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3 ETFs, die dir im Ruhestand helfen, mehr Geld zu verdienen

Quelle: Bereitgestellt von Fool.com

In Zeiten historisch niedriger Zinsen wie jetzt fällt es vielen Rentnern schwer, mit ihrem Portfolio genug Rendite zu generieren. Aber das ist kein Grund zum Verzagen. Wenn dein Portfolio gut diversifiziert ist mit verschiedenen Arten von Vermögenswerten und du dein Risikolevel im Blick behältst, dann könnten diese drei ETFs kluge Alternativen sein, um mehr Geld zu generieren.

Hohes Einkommen mit Vorzugsaktien

Vorzugsaktien werden oft als ein Hybrid zwischen Schulden und normalen Aktien bezeichnet. Diese Aktien kommen meist mit einer festen Dividende, die ausbezahlt werden muss, bevor das Unternehmen die Dividende an die anderen Aktionäre ausschütten kann. Üblicherweise haben die Vorzugsaktionäre auch kein Stimmrecht. Wenn ein Unternehmen liquidiert wird, dann werden die Halter der Vorzugsaktien vor den Haltern der Stammaktien ausbezahlt, aber nach den Haltern der Unternehmensanleihen.

Wenn wir uns das Chancen-Risiko-Profil einmal genauer ansehen, dann werden Vorzugsaktien im Vergleich zu Unternehmensanleihen allgemein als riskanter eingestuft, aber sie sind auch nicht so riskant und bieten nicht so große Gewinnmöglichkeiten wie normale Aktien. Das macht eine Vorzugsaktie zu einer soliden Alternative für Rentner, die ihre Renditen erhöhen wollen, ohne zu viele Risiken einzugehen und ein ETF wie der iShares US Preferred Stock ETF  könnte genau das richtige Produkt für so eine Strategie sein.

Der iShares US Preferred Stock ETF hält ein Portfolio von fast 280 Vorzugsaktien, die zum größten Teil aus dem Finanzbereich kommen. Banken machen 42 % des Portfolios aus, gefolgt von diversifizieren Finanzdienstleistern mit 18 %, Immobilienunternehmen mit 14 % und Versicherungen mit 9 %. Die Konzentration auf Unternehmen im Finanzsektor stellt hierbei ein Risiko dar, das man abwägen sollte.

Der iShares US Preferred Stock ETF verwaltet Vermögenswerte im Wert von über 14,6 Milliarden US-Dollar. Die jährlichen Kosten liegen bei vernünftigen 0,47 %. Noch zu erwähnen wäre, dass dieser ETF auch eine Dividende von 5,8 % zahlt. Das ist nicht schlecht, wenn man in Zeiten von wenig attraktiven Renditen bei Unternehmensanleihen nach Einkommen sucht.

Aktien mit Dividendenwachstum

Investoren im Ruhestand fühlen sich natürlich von Dividendenaktien angezogen und das aus gutem Grund. Dividenden liefern nicht nur Einkommen aus deinen Investitionen, die Unternehen, die sie ausschütten, sind allgemein auch stabiler und zuverlässiger als Unternehmen, die keine Dividenden zahlen. Statistisch gesehen tendieren Dividendenaktien auch dazu langfristig höhere Renditen als der Markt zu liefern.

Dividenden sagen viel darüber aus, wie gesund ein Unternehmen finanziell ist. Wenn ein Unternehmen seine Dividende im Lauf von Jahren kontinuierlich erhöhen kann, dann muss es über über ein stabiles Geschäft verfügen, dass einen wachsenden Cashflow in guten wie in schlechten Zeiten liefert.

Rentner, die in ein breit diversifiziertes Portfolio von hochwertigen Aktien mit Dividendenwachstum investieren wollen, müssen sich nur den Vanguard Dividend Appreciation ETF (WKN:A0MMRP) ansehen. Dieser ETF investiert in fast 180 Unternehmen, die ihre finanzielle Stabilität durch steigende Dividenden in den letzten 10 Jahren oder mehr schon unter Beweis gestellt haben. Das beinhaltet auch Namen aus unterschiedlichen Sektoren wie Microsoft (WKN:870747), CocaCola (WKN:850663) und Johnson & Johnson (WKN:853260) und noch viele andere.

Der Vanguard Dividend Appreciation ETF konzentriert sich auf das Dividendenwachstum im Gegensatz zur Dividendenrendite, daher ist die Rendite mit 2,2 % auch etwas gering. Der ETF verwaltet Vermögenswerte in Höhe von 25 Milliarden US-Dollar und verlangt jährliche Gebühren in Höhe von 0,1 %.

Aktien aus Schwellenländern

Aktien aus Schwellenländern sind natürlich riskanter als die von Unternehmen aus entwickelten Ländern, aber das muss nicht heißen, dass man sich als Rentner komplett von solch interessanten Flecken auf diesem Planeten fernhalten sollte. Im Gegenteil, eine gesunde Dosis Aktien aus Schwellenländern kann Wunder bewirken, hohe Renditen bringen und dich besser diversifizieren.

Das Risiko bestimmt sich nicht nur durch die Volatilität einer bestimmten Investition allein. Du musst auch prüfen, wie dieses Investment in deine Portfoliostrategie und deine Kapitalzuteilung passt. Wenn sich dein Portfolio stark auf risikoarme Aktien aus den USA konzentriert, dann könnten ein paar Positionen aus Schwellenländern eine gute Form der Diversifizierung sein.

Wirtschaftliche Hürden in Ländern wie China, Russland und Brasilien haben den Aktien in den Schwellenländern in letzter Zeit ziemlich zugesetzt. Unsicherheit kann aber auch Möglichkeiten schaffen, wenn man den nötigen langen Atem hat. Selbst wenn es in bestimmten Ländern Schwierigkeiten geben sollte, dann stehen die Chancen immer noch gut, dass alle Schwellenländer zusammen in den kommenden Jahren immer noch wachsen werden. Daher könnte eine kurzfristige Schwächephase sich als eine Kaufgelegenheit zu günstigen Preisen herausstellen.

Basierend auf Daten von Pimco werden Aktien aus Schwellenländern nach historischen Standards gerade attraktiv bewertet und sie könnten auch interessante Gewinne bringen. Laut Christoper Brightman Leiter der Investmentabteilung bei Research Affiliates ist der Exodus aus den Schwellenländern eine wundervolle Gelegenheit – möglicherweise auch das Geschäft des Jahrzehnts – für den langfristigen Investor.

Der Vanguard Emerging Markets ETF (WKN:A1C4T1)ist ein führender ETF für Investoren, die in Schwellenländer investieren wollen. Der Fonds verwaltet fast 36,7 Milliarden US-Dollar, die Dividendenrendite beträgt etwa 3 % und die Gebühren sind mit 0,15 % pro Jahr relativ gering.

Aktien aus Schwellenländern sind unter Rentnern nicht beliebt, besonders nicht im aktuellen wirtschaftlichen Klima. Aber manchmal muss man neue Wege beschreiten, um überdurchschnittliche Renditen zu erreichen und der Vanguard Emerging Markets ETF könnte das unter den aktuellen Umständen erreichen.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Coca-Cola and Johnson & Johnson. Motley Fool besitzt Aktien von Microsoft.

Dieser Artikel wurde von Andrés Cardenal  auf Englisch verfasst und wurde am 03.04.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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