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12 Warren Buffett Zitate, die du noch nie gehört hast (und eins von Charlie Munger)

Foto: The Motley Fool

Harriman House hat uns, die wir Buffett studieren, allen einen Gefallen getan, indem er ein kommentiertes Transkript eines Symposiums veröffentlichte, das vor zwanzig Jahren in New York stattfand. Anwesend waren Berkshire Hathaways (WKN:A0YJQ2) CEO Warren Buffett und Vize Charlie Munger sowie ein kleiner Kreis aus Akademikern und Investoren (in der Fotogalerie erkennt man einen jungen Bill Ackman!). Für diejenigen unter euch, die sich nicht täglich in Richtung Omaha wenden, um zu beten, gibt es hier meine Auswahl der 11 besten Warren Buffett Zitate (und zwei von Charlie).

Über die Rolle des Vorstandes

„Als Aktienbesitzer interessiert es mich nur, dass der Vorstand zwei Dinge erreicht. Er sollte einen Manager erster Klasse anheuern und intervenieren, wenn dieser Manager erster Klasse Interessen verfolgt, die denen der Besitzer widersprechen.“

Was man mit einem durchschnittlichen CEO machen sollte

„Wenn man die Führungskraft erster Klasse bekommt – was eine Top-Priorität ist – muss er nicht der beste der Welt sein, sondern einfach nur ganz oben mitspielen. … Man kann vielleicht eine 5 zu einer 5,5 machen oder so, wenn man dafür sorgt, dass er sich mit vielen anderen CEOs konsultiert und viele Ratschläge vom Vorstand bekommt. Meiner Erfahrung nach macht man aber keine 5 zu einer 8. Ich glaube, es ist besser, eine 5 loszuwerden und dann eine 8 einzustellen.“

Über den relativen Einfluss von zu hohen Gehältern

„Bei der Frage des Gehalts könnte die Führungskraft erster Klasse in einen Konflikt mit den Besitzern geraten. Ich denke, dass das von einigen ausgenutzt wird, allerdings auch, dass das nicht auf viel hinausläuft, im Vergleich zu den anderen zwei Fragen – den Richtigen zu bekommen und die Frage nach Akquisitionen.“

Über den relativen Einfluss schlechter Akquisitionen

„Am Ende kosten die großen, dummen Akquisitionen den Anlegern viel, viel mehr Geld als alles andere.“

Über die ultimative Rechtfertigung schlechter Akquisitionen

„Ich würde sagen, dass mehr dumme Akquisitionen im Namen der strategischen Planung getätigt werden als aus anderen Gründen.“

Über die Widerspenstigkeit des schnellen Absegnens

„Ich habe Vorstand nach Vorstand gesehen, der Deals zugestimmt hat, von denen die Mitglieder später sagten ‚Weißt du, ich habe wirklich nicht gedacht, dass das eine gute Idee war, aber was sollten wir tun?‘ Es sollte da einen besseren Mechanismus geben, aber ich bin mir nicht sicher, wie der aussehen soll.“

Charlie Munger über Opportunitätskosten

„Alles sollte im Hinblick auf Opportunitätskosten betrachtet werden. Opportunitätskosten sind so einfach. Wenn du eine neue Investition tätigst, belaufen sich deine Opportunitätskosten auf die Kosten, welche die nächstbeste Wahl gehabt hätte. Gehe so durch das Leben anstatt mit diesem anderen Geschwafel und ich kann dir sagen, es funktioniert besser.“

Über Berkshire Hathaways einzigartige Aktionärsbasis

„Fast 90 % unserer Anteile werden von Menschen mit einer Steuerbasis von unter 100 US-Dollar pro Anteil gehalten.“

Das war 1996, aber auf einem jährlichen Treffen fast zehn Jahre später im Jahre 2006 zeigte Buffett seinem Publikum eine Folie mit den Prozentsätzen an Anteilen von Berkshire und einige seiner Rivalen mit großer Marktkapitalisierung, die im Vorjahr verkauft wurden (Turnover-Rate):

Unternehmen Ausstehende Anteile, die in einem Jahr gehandelt wurden, in Prozent
General Motors 487,14 %
Wal-Mart Stores 79,33 %
ExxonMobil 76,32 %
General Electric 47,93 %
Berkshire Hathaway 14,05 %

Quelle: Whitney Tilsons Notizen von dem jährlichen Berkshire Hathaway Treffen von 2006.

