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Milliardär George Soros hat Barrick Gold verkauft: Solltest du das auch tun?

Foto: Pixabay, stevebidmed

Soros Fund Management verkaufte im zweiten Quartal den Großteil seines Anteils an Barrick Gold (WKN:870450).

Was ist passiert?

Barrick war der größte einzelne US-Anteil des Fonds, aber die Zulassungseinreichung des Unternehmens für das zweite Quartal lässt darauf schließen, dass Soros in Q2 Profite machte und dann die Position von 19,4 Millionen Anteile auf 1,07 Millionen verringerte.

George Soros ist bei vielen als einer der besten Investoren des Planeten bekannt, also werden seine Schritte genau beobachtet, um zu sehen, wo neue Möglichkeiten liegen könnten.

Lasst uns einen Blick auf den Goldmarkt werfen, um zu sehen, ob der Verkauf sinnvoll ist.

Der Goldmarkt

Gold sollte 2016 nicht steigen. Tatsächlich haben viele Analysten aufgrund von Zinsanstiegen in den USA ein weiteres hartes Jahr für das Metall erwartet.

Warum?

Höhere Raten ziehen den Wert des US-Dollars im Vergleich zu anderen Währungen nach oben. Gold ist in US-Dollar gepreist, also macht ein stärkerer Dollar Gold für globale Investoren teurer.

Steigende Raten in den USA erhöhen außerdem die Opportunitätskosten für das Halten von Gold, was nichts auszahlt.

Der Ansturm auf Gold begann, als Anfang des Jahres Ängste wegen der Weltwirtschaft und schwachen Daten aus den USA die US-Notenbank herausforderte. Das hat etwas Wind aus den Segeln des US-Dollars genommen und Gold nach oben geschickt.

Als das Jahr fortschritt, haben Analysten ihre Vorhersagen für Ratenbewegungen angepasst. Vor dem Brexit einigte man sich auf zwei Anstiege oder weniger.

Jetzt, da Großbritannien beschloss, die EU zu verlassen, werden die wirtschaftlichen Auswirkungen streng beobachtet. Frühe Anzeichen für Schwierigkeiten in Großbritannien legen nahe, dass die Chancen gut darauf stehen, das die US-Notenbank seine Raten 2016 gar nicht erhöhen wird.

Aber es gibt da einen Haken.

In den letzten Wochen haben durchwachsende Signale der US-Wirtschaft für eine Pause beim Goldansturm gesorgt. Deswegen debattieren Analysten weiter über das Timing des nächsten Schritts der US-Notenbank und immer wenn eine starke Zahl herauskommt, erhöhen sich die Chancen darauf, dass ein Ratenanstieg bis zum Ende des Jahres stattfinden wird.

Barrick

Das größte Goldunternehmen der Welt ist 2016 um 170 % gestiegen und liegt ungefähr da, wo es sein zweites Quartal beendete.

Barrick versucht gerade sich enorm zu wandeln und wenige Experten glaubten, das würde klappen. Das Unternehmen hat seine massive Schuldenlast im letzten Jahr um 3 Milliarden US-Dollar gesenkt und ist gut dabei, 2016 weitere 2 Milliarden US-Dollar loszuwerden.

Die Betriebskosten fallen auch. Das Unternehmen hat in Q2 1,34 Millionen Unzen Gold produziert, wobei die Gesamtkosten bei 782 US-Dollar pro Unze lagen. Die Prognose für das Gesamtjahr liegt bei 5 – 5,5 Millionen Unzen bei Gesamtförderkosten von 750 – 790 US-Dollar pro Unze.

Basierend auf diesen Kennzahlen ist Barrick der größte Produzent mit der niedrigsten Kostenstruktur unter den großen Goldspielern.

Solltest du kaufen oder verkaufen?

Die Zukunft von Gold lässt sich schwer vorhersagen.

Ängste wegen einer Schuldenblase in China und die Auswirkungen des Brexits lassen Investoren nervös zurück und das ist ein gutes Zeichen für Gold. Viele Länder haben sich für negative Raten entschieden, was das Metall weiterhin unterstützt.

Gleichzeitig senden US-Wirtschaftsberichte widersprüchliche Signale. Die Dinge könnten sich in beide Richtungen entwickeln.

Investoren, die den Mut hatten, Barrick Anfang des Jahres zu kaufen, sollten wahrscheinlich Soros‘ Beispiel folgen und Profit einstreichen. Das wäre das Vernünftige.

Wenn du jedoch glaubst, das Gold am Anfang steht und weiter steigen wird, verdient Barrick es, eine Top-Auswahl zu sein, da stärkere Edelmetallpreise die Aktie weiter in die Höhe treiben sollten.

Wegen der starken Entwicklung bis hierher würde ich neue Positionen klein halten, falls der Ansturm seinen Höhepunkt bereits erreicht hat.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Andrew Walker auf Englisch verfasst und am 16.8.2016 auf Fool.ca veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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