzeugten Spieler geworden, wenn es um Aktienrückkäufe und Dividenden geht.

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Apples Geschichte mit Aktienrückkäufen

Dank seiner enormen finanziellen Ressourcen – im jüngsten Quartal 159 Milliarden US-Dollar in reinem Cash und Investitionen – hat Apple eine beeindruckende Geschichte mit der Rückzahlung von Geld an Anleger durch Rückkäufe und Dividenden gezeigt. Hier ist ein schneller Blick auf Apples Geschichte mit Aktienrückkäufen der letzten vier Geschäftsjahre.

Rückkaufgeschichte Apple-Aktien (ASR & Käufe auf offenen Märkten) FJ 2013 FJ 2014 FJ 2015 FJ 2016
Anzahl an Anteilen (in tausend) 336.832 502.284 332.552 187.171
Durchschnittlicher Rückkaufpreis 68,13 USD 89,59 USD 117,35 USD 106,85 USD
ASR Summen (in Millionen USD) 22.950 USD 45.000 USD 39.026 USD 20.000 USD

Quelle: Apple SEC Filings.

Laut seinem jüngsten Quartalsberichts hat Apple ungefähr 127 Milliarden US-Dollar der 175 Milliarden US-Dollar für Aktienrückkäufe genutzt. Das ist eine unglaublich hohe Summe an Kapital für den Rückkauf von Apples Anteilen – besonders wenn man seine gesamte Marktkapitalisierung in Höhe von 573 Milliarden US-Dollar bedenkt. Es zeigt, wie Apple seine massiven finanziellen Ressourcen dazu nutzen kann, weiterhin Renditen für seine Anleger zu schaffen – obwohl die Tage des rasanten Wachstums des Unternehmens vorbei sind.

Man sollte hier auch anmerken, dass Apple eine überproportionale Summe seines Capital-Return-Programms in Aktienrückkäufe anstatt Dividenden steckt. Tatsächlich hat Apple 68 % des 250 Milliarden US-Dollar schweren Programms für Rückkäufe von Anteilen vorgemerkt. Dadurch legt Apples klare Vorliebe für Rückkäufe von Aktien außerdem nahe, dass sie einen Vorteil gegenüber Dividenden haben. Warum ist das so?

Warum kaufen Unternehmen Aktien zurück?

Es gibt ganze Kapitel in Finanz-Textbüchern, die sich diesem Thema widmen und die Vor- und Nachteile von Aktienrückkäufen aufzeigen – besonders im Vergleich zu Cash-Dividenden – und diese Texte können schnell esoterisch werden. Ich möchte dich hier nicht zum Einschlafen bringen, aber es ist für Investoren nützlich, ein allgemeines Verständnis dafür zu haben, warum Unternehmen Aktien zurückkaufen, also lasst uns einen kurzen Blick darauf werfen.

Im Grunde sind Rückkäufe eine der zwei besten Methoden, durch die ein Unternehmen seine Anleger mit seinem überflüssigen Cash belohnen kann – die andere Möglichkeit sind Dividenden.

Allgemein kann man sagen, dass Rückkäufe Investoren insofern dienen, als dass sie dabei helfen, den Aktienkurs eines Unternehmens zu erhöhen. Hier ist es sinnvoll, die Profite eines Unternehmens als einen Kuchen zu betrachten. Aktienrückkäufe reduzieren die Anzahl an Anteilen an den Profiten eines Unternehmens. Reduziert man die Anzahl der Stückchen des Kuchens, wird jedes Stück wertvoller. Oder wie Homer Simpson sagen würde: „Hmmmm. Kuchen.“

Außerdem bieten Aktienrückkäufe einen Steuervorteil. Investoren, die eine Aktie länger als ein Jahr lang besitzen, werden mit niedrigeren langfristigen Kapitalsteuern belastet, wenn sie ihre Aktien verkaufen als bei Dividenden, die als normales Einkommen versteuert werden. Als Faustregel kann man sagen, dass Rückkäufe dabei helfen, den Aktienpreis zu erhöhen und normalerweise zu geringeren Steuern führen, wenn Investoren ihre Anteile verkaufen.

Außerdem kann man Rückkäufe auch theoretisch als ein Zeichen dafür sehen, dass ein Unternehmen seine Anteile als unterbewertet ansieht, obwohl das in der Realität nicht immer der Fall ist. Unternehmen sind sich dieses Effekts bewusst und einige nutzen dieses „Signal“, um ihren Aktienkurs zu unterstützen. So hat beispielsweise das mittlerweile verschwundene Lehman Brothers berühmterweise Ende Januar 2008 ein Aktienrückkaufprogramm begonnen. Das war wahrscheinlich ein Versuch, Vertrauen in seinen wackligen Aktienkurs zu bringen. Zehn Monate später gab es das Unternehmen nicht mehr. Sicher nutzen viele Unternehmen diese Rückkäufe, um ihre Investoren rational und ethisch zu belohnen, aber es ist wichtig zu bedenken, dass einige Unternehmen es zu ihren eigenen Zwecken nutzen.

Wie dem auch sei, man sollte Aktienrückkäufe als einen steuereffizienteren Weg für ein Unternehmen sehen, um seine Investoren zu belohnen, wenn seine Anteile unterbewertet sind. Unternehmen mit niedrigen KGVs wie Apple können von Rückkäufen enorm profitieren. Es ist jedoch wichtig, festzuhalten, dass wir bei diesem wichtigen und etwas komplexen Thema nur an der Oberfläche kratzen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Apple. The Motley Fool hält die folgenden Optionen: long January 2018 $90 Calls auf Apple und short January 2018 $95 Calls auf Apple.

Dieser Artikel wurde von Andrew Tonner auf Englisch verfasst und am 27.8.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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