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3 Aktientipps für selbstfahrende Autos, die dir tausende Euro einbringen könnten

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Selbstfahrende Autos könnten innerhalb der nächsten zehn Jahre schon auf unseren Straßen ankommen, wenn man den meisten Prognosen der Industrie glauben kann. Daher expandieren viele Unternehmen in diesen Bereich, wie Chips, die es dem Computer ermöglichen, Dinge zu erkennen und Navigationssysteme. Aber bevor du investierst, solltest du die folgenden drei Tipps lesen:

BILDQUELLE: GOOGLE.

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1. Verstehe, was das Unternehmen verkauft

Viele Chiphersteller behaupten, Chips für selbstfahrende Autos zu verkaufen, aber die Investoren sollten auch den Unterschied zwischen den verschiedenen Chips verstehen. NXP (WKN:A1C5WJ) und Texas Instruments (WKN:852654) stellen Chips her, die verschiedene Funktonen innerhalb von verbundenen selbstfahrenden Autos steuern.

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NVIDIA (WKN:918422) und Qualcomm (WKN:883121) verkaufen Prozessoren für Infotainment und Navigationssysteme in high-tech Autos, die auf den Chips von ARM basieren (die eigentlich primär für mobile Geräte entwickelt wurden). Diese neueren Chips erlauben es dem Computer Dinge zu sehen, was unabdingbar für Fahrerassistenzsysteme ist. Mobileye (WKN:A119ES) verkauft solche Systeme, die auf günstigeren Kamera- und Radartechnologien beruhen. Das Unternehmen ist Marktführer in diesem Bereich und bedient auch etwa 90 % der führenden Autobauer weltweit. Mobileye verkauft auch Prozessoren für Computer, den EyeQ für neuere Fahrerassistenz- und selbstfahrende Systeme.

NVIDIA versucht, sein Wachstum in der Automobilindustrie zu nutzen, um die Kunden davon zu überzeugen, seine selbstfahrende Plattform Drive PX zu nutzen. Diese ist eine umfassende Entwicklungsplattform für selbstfahrende Autos. NXP hat auch eine ähnliche Plattform vorgestellt, Blue Box, die das Unternehmen bei der Übernahme von Freescale im letzten Jahr bekommen hat. Intel (WKN:855681) fällt im Vergleich zu anderen Unternehmen, die ARM-Prozessordesigns verwenden deutlich zurück. Daher hat Intel vor Kurzem erst zwei entsprechende Übernahmen getätigt (Yogitech und Itseez) und sich dann mit Mobileye und BMW zusammengetan, um den verlorenen Boden wieder gut zu machen.

2. Verstehe, wo der Umsatz herkommt

Mobileye ist ein Unternehmen, das nur im Bereich selbstfahrende Autos tätig ist, aber die anderen Chiphersteller, die ich vorgestellt habe, generieren den Großteil ihrer Umsätze in anderen Bereichen. Die Auto-Umsätze von NXP (inklusive der Umsätze von Freescale aus dem letzten Jahr) stiegen im letzten Quartal nur um 1 % im Jahresvergleich und machten 34 % des Umsatzes aus. Die Auto-Umsätze von TI stiegen im letzten Jahr im mittleren Zehnerbereich und machten 15 % der Einnahmen aus.

Bei NVIDIA stiegen die Einnahmen aus der Autosparte, die ausschließlich von verbundenen und selbstfahrenden Autos kommen, um 47 % im Jahresvergleich auf 113 Millionen US-Dollar, was 9 % der Umsätze ausmachte. Aber im Gegensatz zu NXP und TI, die von den langsameren Chipverkäufen in anderen Sparten wieder runtergezogen werden, wird der Rest des Umsatzes von NVIDIA von der starken Nachfrage nach den GPUs für Videospiele, Grafikkarten und Datenzentren gestützt.

EIN RENNAUTO MIT DRIVE PX 2. BILDQUELLE: NVIDIA.

Qualcomm und Intel geben nicht an, wie viel von ihren Umsätzen aus diesem Bereich kommt. Die Investoren sollten sich aber auch merken, dass obwohl Apple und Google von Alphabet oft in diesem Zusammenhang erwähnt werden, keines der beiden Unternehmen bisher bedeutende Umsätze in diesem Markt generiert.

3. Beachte die Bewertungen

Man sollte diese Fakten in Betracht ziehen und feststellen, dass Mobileye, das ein Umsatzwachstum von 68 % bis 129 % an nicht-GAAP-Gewinnwachstum im letzten Jahr erzielen konnte, die beste Möglichkeit ist, um direkt in selbstfahrende Systeme zu investieren. Viele Investoren hatten aber schon dieselbe Idee und daher wird die Aktie gerade mit dem 141fachen der Gewinne gehandelt. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis von 46 entspricht dem erwarteten Gewinnwachstum von 44 % für dieses Jahr, aber wenn die Ergebnisse leicht daneben liegen sollten, dann könnte die Aktie auch schnell wieder einbrechen.

NVIDIA könnte vielleicht die zweitbeste Wahl sein, aber in der Aktie ist schon viel Optimismus eingerechnet, immerhin wird sie mit einem KGV von 46 und einem erwarteten KGV von 34 gehandelt. Das Unternehmen wird aber immer noch mit einem Rabatt gehandelt, wenn man bedenkt, dass das Gewinnwachstum für dieses Jahr 45 % betragen soll.

NXP und TI, die jeweils mit dem 11fachen und dem 20fachen der erwarteten Gewinne gehandelt werden, sehen billiger aus, aber sind weniger direkt dem Markt für selbstfahrende Technologie ausgesetzt. Daher sollte man die beiden Unternehmen genau bewerten – wie die NFC-Chips für die NXP-Maschinen, Verbraucherelektronik und Kommunikation von TI – bevor man in eine von den beiden investiert. Beide Unternehmen sind auch große Zulieferer für das iPhone, was bedeutet, dass fallende Verkäufe beim iPhone jegliches Wachstum von verbundenen und selbstfahrenden Autos wieder zunichte machen könnten.

Lass dich von dem Hype nicht blenden

„Fahrerlos” ist der neueste Trend bei den Chipherstellern, aber als Investor sollte man die Prognosen der Industrie nicht ganz so ernst nehmen. Die Unfälle von fahrerlosen mit traditionellen Autos deuten an, dass die selbstfahrenden wahrscheinlich nur mit anderen selbstfahrenden Autos funktionieren werden. Die letzten Unfälle mit dem Autopiloten von Tesla zeigen die Gefahren, wenn man der Technik zu sehr vertraut. Daher sollten die Investoren diese Technologie als einen potenziellen Wachstumstreiber für die meisten Unternehmen sehen und nicht gleich als einen Gamechanger.

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Suzanne Frey ist Führungskraft bei Alphabet und Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.
Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A and C shares), Apple, Nvidia, NXP Semiconductors, Qualcomm und Tesla Motors. Motley Fool empfiehlt Intel.

Dieser Artikel wurde von Leo Sun  auf Englisch verfasst und wurde am 23.07.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.
The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2018 $90 Calls auf Apple, Short Januar 2018 $95 Calls auf Apple.

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