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Diese 3 Aktien sind bei Milliardären sehr beliebt – aber sind sie auch das Richtige für dich?

Foto: Norway UN.

Die Gründe, warum Milliardäre wie Warren Buffett, Carl Icahn und George Soros eine Aktie kaufen, können Einzelanlegern wie dir und mir schon mal spanisch vorkommen. Immerhin sind die Strategien der meisten Milliardäre allgemein deutlich komplexer als die von Einzelinvestoren, schon aufgrund der Größe ihrer Portfolios. Daher ist es wahrscheinlich nie eine gute Idee einfach die sogenannten Superinvestoren zu kopieren, wenn man sein eigenes Portfolio aufbaut.

Mit dieser Einsicht wollen wir uns unseren Foolishen Autoren zuwenden, die besprechen werden, ob man es den Milliardären gleichtun und Acadia Pharmaceuticals (WKN:603035), Kinder Morgan (WKN:A1H6GK) und International Business Machines  (WKN:851399) kaufen sollte.

George Budwell (Acadia Pharmaceuticals)

Die Biotech-Gurus Felix und Julian Baker, die die Investmentfirma Baker Bros. Advisors führen, haben in letzter Zeit mehr Aktien von Acadia Pharmaceuticals nachgekauft. Laut einer aktuellen Meldung bei der Börsenaufsicht haben die Brüder drei indirekte Käufe in den letzten 30 Tagen getätigt. Diese Käufe sind deshalb bemerkenswert, weil Acadia noch auf das endgültige Urteil der FDA zu Nuplazid wartet, einem experimentellen Medikament gegen die Psychosen bei Parkinsonerkrankungen.

Sollten die Einzelinvestoren also dem Beispiel der Baker-Brüder folgen? Ich würde sagen „ja“, mit der Warnung, dass diese Aktie aber nur etwas für Leute mit hoher Risikotoleranz ist. Nuplazid könnte auf einen Markt kommen, der verzweifelt nach neuen Behandlungsmöglichkeiten sucht. Mit fast 1 Million Amerikanern, die an Parkinson leiden, könnte Nuplazid auch zum Bestseller werden.

Ich würde aber nicht erwarten, dass das Medikament gleich von Anfang an für Furore sorgen wird, da Acadia nur über eine beschränkte Vertriebsinfrastruktur und -erfahrung verfügt. Das bedeutet, dass die Investoren erst mal noch Geduld brauchen. Dann könnte das Management sich auch aus diesen Gründen auch dazu entschließen, das Unternehmen verkaufen zu wollen.

Matt DiLallo (Kinder Morgan)

Der in die Bredouille geratene Pipelineriese Kinder Morgan hat in den letzten Monaten viel Zuneigung von den Milliardären bekommen. Nicht nur hat Gründer Richard Kinder letztes Jahr Aktien gekauft, sondern auch einige der besten milliardenschweren Investoren, darunter
David Tepper, George Soros und Warren Buffett.

Einige Investoren haben gleich gekauft, als öffentlich wurde, dass Berkshire Hathaway (WKN:A0YJQ2), Warren Buffetts Unternehmen einen Anteil im Wert von 400 Millionen US-Dollar gekauft hat, nur um dann herauszufinden, dass Buffett den Kauf nicht selbst angeordnet hatte, sondern einer seiner beiden Portfoliomanager. Das Unternehmen verfügt sicher über einige Eigenschaften, die Buffett bei einer Aktie sucht, aber diese ganze Sache zeigt, wie manche Investoren einem Milliardär einfach blind folgen und das kann zu Problemen führen. Besonders, wenn der Milliardär eine riskante Wette eingeht. Das können sich die meisten von uns nämlich nicht so einfach leisten.

In diesem Fall ist der Grund für den Kauf durch Buffetts Manager und andere bekannte Investoren wie Tepper und Soros darauf zurückzuführen, dass es sich hier einfach um ein hochwertiges Unternehmen handelt. Der Kurs ist letztes Jahr eingebrochen, als die Angst umging, die Kreditwürdigkeit würde sich verschlechtern, nachdem sich der Energiemarkt so schlecht entwickelt hatte. Im Gegensatz zu den meisten anderen im Energiebereich ist der Cashflow von Kinder Morgan aber von den Schwankungen der Öl- und Gaspreise weitgehend abgeschirmt. Daher hat der Ausverkauf diesen Investoren ein Unternehmen mit gutem Cashflow zu einem interessanten Preis geboten.

Inzwischen ist die Aktie zwar nicht mehr so extrem günstig wie zum Zeitpunkt als die Milliardäre gekauft haben, aber immer noch deutlich günstiger als vor einem Jahr und das obwohl der Cashflow sich kaum verändert hat. Das macht die Aktie zu einem interessanten Kauf, selbst wenn du keine Milliarden zum investieren hast.

Tim Green (International Business Machines)

Eine der größten Positionen im Aktienportfolio von Berkshire Hathaway ist IBM. CEO Warren Buffett begann 2011 Anteile zu kaufen und Ende 2015 besaß Berkshire Aktien im Wert von etwas mehr als 11 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen befindet sich mitten in einer mehrjährigen Übergangsphase und investiert in Wachstumsbereiche wie die Cloud. Dieser Übergang hat zusammen mit den Währungsschwankungen die Umsätze und Gewinne in den letzten Jahren nach unten gedrückt.

Im Februar gab der Milliardär zu, dass der Kauf sich als ein Fehler herausstellen könnte. Trotzdem glaubt Buffett weiter daran, dass sich seine Investition langfristig auszahlen wird. Tech befindet sich generell außerhalb von Buffetts Kompetenzbereich. Er hat auch im Lauf der Jahre nur wenige solche Aktien gekauft. Daher ist diese Investition eine umso größere Überraschung.

IBM ist erst spät auf den Cloud-Zug aufgesprungen, aber das Unternehmen verfolgt diese Möglichkeit aggressiv, da sich das traditionelle Geschäft von IBM immer weiter zusammenzieht. Teil der Strategie waren auch Übernahmen, wobei eine Handvoll Unternehmen im ersten Quartal gekauft wurde, darunter auch Ustream, einen Live-Streaming-Dienstleister und Truven Health Analytics, einen Dienstleister im Bereich cloudbasierte Gesundheitsdaten. Der Gesundheitsbereich ist eine große Wachstumschance für das Unternehmen und die Sparte Watson ist schon mehrere Partnerschaften eingegangen, um die Technologie zu nutzen, um Diagnosen und die Ergebnisse für die Patienten zu verbessern.

In zehn Jahren wird IBM ein anderes Unternehmen sein als das IBM von vor zehn Jahren und der Übergang wird auch weiterhin eklig bleiben. Das Unternehmen generiert trotz all dieser Probleme jede Menge Gewinne, wobei der freie Cashflow dieses Jahr bei etwa 12 Milliarden US-Dollar liegen soll. Alles ändert sich bei IBM, aber Buffett glaubt, dass sich langfristig alles zum Guten wenden wird

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The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Short Juni 2016 $12 Puts auf Kinder Morgan.

Dieser Artikel wurde von George Budwell, Matt DiLallo, Matt DiLallo und Timothy Green auf Englisch verfasst und wurde am 23.04.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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