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Mittwochsbilanz: Allianz überzeugt, Deutsche Börse auf Höhenflug, Lufthansa schmiert ab

Foto: The Motley Fool, Matt Koppenheffer

Der DAX erwischte einen guten Start in die Handelswoche. Und das war’s dann auch.

Seit Dienstag stehen in Deutschland die Kursampeln auf „Rot“, und der DAX schaut sich die 10.000er-Marke wieder von unten an. Auslöser der miesen Stimmung auf dem Parkett waren ein steigender Euro und schlechte Unternehmensnachrichten.

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Aber es gab auch positive Ausnahmen …

Was war an der Börse los?

Der DAX (WKN:846900) startete optimistisch in den Mai. Positive Wirtschaftsdaten aus China und der Eurozone sorgten am Montag für gute Stimmung auf dem Parkett, die auch der am Nachmittag anziehende Eurokurs nicht trüben konnte. Das Börsenbarometer stieg um 0,8 % auf 10.123 Punkte.

Besonders gut lief es bei der Allianz (WKN:840400), die vor Handelsbeginn Quartalszahlen vorgelegt und mit ihrem Gewinn die Erwartungen der Parkettastrologen übertroffen hatte. Die Aktie von Deutschlands größtem Versicherer legte 2,9 % zu.

Bankaktien erwischten europaweit keinen guten Tag. Das bekam vor allem die Deutsche Bank (WKN:514000) zu spüren, die obendrein auch noch Schwierigkeiten beim Kampf gegen Terrorfinanzierung und Geldwäsche hatte einräumen müssen. Marktteilnehmer quittierten dies mit einem Minus von 2,7 % und schickten die Anteilscheine des einstmals vornehmen Geldhauses tief in den Börsenkeller.

Am Dienstag bewerteten die Börsenakteure den steigenden Eurokurs, den sie zu Wochenanfang noch ignoriert hatten, wieder negativ. Hinzu kamen schlechte Unternehmensdaten. Kein Wunder also, dass die Farbe „Rot“ die deutschen Kurstafeln dominierte. Der Leitindex durchbrach kurz nach Handelsbeginn die Marke von 10.000 Punkten. In der Bilanz des zweiten Handelstages stand ein DAX-Verlust von 1,9 % auf 9.927 Zähler.

Die Anteilscheine der Commerzbank (WKN:CBK100) verbilligten sich um 5,1 %. Das Geldinstitut hatte am frühen Morgen eine Quartalsbilanz vorgelegt, die wegen der Niedrigzinsen und der Turbulenzen am Kapitalmarkt durchwachsen ausgefallen war. Einen regelrechten Absturz erlebte die Aktie der Lufthansa (WKN:823212) mit einem Minus von 9,6 %. Die Kranich-Airline hatte bekannt gegeben, dass ihre Wachstumspläne wegen des harten Preiswettbewerbs in der Luftfahrtbranche verzögert würden.

Im MDAX (WKN:846741) fiel STADA (WKN:725180) positiv auf. Die Anteilscheine des Arzneimittelherstellers gewannen 5,2 %, nachdem wegen eines Artikels in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ Übernahmefantasie aufgekommen war. Das Blatt hatte berichtet, dass ein Investor eine Strategie erarbeite, die den Vorstand diesbezüglich unter Druck setzen solle.

Am Mittwoch setzte der DAX seinen Abwärtskurs fort und verlor bis 16:00 Uhr 0,7 %.

Gegen diesen Trend stemmte sich die Aktie von HeidelberCement (WKN:604700), deren Kurs um rund 2 % stieg. Der Baustoffhersteller hatte anlässlich der Vorlage von Quartalszahlen seine Jahresprognose angehoben. Noch besser lief es mit einem Kursplus von mehr als 6 % bei der Deutschen Börse (WKN:581005), nachdem ein US-Wettbewerber im Konflikt um den Zusammenschluss mit der Londoner Börse aus dem Rennen ausgeschieden war.

Wie geht es weiter?

Am Donnerstag (05.05.) kann es deutschlandweit zu Begegnungen mit Gruppen bunt kostümierter Herren kommen, die zu Unterhaltungs- und Stärkungszwecken größere Volumina anregender Getränke auf Bollerwägen mit sich führen. Unser Tipp: Keine Panik, die Jungs sind harmlos – sie feiern bloß Vatertag. In den USA veröffentlichen die Konzerne Merck & Co, News Corp und Kellogg Vierteljahreszahlen.

Am Freitag (06.05.) dürfte in der Bundesrepublik der Absatz von Kopfschmerzmitteln stark ansteigen. In den USA erscheint der Arbeitsmarktbericht für April.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool einen schönen Feiertag und eine angenehme Restwoche.

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Winfried Rauter besitzt keine der im Text genannten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der im Text genannten Aktien.

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