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3 Biotech-Aktien, die Milliardäre kaufen – und ich auch: Novavax, Agile Therapeutics und Flexion Therapeutics

Foto: Pixabay, jarmoluk

Milliardenschwere Investoren haben schon bewiesen, dass sie in guten wie in schlechten Zeiten Geld verdienen können und obwohl man niemals jemandem blind folgen sollte, kann es eine gute Idee sein, die Käufe und Verkäufe der weltbesten und klügsten Investoren zu verfolgen. Das kann einem nämlich gute Investmentideen geben. Unter diesem Gesichtspunkt habe ich die vierteljährlichen Berichte meiner liebsten Milliardäre an die Börsenaufsicht untersucht und diese drei interessanten Aktien für mein Portfolio entdeckt:

Novavax

George Soros ist vielleicht der einflussreichste Hedgefondsmanager der Geschichte und obwohl sich die Aktien in seinem Portfolio häufig ändern, habe ich diesen äußerst interessanten Kauf von 30.000 Aktien von Novavax (WKN:898527) gefunden.

Soros managt Milliarden von Dollar, daher ist das eine sehr kleine Position für ihn und der Kauf könnte andeuten, dass er schon mal das Terrain sondiert, bevor die Daten aus Phase 3 eines Impfstoffes gegen RSV oder Respiratorischer Syncytial-Virus herauskommen. Bei RSV handelt es sich um einen häufigen Grund, warum kleine Kinder und ältere Mitmenschen ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Aktuell gibt es kein zugelassenes Mittel, um RSV zu vermeiden. In den Versuchen wurden über 1.600 ältere Leute getestet und RSV-F von Novavax ist bisher das erste Mittel, das bei diesen Patienten Wirkung zeigt.

Wenn die Ergebnisse der endgültigen Tests diese Ergebnisse bestätigen können (die Daten werden im dritten Quartal erwartet), dann könnte dieses Impfmittel schon 2017 erhältlich sein. Da RSV in den USA jährlich zu 132.000 Krankenhausaufenthalten von Kleinkindern und 180.000 alten Leuten führt, könnte diese Impfung zu einem Bestseller werden.

Es ist unklar, wie viel dieser Impfstoff Novavax einbringen könnte, aber das Management hat in der Vergangenheit gemeint, das Spitzenpotenzial dieses Medikaments könnte bei über 6 Milliarden US-Dollar pro Jahr liegen. Das ist zwar eine nicht nachvollziehbare Vorhersage, aber wenn RVS-F bei den Senioren funktioniert und zusätzliche Tests zeigen, dass es auch bei schwangeren Frauen benutzt werden kann, um RSV bei Babies zu verhindern, dann sind Umsätze in Milliardenhöhe möglich, Immerhin schätzt das Unternehmen, dass bis 2020 111 Millionen Senioren allein in den USA dafür in Frage kämen. Wenn das Unternehmen diese Patienten für sich gewinnen kann, dann könnte die Marktkapitalisierung von 1,7 Milliarden US-Dollar zu niedrig sein.

BILDQUELLE: AGILE THERAPEUTICS.

BILDQUELLE: AGILE THERAPEUTICS.

Agile Therapeutics

Bruce Kovner hat ein Nettovermögen von 5 Milliarden US-Dollar angehäuft und in Q1 hat sein Unternehmen Caxton Corp kräftig bei Agile  Therapeutics (WKN:A1135H), einem Medikamentenhersteller im klinischen Stadium nachgekauft. Caxton hatte im Januar 23.000 Aktien des Unternehmens, bis März hatte er auf 1,4 Millionen aufgestockt.

Das ist schon mal ein großes Vertrauensbekenntnis für Agile, ein winziges Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von nur 234 Millionen US-Dollar, das dabei ist Twirla zu entwickeln, ein Verhütungspflaster für Frauen, das einmal pro Woche aufgebracht wird. Die Ergebnisse der Phase-3-Studien werden gegen Ende des Jahres erwartet.

Sollten diese positiv ausfallen, dann könnte das Unternehmen perfekt positioniert sein, um Marktanteile von oral einzunehmenden Verhütungsmitteln zu ergattern und da dieser Markt über 5 Milliarden US-Dollar wert ist, müsste man auch nicht viele Marktanteile gewinnen, um dieses Unternehmen als unterbewertet einzustufen.

Caxton war auch nicht der einzige einflussreiche Fonds, der im letzten Quartal die Aktie gekauft hat. Die Fonds Vivo Capital, LLC und RA Capital Management, die sich auf das Gesundheitswesen konzentrieren, haben auch jeweils 2 Millionen und 1,06 Millionen Aktien gekauft.

Da Agile sich an eine große Patientenbevölkerung wendet und Twirla eine einfachere Alternative zu der täglich oral einzunehmende Pille ist, kann ich gut verstehen, warum diese Milliardäre sich so dafür interessieren.

BILDQUELLE: FLEXION THERAPEUTICS.

BILDQUELLE: FLEXION THERAPEUTICS.

Flexion Therapeutics

Die Aktie von Flexion Therapeutics (WKN:A1XEDR) ist in letzter Zeit gestiegen, als das Management meldete, die FDA hätte grünes Licht gegeben, um die Zulassung des Osteoporosemedikaments Zilretta zu beantragen, das sich gegen Kniebeschwerden richtet. Die Tatsache, dass die Aktie seit März über 80 % zugelegt hat, wird den Investmentteams von Millennium Management und Renaissance Technologies, zwei riesigen Hedgefonds unter der Ägide von milliardenschweren Investoren, gefallen haben. Immerhin haben sie jeweils 125.414 und 124.500 Aktien von Flexion in Q1 gekauft.

Obwohl es keine Garantie dafür gibt, dass die FDA Zilretta zulassen wird, zielt das Medikament auf eine riesige Gelegenheit ab, die sich zu einem Milliardengeschäft entwickeln könnte. Jedes Jahr werden in den USA 12 Millionen Patienten wegen Osteoarthritis-Schmerzen im Knie behandelt und etwa 5 Millionen dieser Patienten werden mit vierteljährlichen Corticosteroidinjektionen behandelt, die oft bis zur nächsten Injektion schon keine Wirkung mehr zeigen.

In den klinischen Tests verschaffte Zilretta Schmerzlinderung für bis zu drei Monate und die Patienten sahen eine Schmerzreduktion von 50 % in den Wochen 1 bis 12. Das könnte gut genug sein, um den Einsatz von Corticosteroiden bei vielen dieser Patienten zu ersetzen. In diesem Fall könnte das ein Bestseller werden, denn das Management setzt den Preis bei 2.000 US-Dollar pro Patient und Jahr an.

Aufgrund der Größe des Marktes bräuchte das Medikament auch keinen großen Marktanteil, um seine Investoren reich zu machen, besonders da die Marktkapitalisierung von Flexion Therapeutics bei nur 348 Millionen US-Dollar liegt.

Foolishes Fazit

Hedgefonds kaufen und verkaufen Aktien aus verschiedenen Gründen und ohne die einzelnen Gründe zu kennen, wäre es ziemlich doof, es ihnen einfach nachzumachen und sich die Recherche zu sparen.

Es handelt sich bei den drei Aktien um hochspekulative Wetten. Daher sollten risikoscheu Investoren sie meiden. Aber wenn dir das Risiko nichts ausmacht und du wie ich in Biotech-Aktien im klinischen Stadium investierst, dann könnten diese Wachstumsvoraussetzungen in diesem Fall einen Kauf rechtfertigen.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Todd Campbell auf Englisch verfasst und wurde am 07.06.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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