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Warren Buffetts unterschätztes Talent

Foto: The Motley Fool, Matt Koppenheffer

Yahoo hatte neulich ein Video auf ihrer Website, in dem Berkshire Hathaways (WKN: A0YJQ2) (WKN:854075) Warren Buffett interviewt wurde. (Sinnvollerweise wird Yahoo Finance das Aktionärsmeeting erstmals dieses Jahr im Livestream übertragen.)

Am Anfang bemerkte der Moderator, dass Buffett es gelungen ist, durch kleine Events beim Meeting direkt oder drumherum, das Aktionärstreffen kontinuierlich aufzubauen. Buffett sagte dazu: „Es steckt eben ein kleines bisschen P.T. Barnum in mir“, womit er den legendären amerikanischen Entertainer und Geschäftsmann meinte.

In der Tat wird Buffett immer wieder für seinen fast einzigartigen Geschäftssinn gefeiert, der aber ein wenig ein weiteres, fast ebenso großes Talent verdeckt: das Verkäufersein.

In dem Fall handelt es sich aber nicht unbedingt um ein naturgegebenes Talent, es ist eher etwas, was er sich nach und nach systematisch angeeignet und antrainiert hat. Er ging das Verkäufersein ebenso an, wie er nach und nach als junger Mensch an seinem Können beim Investieren gefeilt hat.

Alice Schroeders berühmter Buffett-Biographie („Das Leben ist wie ein Schneeball“) zufolge hat Buffett Dale Carnegies Klassiker „Wie man Freunde gewinnt“ im Alter von acht oder neun Jahren gelesen.

Als Teenager griff er immer wieder mal nach dem Buch, um besser mit seinen Freunden und Kameraden zurecht zu kommen. Als rationaler Mensch ging er sogar soweit, dass er anhand der von Carnegie propagierten Methoden Statistiken erhob und die Ergebnisse miteinander verglich – er sah, dass es sich lohnte, nach Carnegies Ideen zu handeln, waren diese doch besonders effektiv.

Als er 1951 von der Columbia Universität nach Omaha zurückkam, arbeitete er als Aktienbroker bei Buffett-Falk & Co.

In der Biographie „Buffett: Die Geschichte eines amerikanischen Kapitalisten“ schreibt Lowenstein, dass „der wichtigste Schritt bei Buffett-Falk kein Investment“ war, sondern dass Buffett sich einen Kurs im Sprechen von Publikum bei Dale Carnegie leistete. Er erinnerte sich beim Aktionärstreffen 2008:

Ich hatte fürchterliche Angst vor dem Reden vor Menschen. Ich meldete mich für den Carnegie-Kurs an, ging dann nach Hause und habe den Scheck zerrissen. Dann meldete ich mich noch einmal an und bezahlte Cash. Es ist hilfreich, wenn man vor Menschen auftritt. Es ist so wichtig, mündlich und in Schrift gut zu kommunizieren.

Aber hat Buffett den Kurs absolviert, um ein besserer Aktienbroker zu werden? Nein. Lowenstein führt aus:

Er wollte die Leute nicht dazu überreden zu investieren, vor allem als er verstand, dass sein Interesse – die Kommission – dem Interesse der Menschen entgegenstand. Dieser Gegensatz war ihm unangenehm und bereitete ihm Schwierigkeiten.

Aber als er dann „an das Produkt glaubte“, gab es kein Halten mehr. Zuerst bestand „das Produkt“ aus den Prinzipien zum Investieren von Ben Graham. Ein paar Jahre später war es dann die Fähigkeit, diese Prinzipien anzuwenden, um Kapital zu vermehren. Am 1. Mai 1956 gründete er dann Buffett Associates mit sieben Partnern. Da war er gerade mal 25 Jahre alt. Der Rest ist Geschichte.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway.

Dieser Artikel von Alex Dumortier erschien am 20.4.2016 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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