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2 wertvolle Lektionen, die man in letzter Zeit von Warren Buffett lernen konnte

Quelle: The Motley Fool.

Bei den letzten Angaben gegenüber der Börsenaufsicht SEC legte Berkshire Hathaway (WKN:A2YJQ2) offen, dass das Unternemen seinen Anteil an Apple (WKN:865985) in Q2 um 55 % erhöht und eine bedeutende Anzahl der Aktie von Wal Mart (WKN:860853) verkauft hatte, um hier nur die bedeutendsten Aktienbewegungen zu nennen. Ich würde niemals raten, eine bestimmte Aktie zu kaufen oder zu verkaufen, nur weil ein Milliardär das gerade macht, aber hier ist alles, was man als Investor über diese Aktienbewegungen wissen sollte.

Apple kaufen, solange es noch billig ist

In Q2 kaufte Berkshire weitere 5,42 Millionen Aktien von Apple und erhöhte damit seinen Anteil um 55 %. Um fair zu sein, mit der Apple-Investition hat Buffett nichts zu tun – einer seiner Leute hat den Kauf durchgeführt. Der Kauf und der folgende Ausbau der Position ist aber etwas, das auch von Buffett hätte kommen können. Hier ein paar Merkmale, nach denen Buffett immer Ausschau hält.

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  • Ein extrem großer Markenname: Andere große Positionen von Buffett (Coca-Cola, Kraft Heinz, American Express) stehen hinter einigen der bekanntesten Marken der Welt.
  • Wird günstig gehandelt: Stand 26.08. wird die Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 12 gehandelt.
  • Geringe Schulden (relativ gesehen): Apple hat etwas mehr als 70 Milliarden US-Dollar Schulden, aber auch mehr als 230 Milliarden US-Dollar in Barmitteln und marktgängigen Wertpapieren. Zusätzlich dazu liegen die effektiven Zinsen bei nur 2,47 %.
  • Vergangenes Wachstum und ein profitables Geschäft: Apple konnte seine Umsätze und Gewinn in jedem einzelnen der letzten zehn Jahre in beeindruckender Weise erhöhen, darunter auch in den turbulenten Jahren 2008-2010

Ich könnte noch länger so weitermachen, der eigentliche Punkt ist aber, obwohl Buffett nicht selbst investiert hat, ergibt Apple im Portfolio von Berkshire viel Sinn. Wir wissen zwar nicht genau, wann Berkshire Apple zu welchem Kurs gekauft hat, aber ich schätze, dass ein wichtiger Grund einfach der war, dass Apple in Q2 noch billiger geworden ist.

APPLE, DATEN VON YCHARTS

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Das ist auch eine der wertvollsten Lektionen, die jeder langfristige Investor lernen kann. Wenn du deine Recherche machst und die Aktie eines exzellenten Unternehmens kaufst und sie einfach abschmiert, dann solltest du nicht in Panik verfallen und verkaufen. Stattdessen solltest du das als eine wertvolle Gelegenheit ansehen, um deine Position günstig auszubauen. Ich glaube auch, dass das viel damit zu tun hat, warum Berkshire nachgekauft hat.

Du solltest wissen, wann du aussteigen musst

In Q2 hat Berkshire auch 27 % seiner Position an Wal-Mart verkauft. Damit bleiben dem Unternehmen noch 40,2 Millionen Aktien. Das folgt auf den Verkauft von 950.000 Aktien in Q1. Die 40.2 Millionen verbleibenden Aktien sind aber immer noch 3 Milliarden US-Dollar wert – nicht gerade wenig – daher habe ich so das Gefühl, dass der Verkauf noch nicht zu Ende ist.

Um zu das zu erklären, müssen wir die Gründe in Betracht ziehen, warum Buffett Wal-Mart überhaupt gekauft hat. Berkshire begann 2005 ziemlich aggressiv Aktien von Berkshire zu kaufen und hat seinen Anteil an dem Unternehmen in den Jahren nach der Finanzkrise mehr als verdoppelt.

Zuerst einmal hat Buffett Wal-Mart gekauft, weil sie billig waren. Während der Krise 2009-2012, als Berkshire 26,7 Millionen Aktien gekauft hatte, wurde Wal-Mart auch mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von zwischen 11 und 15 gehandelt. Aktuell wird das Unternehmen mit einem KGV von 16,4 gehandelt. Das Umsatzwachstum und das Gewinnwachstum waren auch deutlich besser zum Zeitpunkt, als Buffett gekauft hatte.

Steuerjahr Umsatz Gewinn pro Aktie Umsatzwachstum Gewinnwachstum pro Aktie
2009 405,6 USD 3,35 USD 7,1 % 6 %
2010 408,2 USD 3,72 USD 0,6 % 11 %
2011 421,8 USD 4,18 USD 3,3 % 12,4 %
2012 447,0 USD 4,54 USD 6 % 8,6 %
2013 469,2 USD 5,02 USD 5 % 10,6 %
2014 476,3 USD 4,85 USD 1,5 % -3,4 %
2015 485,7 USD 4,99 USD 2 % 2,9 %
2016 482,1 USD 4,57 USD -0,7 % -8,4 %

DATENQUELLE: S&P GLOBAL MARKET INTELLIGENCE. UMSATZ IN MILLIARDEN USD

Alles in allem hatten das hohe Gewinnwachstum und die niedrige Bewertung zwischen 2009 und 2013 die Aktie sehr attraktiv gemacht. Die höhere aktuelle Bewertung zusammen mit negativem Gewinnwachstums in zwei von drei Jahren sind das nicht.

Darüber hinaus hatte Wal-Mart damals auch klarere Wettbewerbsvorteile. Seither hat sich Amazon zu einer Bedrohung entwickelt und selbst Buffett sagte im Mai, dass Wal-Mart jetzt unter Druck steht, mit Amazon konkurrieren zu müssen.

Wir werden sehen, ob Berkshire seine Position noch komplett abbauen wird oder ob man einfach nur das Risiko eines potenziellen Preiskriegs mit Amazon minimieren will. In jedem Fall ist eines klar: Wenn die ursprünglichen Gründe für einen Kauf nicht mehr zutreffen, dann ist es ok, die Sache nochmal zu überdenken und wenn nötig, auszusteigen.

Foolishes Fazit

Warren Buffett ist vielleicht der Investor, dem die ganze Welt auf die Finger schaut, nicht nur wegen den Aktien, die er kauft, sondern auch wegen der zeitlosen Investmentlektionen, die man aus seinen Käufen und Verkäufen ziehen kann. Der Punkt dabei ist nicht, das man jetzt Apple kaufen und Wal-Mart verkaufen sollte, sondern, diese Lektionen bei deinem eigenen Portfolio anzuwenden und bei den Aktien, die zu in Betracht ziehst.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon.com, Apple und Berkshire Hathaway (B).
Motley Fool empfiehlt American Express und Coca-Cola. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2018 $90 Calls auf Apple, Short Januar 2018 $95 Calls auf Apple.

Dieser Artikel wurde von Matthew Frankel auf Englisch verfasst und wurde am 26.08.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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