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Gerücht: Tesla Motors plant eine riesige Investition in eine neue Fabrik in China

Tesla-Werk in Fremont. Bildquelle: Tesla.

Der Hersteller von Elektroautos Tesla Motors (WKN:A1CX3T) arbeitet an einem Vertrag, um ein 9 Milliarden US-Dollar schweres Joint Venture in China zu beginnen. Dort soll eine Fabrik entstehen, die für die Produktion in dem Land zuständig ist. Dies vermeldet Bloomberg, das sich auf eine Person beruft, die „Wissen in dieser Angelegenheit“ hat.

Die Investition

“Shanghai hat sich als Spitzenkandidat herausgestellt, um die Produktionsbasis für Tesla Motors in China zu werden”, berichtet Bloomberg.

Der Bericht geht weiter: „Die Jinqiao Group, ein Unternehmen in Besitz der Shanghaier Regierung, hat eine nicht bindende Absichtserklärung unterzeichnet, dass die Fertigungsanlage in der Gemeinde gebaut wird, sagte die Person, die nicht namentlich genannt werden möchte, da die Verhandlungen noch im Geheimen stattfinden. Jede Seite könnte 30 Milliarden Yuan (4,5 Milliarden US-Dollar) in die Partnerschaft einbringen. Dabei bringt Jinquiao hauptsächlich Land ein, sagte die Person.”

Es ist wichtig zu verstehen, dass die Fabrik laut Bloomberg Tesla hilft, Zölle in Höhe von 25 % zu vermeiden. Damit würden die Fahrzeuge von Tesla deutlich günstiger in dem weltgrößten Automobilmarkt.

Warum Tesla eine chinesische Fabrik benötigt

Obwohl eine Fabrik in China für Tesla zweifelsohne ein großer und wichtiger Meilenstein ist, kommt sie nicht überraschend. Manager von Tesla inklusive Elon Musk haben bereits Interesse angedeutet, unter Umständen eine Fabrik zu bauen, um die Fahrzeuge vor Ort in dem Land zu fertigen.

“Das Model 3 ist in [ungefähr] 2 Jahren da. Eine Fabrik in China für die lokale Nachfrage könnte ein Jahr danach entstehen“, schrieb Musk letzten Oktober auf Twitter.

Bemerkenswert ist, dass Musk die Zeitvorgabe veröffentlichte, bevor das Unternehmen Anfang dieses Jahres seinen Plan ankündigte, die Produktion zu verdoppeln und das ursprüngliche Ziel bis 2020 500.000 Autos pro Jahr zu bauen bereits 2018 zu erreichen. Die Nachfrage nach dem im März vorgestellten niedrigpreisigen Model 3 ist höher als erwartet und spornte das Unternehmen an, seine Produktionszahlen zu steigern.

Model 3. Foto: Tesla Motors.

Model 3. Foto: Tesla Motors.

In einem Interview von CCTV gab John McNeil, Teslas Präsident für den weltweiten Vertrieb, seine Meinung zu diesem Thema ab, nachdem das Unternehmen seine beschleunigten Produktionspläne bekannt gab. Er deutete an, dass Tesla ernsthaft über eine Fabrik in China nachdenkt.

Wir haben die Produktionskapazität in jedem der letzten Jahre verdoppelt und wir werden sie weiterhin verdoppeln. Ein Punkt, auf den sich das gesamte Unternehmen konzentriert, ist, sicherzustellen, dass wir bereit sind, das Model 3 pünktlich auszuliefern. Daher werden wir die nötige Fertigungskapazität dafür bereithalten. Wir haben eine Fabrik in Kalifornien, die ungefähr 600.000 Autos pro Jahr fertigen kann, aber darüber hinaus – wie ich gesagt habe – wollen wir eine weitere Fabrik. Diese könnte sehr gut in China entstehen.

Teslas größtes Problem ansprechen

Wenn es um Teslas Fähigkeit geht, die Verkaufszahlen zu erhöhen, dann ist die Produktion, nicht die Nachfrage, das größte Problem für das Unternehmen. Die beschränkte Produktionskapazität ist mit Sicherheit das größte Problem.

Nach der letzten Zählung haben 373.000 Kunden eine Bestellung mit Anzahlung für das Model 3 aufgegeben. Tesla hat betont, dass diese Bestellungen mit nur sehr wenig Informationen über das Auto getätigt wurden und ohne Werbung. Tesla ging sogar so weit, in dem SEC-Bericht zu sagen, dass es die Bestellungen mit nur minimalem Aufwand weiter steigen lassen könnte, wenn es wollte.

Eine neue Fabrik in Teslas am schnellsten wachsendem Markt könnte die Engstelle in Teslas Produktion beseitigen.

Tesla ist wahrscheinlich besonders daran interessiert, eine Fabrik in China zu bauen, wenn man die geografische Verteilung der Bestellungen für sein Model 3 sieht. China ist der zweitgrößte Markt bei den Bestellungen – gleich nach den USA.

Der Bericht über eine Fabrik in China ist natürlich nur Spekulation. Aber er zeigt ein Problem, das Tesla irgendwann angehen muss. Und die Lösung ist vielleicht nicht so eindeutig, wie es scheint. Erst kürzlich musste es durch Aktienverkäufe Geld aufbringen. Teslas wachsende Zahl an großen Investitionen macht es nicht leicht, genug Kapital aufzutreiben.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla Motors.

Dieser Artikel wurde von Daniel Sparks auf Englisch verfasst und am 20.06.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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