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Dividendeninvestoren sollten die Aktie von Starbucks in Betracht ziehen

Foto: The Motley Fool.

Die „Dividendenwachstumsformel” (das hab ich mir gerade ausgedacht) ist ziemlich einfach. Es gibt nur zwei Teile: Die aktuelle Dividende und das potentielle Dividendenwachstum. Die besten Aktien schneiden in beiden Kategorien gut ab, aber davon gibt es nur sehr wenige. Viel öfter muss man als Investor Kompromisse eingehen und in diesen Fällen sehe ich mit gerne Aktie mit relativ niedrigen Dividenden aber massivem Potential an.

Der S&P 500 bietet aktuell eine Durchschnittsrendite von etwa 2,1 %, daher sollte man sich Aktien, die weniger abwerfen unter dem Gesichtspunkt ihres Wachstumspotenzials ansehen. Starbucks (WKN:884437) zahlt aktuell 1,4 %, aber in fünf Jahren könnte sich diese Dividende leicht verdoppeln und damit hätten wir dann auch eine jährliche Rendite unserer ursprünglichen Investition, die über dem aktuellen Marktdurchschnitt liegt. Daher wollen wir heute einen Blick darauf werfen, warum Starbucks in ein Dividendenwachstumsportfolio gehört.

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Starbucks wächst immer noch schnell

Die Aktie zahlt aktuelle eine moderate vierteljährliche Dividende von 0,20 US-Dollar pro Aktie (1,4 % Rendite pro Jahr), die im vierten Steuerquartal des letzten Jahres verkündet wurde. Das ist ein Anstieg um 25 % verglichen mit der Dividende aus dem Steuerjahr 2015 und viermal mehr als die anfängliche Dividende von 2010.

Es ist zwar unwahrscheinlich, dass Starbucks dieses Dividendenwachstum in den nächsten fünf Jahren aufrecht erhalten können wird, aber es ist nicht unvernünftig ein Dividendenwachstum im mittleren bis hohen Zehnerbereich zu erwarten und zwar aus mehreren Gründen.

Erstens steigert das Unternehmen auch weiterhin den Umsatz und die Gewinne in einem guten Tempo. In den ersten sechs Monaten des Steuerjahres 2016 stiegen die Umsätze um 10,7 %. Das operative Einkommen stieg um 13,5 % vorrangig aufgrund von Verbesserungen bei den operativen Kosten, vor allem bei den Allgemein- und Verwaltungskosten. Das Nettoeinkommen sank im Jahresvergleich aufgrund eines einmaligen Zugewinns in Q1 2015, erhöhte sich aber um 16,2 % im zweiten Quartal.

In den nächsten fünf Jahren erwarten die Analysten, dass sich der Gewinn pro Aktie jährlich um etwa 19 % erhöhen soll. Voraussetzung dafür ist, dass Starbucks auch weiterhin seine Präsenz in Amerika und Asien mit neuen Läden und Produkten erhöht. Das Unternehmen plant 1800 neue Läden im Steuerjahr 2016 zu eröffnen. Das ist ein ähnliches Expansionstempo wie in den letzten 12 Monaten. Das Gewinnwachstum pro Aktie unterstützt meinen zweiten Grund für kontinuierliches Dividendenwachstum.

Spielraum, um den Aktionären mehr zu zahlen

Die Auszahlungsquote ist bei Starbucks bisher relativ niedrig. Das Unternehmen wird 42 % seiner erwarteten Gewinne dieses Jahr in Form von Dividenden auszahlen. Vergleichen wir das mal mit einem etablierteren Dividendenzahler im Restaurantbereich wie McDonald’s. Dieses Unternehmen zahlt konsequent Dividenden von über 60 % und nahe der Marke von 70 % seiner Gewinne aus. Das bedeutet, das Dividendenwachstum könnte die hohen Erwartungen beim Gewinnwachstum überholen.

Diese niedrige Auszahlungsquote liegt teilweise daran, dass das Unternehmen auch in Aktienrückkäufe investiert. Aktuell läuft ein Programm, um 125 Millionen Aktien (8,5 % der ausstehenden Aktien) zurückzukaufen. In Q2 allein wurden schon 23 Millionen Aktien zurückgekauft. Da Starbucks auch weiterhin seine eigenen Aktien zurückkauft, wird sich das bei den Dividenden zeigen. Für jede Aktie, die das Management kauft, ist eine weniger im Umlauf, für die eine Dividende gezahlt werden muss.

Zusätzlich hat Starbucks jede Menge freien Cashflow, sobald nicht mehr so viel in neue Cafés investiert wird. Das Unternehmen gibt schon jetzt mehr Lizenzen heraus, um den Kapitalaufwand zu reduzieren, der nötig ist, um eigene Cafés zu entwickeln und zu betreiben, besonders in Europa. Die Investitionsausgaben sollen sich 2016 im Jahresvergleich um moderate 4 % erhöhen. In den letzten fünf Jahren waren es 140 %. Da weniger in Investitionen fließt, wird Starbucks auch mehr Geld haben, das an die Investoren zurückfließen kann.

Ein kurzer Blick auf die Bewertung

Starbucks mag vielleicht etwas teuer aussehen, wenn man bedenkt, dass es für fast das 30fache der erwarteten Gewinne gehandelt wird. Das deutlich niedrigere KGV von McDonald’s liegt bei 24,5 und andere Hersteller von Verbraucherprodukten wie Colgate-Palmolive (24) und Kraft-Heinz (30) liegen etwas auf demselben Niveau. Abgesehen davon wird die Aktie gerade um 18 % günstiger bewertet als im August letzten Jahres. Bei etwa 56 US-Dollar pro Aktie liegt das Unternehmen 12,5 % unter seinem 52-Wochenhoch.

Bei Starbucks ist das Wachstum also eingepreist und das aus gutem Grund. Der anhaltend starke Umsatz, die steigende Zahl an Cafés und das Segment abgepackte Verbrauchsgüter zeigen keine Ermüdungserscheinungen. Zusätzlich wächst das Nettoeinkommen inzwischen sogar noch stärker.

Bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 30 scheint Starbucks fair bewertet, daher sollten die Investoren nicht zu viel Expansion erwarten. Aber die Dividende und das enorme Wachstumspotenzial zusammen mit dem anhaltend starken Gewinnwachstum bedeuten, dass zu viel Expansion auch nicht nötig sein wird, um von dieser Aktie zu profitieren.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Starbucks.

Dieser Artikel wurde von Adam Levy auf Englisch verfasst und wurde am 28.05.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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