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Drei Schnäppchen, die du zurzeit kaufen kannst: Western Digital, General Motors und Intel

Foto: Pixabay, LJ

Von Zeit zu Zeit sind Aktien im Angebot. Im Laufe des letzten Jahres blieb der S&P500, trotz der verbesserten Geschäfte einiger Unternehmen, fast unverändert. Aus diesem Grund haben Investoren eine große Auswahl an Schnäppchen. Lass uns einen Blick auf vier vielversprechende Unternehmen werfen, die derzeit günstig gehandelt werden.

Western Digital bietet eine attraktive Dividende

Aktien des Festplatten-Herstellers Western Digital (WKN:863060) sind im Laufe des letzten Jahres um mehr als 50 % gefallen. Derzeit wird Western Digital zu einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von ungefähr 13 gehandelt – sehr gering im Vergleich zum Markt. Viel interessanter ist Western Digitals starke Dividende: die Aktie erzielt eine Rendite von 4,27 %.

Das Kerngeschäft sind die Festplatten und diese sind eng mit dem traditionellen PC verbunden, was ein Problem ist, da PC Verkäufe vor allem in den letzten Jahren gefallen sind. Die verlängerten Wiederbeschaffungszyklen und die steigende Anzahl der Endverbraucher und Geschäftskunden, die mobile Geräte als Alternative verwenden, tragen zu diesem Ergebnis bei.

Vor kurzem schloss Western Digital die Akquisition von SanDisk ab, einem Flash-Speicher Spezialisten. Der Kauf war mit dem Argument, dass Western Digital zu viel gezahlt hatte, umstritten und der Deal mit Chinas Unisplendour (welches der Investmentfirma ermöglicht hätte, 15 % des Festplatten-Herstellers zu erwerben) ist ausgefallen.

Aber sein Geschäft wächst vielfältig. Im letzten Quartal kamen nahezu zweidrittel seiner Erträge aus Quellen, die nichts mit dem PC zu tun haben. Die Integration von SanDisk wird Western Digital weiterhin diversifizieren und seine Verkäufe um 30 % verstärken.

SanDisk ist ein großer Spieler im Markt der soliden, statischen Laufwerke, eine Technologie die sich langsam von der Nachfrage nach Festplatten abhebt. Es verstärkt auch die steigende Macht der mobilen Geräte.

General Motors zahlt sogar mehr

Automobilgigant General Motors (WKN:A1C9CM) weist mit 5,23 % bei aktuellen Zahlen eine noch eindrucksvollere Dividende als Western Digital auf. Im Januar 2014 deklarierte es (seit der Konkursanmeldung) zum ersten Mal Dividende und hat sie seither schon zweimal erhöht. Gleichzeitig aber haben GMs Aktien mehr als 27 % an Wert verloren. Sein Kurs-Gewinn-Verhältnis hat sich dadurch gestaut und schwebt im einstelligen Bereich.

Die Angst, dass sich eine Subprime Automobilkredit-Blase bildet hat ihren Tribut zu Lasten von GMs Aktien gefordert, entlang mit langfristigen Sorgen um sein fundamentales Geschäftsmodell: In der Ära der selbstfahrenden Autos und elektrischen Fahrzeuge – kann der antike Autohersteller aus Detroit da überleben? Aber GM hat sich nicht von Innovation zurückgezogen: es investierte in Lyft, erwarb Cruise Automation, und baute eigenständig weitreichende Elektroautos.

Im letzten Quartal waren GMs Geschäfte in Nordamerika rentabel und in Europa hat es kostendeckend gearbeitet. Für 2016 erwartet das Unternehmen einen freien Cashflow von knapp 6 Milliarden US-Dollar.

Intels PC Geschäft hatte zu kämpfen, aber seine anderen Einheiten sind gewachsen

Chipgigant Intel (WKN: 855681) steht ähnlichen Herausforderungen wie Western Digital gegenüber. Ein Großteil seiner Geschäfte sind mit dem PC verknüpft und sinkende Auslieferungen fielen zur Last der Investoren. Über die letzten 12 Monate wurden Intels Aktien in einer sehr kleinen Spanne gehandelt – die Aktie ist im Grunde genommen seit letztem Juni unverändert. Abgesehen davon sind die Unternehmensgewinne und Nettoeinkommen gestiegen: im letzten Quartal generierte Intel einen Umsatz von 13,7 Milliarden US-Dollar (+7 %) und 2 Milliarden US-Dollar Nettoeinkommen (+3 %) . Intel wird derzeit bei einem KGV von 13,45 gehandelt und bietet Investoren eine Dividendenrendite von 3,25 %.

Das Unternehmen leitet den Großteil vom Gewinn von seiner Client Computing Group ab, welches im Wesentlichen aus Prozessoren besteht, die sie für den Betrieb von traditionellen Desktop und Laptop PCs verkaufen. Im letzten Quartal sind die Einnahmen von Client Computing auf einer jährlichen Basis um nur 2 % gestiegen, aber andere Teile des Geschäftes wachsen viel schneller. Insbesondere die Gewinne seines Data Center Geschäfts sind im Jahresvergleich um 9 % gestiegen und die Gewinne aus dem Bereich Internet der Dinge und Sicherheit sind jeweils um 22 % und 12 % gestiegen.

Falls der Markt für traditionelle PCs wieder ansteigt, könnten Intels Investoren belohnt werden. Auch wenn er dies nicht tut, könnte der Wachstum in anderen Segmenten für Aktionäre längerfristig vorteilhaft sein.

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The Motley Fool empfiehlt General Motors und Intel.

Dieser Artikel wurde von Sam Mattera auf Englisch verfasst und wurde am 19.06.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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