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Dank Absatz von iPhone SE: Apple performt besser als erwartet

Foto: Apple

Apple (WKN:865985) hat am Dienstag, den 26. Juli, die Einnahmen für das Q3 des Geschäftsjahres 2016 vorgelegt. Anleger haben diese wohlwollend zur Kenntnis genommen und die Aktie nachbörslich 7 % nach oben geschickt. Sehen wir uns doch einmal die jüngste Verkündung an und schauen, was diese für Investoren bedeutet.

Die wichtigsten Zahlen

Die Smartphone-Branche wird immer gesättigter, und das iPhone 6 war im Jahr 2015 für Apple ein riesiger Erfolg. Das bedeutet für 2016 natürlich, dass die Vergleiche zum Vorjahr schwierig aussehen. In diesem Kontext hat das Management die Umsatz-Erwartungen für das Q3 etwa 15 % nach unten korrigiert. Trotzdem sah dann der Absatz doch besser aus als erwartet.

Der Umsatz betrug im Q3 42,4 Milliarden US-Dollar, ein Rückgang von 14,5 % gegenüber dem Vorjahr. Dennoch konnte man die Erwartungen der Analysten der Wall Street, die bei 42,1 Milliarden lagen, übertreffen. Die Aktienrendite von 1,42 US-Dollar übertraf ebenfalls die Erwartungen, die bei 1,38 Dollar lagen.

Die Erwartungen für die Zukunft können oft wichtiger sein als der Blick zurück, und auch da sah es ermutigend aus. Für das Q4 des Geschäftsjahres 2016 erwartet das Unternehmen einen Umsatz von zwischen 45,5 Milliarden und 47,5 Milliarden US-Dollar. Diese Zahlen liegen über dem Durchschnitt dessen, was die Analysten erwarten: 45,7 Milliarden.

Apples CEO Tim Cook ließ im Pressestatement verlauten, dass das Geschäft am Ende über den Erwartungen lag, weil die Nachfrage nach dem iPhone SE größer als gedacht war. Er sagte: „Wir freuen uns, Ergebnisse für das Q3 vorlegen zu können, die besser aussehen als wir am Anfang des Quartals erwartet hatten. Das iPhone SE hat einen sehr guten Start hingelegt. Wir sind begeistert von der Nachfrage der Kunden und dem Feedback der Entwickler zu Software und Dienstleistungen, die wir im Juni auf der WWDC vorgestellt haben.“

Das iPhone machte etwa 57 % des gesamten Umsatz im Quartal aus, dieses Segment ist also von allerhöchster Wichtigkeit für die finanzielle Performance des Unternehmens. Apple konnte im Q3 40,4 Millionen iPhone-Geräte absetzen. Das ist zwar ein Rückgang von 15 % gegenüber dem Vorjahr, liegt aber trotzdem über den Einschätzungen der Analysten, die von 40,02 Millionen Stück ausgegangen waren.

Was bedeutet das für Anleger?

Wenn man ein Unternehmen unter die Lupe nimmt, sollte man nicht allzu viel Wert auf die Erwartungen der Analysten geben. Wenn man ein Unternehmen mit der Langzeitbrille auf der Nase betrachtet, ist das viel produktiver. Dennoch: Wenn man die Reaktion des Markts auf die Verkündung verstehen will, sollte man im Hinterkopf haben, dass der Umsatz über den Erwartungen lag, obwohl die Absätze gegenüber dem Vorjahr schwanden.

Die starken Absatzzahlen des iPhone SE sind natürlich ermutigend. Das SE hat in den USA einen vergleichsweise niedrigen Startpreis von 399 US-Dollar, viel günstiger als das iPhone 6S, das bei 649 Dollar losgeht. Dank des großen Anteils des SE im Quartal ist der Durchschnittspreis pro abgesetztem iPhone von 662 US-Dollar im Q3 2015 auf 595 US-Dollar gerutscht.

Dennoch war der Einfluss darauf auf die Profitmargen nicht zu groß. Die Bruttogewinn-Marge lag bei 38 % der Umsätze im letzten Quartal. Im Zeitraum vor einem Jahr waren es noch 39,7 %. Diese Performance zeigt, dass das Management einen hervorragenden Job macht, wenn es darum geht, ein knapper bepreistes Produkt anzubieten, während man den Aktionären weiterhin große Profite bewahrt und ihnen damit die Furcht vor sinkenden Einnahmen durch sinkende Margen nimmt.

Das iPhone SE ist darauf ausgerichtet, dass man Neukunden gewinnt und in den Apple-Kosmos lockt. Nicht nur, dass sich das Gerät besser verkauft als erwartet, aber der negative Einfluss auf den Profit ist auch verschmerzbar – und das ist wohl die positivste Meldung aus dem jüngst veröffentlichten Bericht.

Noch ein Plus: Das stabile Wachstum im Bereich der Dienste. Darunter tummeln sich Umsätze von iTunes, dem App Store, Apple Pay, Apple Care und anderen Services. Die Umsätze dort wuchsen gegenüber dem Vorjahr 19 %, erreichten fast 6 Milliarden US-Dollar im Quartal. Die gebündelten Dienste bilden nunmehr hinter dem iPhone die zweiterfolgreichste Sparte von Apple, machen vom Gesamtumsatz 14 % aus.

Beim iPhone schwanken die Absätze von Quartal zu Quartal, was es immer schwierig macht, die genauen Finanzen von Apple vorauszusagen. Andererseits sind die Dienste ja erneuerbar und stabiler, deswegen hilft, es natürlich, wenn dieser Geschäftszweig ein größeres Wörtchen im Konzern mitzureden hat.

Gut, die Erwartungen waren von Anfang an für dieses Quartal nicht gigantisch. Dennoch konnte das Unternehmen die prognostizierten Zahlen relativ souverän übersteigen. Das sind für die Zukunft natürlich ganz gute Neuigkeiten – kein Wunder also, dass die Aktie nach der Verkündung erstmal angestiegen ist.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Apple.

Dieser Artikel von Andres Cardenal erschien am 27.7.2016 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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