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Ist Premier Oil ein besserer Kauf als BP?

Foto: The Motley Fool

Seit Anfang des Jahres haben sich einige Ölaktion außerordentlich gut geschlagen. Darunter befindet sich auch der Nordseeölproduzent Premier Oil (WKN:A1H9WB), der einen Anstieg um 55 % im Jahresvergleich verbuchen konnte. Das war deutlich besser als im Fall von BP (WKN:850517), das im selben Zeitraum nur 26 % gutmachen konnte.

Diese Performance könnte einige Investoren zu der Annahme veranlassen, dass Premier Oil ein besserer Kauf ist als BP. Immerhin haben sie eine vernünftige Strategie, die das Unternehmen mittelfristig wieder profitabel machen und langfristig mehr Gewinn bringen sollte. Premier Oil hat auch versucht, seine Vermögenswerte zu reduzieren und die Effizienz zu verbessern, um sich erfolgreich an die extrem schwierigen Bedingungen im Ölsektor anzupassen.

Premier Oil hat auch den Nordseebetrieb von Eon gekauft. Das zeigt, dass Premier mit einem langfristig höheren Preis rechnet und auch fähig sein könnte, seinen Ausblick durch den Kauf hochwertiger Betriebsteile zu niedrigen Preisen zu verbessern.

Die Frage mit der Dividende

BP passt sein Geschäft auch an ein das Niedrigpreisumfeld an. Das Unternehmen hat versucht, die Kosten zu senken und effizienter zu werden, hat aber weiter die Dividende als Priorität, obwohl die Gewinne stark unter Druck stehen. Das wift die Frage auf, ob BP sich die aktuelle Dividende überhaupt leisten kann, oder ob eine Kürzung auf dem Plan steht.

Dieses Jahr soll die Dividende von BP nicht von den Gewinnen gedeckt sein, nächstes Jahr aber schon. Das sind gute Nachrichten für die künftigen Aktionäre und da BP ja auch eine Rendite von 6,2 % abwirft – im Vergleich zu 0 % bei Premier Oil – ist BP natürlich bei den Einkommensinvestoren deutlich beliebter.

Obwohl BP in den letzten Jahren zu Rationalisierungsmaßnahmen gezwungen war, handelt es sich dabei immer noch um ein großes Ölunternehmen, dessen Vermögenswerte exzellent und sehr diversifiziert sind. In diesem Sinne bietet BP weniger Risiko als Premier Oil, das viel kleiner und weniger diversifiziert ist. Wie schon erwähnt macht Premier keine Gewinne und die Prognosen besagen, dass das auch im laufenden Jahr und im nächsten Steuerjahr so bleiben soll. BP ist dagegen sehr profitabel und soll seine Gewinne im nächsten Jahr um über 100 % erhöhen.

Stabilität und Herausforderungen

In einer Zeit, wenn der Ölpreis unter Druck kommen kann, ist BP stabiler und hat den besseren kurzfristigen Ausblick und das könnte den meisten Investoren besser gefallen als die etwas trüberen Aussichten bei Premier Oil.

Trotz dieser Risiken ist das Kurs-Buchwert-Verhältnis von Premier aber nur 0,7 und das deutet an, dass es ein sehr guter Kauf ist. Die Aktie bietet eine große Sicherheitsmarge, eine vernünftige Strategie und Vermögenswerte, die bei steigenden Ölpreisen auch bessere Aussichten bieten. Die Gewinne von BP zusammen mit den außerordentlichen Wachstumsaussichten für das nächste Jahr, die diversifizierten Vermögenswerte und die sehr guten Aussichten bei der Dividende machen das Unternehmen zur besseren Option für langfristig orientierte Investoren.

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The Motley Fool UK hat BP empfohlen.

Dieser Artikel wurde von Peter Stephens  auf Englisch verfasst und wurde am 06.07.2016 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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