Er beobachtete dann:

„Ich denke, dass Berkshire eine niedrigere Turnover-Rate als jedes andere große Unternehmen in den USA hat. Ich habe Wal-Mart auf die Liste gesetzt, da die Walton Familie mehr Anteile an Wal-Mart besitzt als ich von Berkshire, also gibt es unsere niedrigere Turnover-Rate nicht nur deswegen. Unsere Anleger sind langfristige und loyale Besitzer. Wir haben die ehrlichste Einstellung zu Besitz im Vergleich zu allen anderen öffentlich gehandelten Unternehmen. Die Leute kaufen sie, um sie zu besitzen.“

Über Liquidität

„Tatsächlich habe ich an dem Tag, als wir [Berkshire Hathaway auf dem New York Stock Exchange] gelistet haben, zu Jimmy McGuire dem Spezialisten gesagt: ‚Ich werde dich für einen enormen Erfolg halten, wenn der nächste Handel mit dieser Aktie in ungefähr zwei Jahren ist‘. Und sie schienen darüber nicht begeistert zu sein.“

Der Nutzen von GAAP-Buchhaltungsdaten

„Die Zahlen, die uns die GAAP-Buchhaltung liefert, sind von ausreichendem Nutzen, damit wir entscheiden können, ob wir ein Geschäft kaufen wollen – ohne jemals zu sehen, ob eine Anlage existiert. Wir machen das jeden Tag. Wir haben Milliarden US-Dollar ausgegeben und dabei öffentliche Finanzdaten genutzt. Es gibt allerdings viele Finanzdaten, die wir nicht nutzen.“

Charlie Mungers über die Ansätze zur Buchhaltung von Bankern

„Wenn dich konventionelle Buchhaltung anekelt, solltest du dir die Buchhaltung des Investment-Banking anschauen: EBDA – Gewinne vor jeglichen Abzügen.“

Über das Potenzial, Buchhaltungsdaten falsch zu nutzen

„Es gibt keine Frage darüber, dass die Freiheiten, die ich als CEO von Berkshire habe, wenn es um das Berichten von Gewinnen geht, enorm sind. … In einem Versicherungsunternehmen mit Geschäften mit langer Abwicklungsdauer kann man [mit Reserven] alles so darstellen, wie man möchte – und das für einen Zeitraum, der wahrscheinlich genug Zeit umfasst, um entweder die Öffentlichkeit rauszukaufen oder eine große Börsen-Emission zu bewirken.“

Über den guten wirtschaftlichen Willen

„In den meisten Fällen würde ich sagen, dass die von uns gezahlten Prämien, die über den reinen Vermögenswerten liegen, die in den Büchern des Vorgängerunternehmens festgehalten sind, für den guten wirtschaftlichen Willen stehen. Wir schauen uns die Anlagen nicht einmal an. … Ich habe noch nie die Anlage für [das Schuh-Unternehmen] H.H. Brown gesehen. Wir denken nicht daran, dass wir physische Vermögenswerte bewerten. Wir denken an den wirtschaftlichen guten Willen. … Wir kaufen nur, wenn wir denken, dass sich dieser erhöhen wird.“

Um sich auf die Konferenz vorzubereiten, hat der Veranstalter Lawrence Cunningham sorgfältig Buffetts beste Zeilen aus Berkshires Aktionärsbriefen zusammengestellt – der Hauptteil der Veranstaltung. Das führte zu: „The Essays of Warren Buffett: Lessons for Corporate America“. Wenn du ein halbwegs ernsthafter Investor bist, würdest du dir selbst einen großen Gefallen tun, indem du das liest.

Kauf Aktien, die Warren Buffett kaufen würde...aber nicht kaufen kann

Weißt du, dass es viele gute Aktien gibt, die Warren Buffett nicht kaufen kann? So ist es. Und obwohl er diese Aktien nicht kaufen kann, du kannst es. Um drei dieser zu-klein-für-Buffett Aktien zu sehen, klick hier.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien). The Motley Fool besitzt Aktien von ExxonMobil und General Electric. The Motley Fool empfiehlt General Motors.

Dieser Artikel wurde von Alex Dumortier auf Englisch verfasst und am 2.7.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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