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Wann wird sich Vodafone seine Dividende leisten können?

Foto: Vodafone

Die Aktionäre von Vodafone (WKN:A1XA83) hatten letzte Woche Grund zur Freude als die Jahreszahlen verkündet wurden. Gleichzeitig wurde die Dividende um 2 % auf 11,45p pro Aktie angehoben. Die Dividende ist ein starkes Argument für die Investoren mit einer Rendite von 5 % beim aktuellen Kurs von 228p. Aber kann sich Vodafone das überhaupt leisten?

Der Cashflow ist die Voraussetzung für die Dividende

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Oberflächlich betrachtet, sieht die Sache nicht gut aus. Der Gewinn pro Aktie erreichte gerade mal 5,04p und das wird die Dividende nicht einmal annähernd decken. Die Gewinne sind eines, aber der Cashflow ist der ausschlaggebende Faktor. Da Project Spring und die damit verbundenen massiven Investitionen jetzt abgeschlossen sind, stellt sich die Frage, wie es mit dem Cashflow weitergeht?

Die folgende Tabelle zeigt einige ausgewählte Zahlen, auf die ich dabei Bezug nehmen werde.

Steuerjahr Investitions-ausgaben (Milliarden GBP) Freier Cashflow (Milliarden GBP) Lizenz- & Spektrumskosten (Milliarden GBP) Umstrukturierungs-kosten (Milliarden GBP) Freier Cashflow nach
Lizenz- & Spektrumskosten,
Umstrukturierungs-kosten (Milliarden GBP)
Dividenden (Milliarden GBP)
2012/13 5,3 5,7 2,5 0,3 2,9 4,8
2013/14 6,3 4,4 0,9 0,2 3,3 5,1
2014/15 9,2 1,1 0,4 0,3 0,4 2,9
2015/16 8,6 1 2,9 0,2 -2,1 3
2016/17 6,8 (geschätzt) >3,2 1,5 (durchschnittlich) 0,25 (durchschnittlich) >1,4 3,1 (geschätzt)

Die erhöhten Investitionsausgaben im Steuerjahr 2014/15 (9,2 Milliarden GBP) und 2015/2016 (8,6 Milliarden GBP) spiegeln das Investitionsprogramm Project Spring wieder. Isoliert scheinen diese Zahlen riesig, aber wenn wir einen Blick auf andere Jahre werfen, dann sehen wir, dass dieses Project die Investitionen von drei Jahren in zwei Jahre reinpackt. Massive jährliche Investitionen sind in diesem Industriezweig einfach notwendig.

Basierend auf den Angaben des Unternehmens habe ich berechnet, dass die Investitionen sich 2016/17 auf 6,8 Milliarden GBP normalisieren sollte – das sind 1,8 Milliarden GBP weniger als im vergangenen Jahr. Das wird den freien Cashflow von 1 Milliarde GBP auf mindestens die im Ausblick explizit erwähnten 3,2 Milliarden GBP anheben. Wie du siehst würde das die Dividende abdecken, die ich bei 3,1 Milliarden GBP ansetzen würde. Das wäre auch das erste Mal seit 2012/13, dass die Dividende gedeckt wäre.

Der erwartete freie Cashflow, den uns Vodafone im Ausblick anbietet, versteht sich aber vor Fusionen und Übernahmen, Lizenz- und Spektrumskosten und Umstrukturierungskosten. Fusionen und Übernahmen sind selbstverständlich nicht zwingend erforderlich, aber ich würde die anderen Kosten lieber als jährlich wiederkehrende und notwendige Ausgaben klassifizieren. Daher hat der freie Cashflow die Dividende in den letzten vier Jahren auch nicht gedeckt und wird das 2016/17 auch nicht schaffen, wenn wir annehmen, dass der Jahresdurchschnitt der Lizenz-, Spektrums- und Umstrukturierungskosten bei 1,75 Milliarden GBP liegen wird.

Ein viel ermutigenderes Bild

Wenn der Ausblick von Vodafone stimmt und ich mit meinen Schätzungen richtig liege, dann wird Vodafone dieses Jahr noch keine Deckung der Dividende erreichen (nach den erwähnten Kosten). Wenn aber der operative Cashflow steigt und die Investitionen in Project Spring in den nächsten Jahren wieder hereinkommen und wir bedenken, dass noch 10,2 Milliarden GBP für Fusionen und Übernahmen zur Verfügung stehen, dann sieht man auch, dass sich Vodafone zügig in eine Position begibt, wo der freie Cashflow solch eine Dividende leistbar machen würde.

Zusammengefasst heißt das, dass der Ausblick auf den Cashflow ein deutlich ermutigenderes Bild ergibt, als wenn wir uns nur den Gewinnausblick ansehen. Daher scheint mir die Dividenden von 5 % attraktiv.

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The Motley Fool UK besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von G A Chester auf Englisch verfasst und wurde am 20.05.2016 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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