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Dinge, in denen Frauen den Männern überlegen sind

Foto: Pixabay, geralt

Wir hören viel davon, wie Frauen typischerweise weniger Geld als Männer verdienen und warum diese Geldlücke für Frauen ein signifikanter Nachteil ist. Aber laut den neuesten Datenerhebungen von Experian, einer der drei größten amerikanischen Kreditagenturen, schaffen es Frauen, abgesehen von der geringeren Vergütung im Vergleich zu ihrem männlichen Pendant, auf eine bessere Bonitätsnote.

Experian berichtet davon, dass Männer eine durchschnittliche Bonitätsnote von 670 haben. Frauen hingegen kommen auf 675. Männer haben auch durchschnittlich 3,7 % mehr Schulden als Frauen. Und obwohl Frauen dazu tendieren, mehr Kreditkarten zu haben, verwenden sie diese vernünftiger: sie verwenden ungefähr 26,2 % des ihnen zur Verfügung gestellten Kreditlimits, im Vergleich dazu 27,3 % bei den Männern.

Auf den ersten Blick scheint es, dass die Bonitätsnote der Frauen die der Männer nicht um eine wesentliche Spanne übertreffen, da sie nur um 5 Punkte darüber liegt. Aber unter Anbetracht, dass Frauen nur 0,79 US-Dollar verdienen für jeden Dollar, den ein Mann verdient, bringt uns das zum Entschluss, dass durch diesen Vorsprung im Kreditranking die Frauen eine gute Arbeit leisten, wenn es um den gesamten Umgang mit dem Geld geht.

Weniger ausgeben, mehr sparen

Während Frauen in Gehaltsangelegenheiten wohl zurückfallen, machen sie offensichtlich einige Dinge genau richtig. Sie zeichnen alle ihre Ausgaben auf, kaufen nur das, was sie sich auch leisten können und zahlen ihre Rechnungen rechtzeitig. Und während Männer nicht per se eine schreckliche Arbeit leisten, sagt ihre Kreditranking aus, dass sie wohlmöglich mehr ausgeben als sie sollten.

Stellen wir uns einen Mann vor, der 5.000 US-Dollar im Monat nach Hause bringt, während es bei einer Frau nur 3.950 US-Dollar sind. Auf den ersten Blick denkst du, dass der Mann insgesamt eine bessere finanzielle Leistung erbracht hat, richtig? Immerhin hat er 1.050 US-Dollar mehr zur Verfügung, mit dem er sich spielen kann. Aber falls er dieses zusätzliche Geld für Gadgets ausgibt (was viele von uns tun), Restaurant Essen, und andere solch leichtsinnige Dinge, anstatt dies zu sparen, wird er bei der Rente nie besser dastehen als jemand, der weniger verdiente und dafür mehr gespart hat.

Egal ob du männlich oder weiblich bist, und egal wie viel du verdienst, du solltest darauf hinzielen mindestens 10 % deines Einkommens für deine Rente zu sparen. Du hast richtig gelesen: mindestens 10 %, und je mehr, desto besser. Du kannst dieses Ziel schaffen, indem du deine Haushaltskosten niedrig hältst (idealerweise nicht mehr als 20 % – 30 % deines Einkommens), deine nicht-essentiellen Dinge einschränkst, wie etwa die Mitgliedschaft eines Fitnessstudios oder das Upgrade deines Kabelpakets, und dein Kreditranking verbesserst, sodass du nicht so viel zurück zahlen musst, falls du dir etwas leihen musst.

Eine bessere Bonitätsnote kann dir Geld ersparen

Stell dir vor, du fragst einen 10.000 US-Dollar Kredit für den Kauf eines Autos an, aber deine Bonitätsnote ist nicht die Beste. Falls du für einen 8 %-igen Kredit angenommen wirst, mit einer fünfjährigen Rückzahlungsfrist, dann wirst du am Ende der Laufzeit 2.100 US-Dollar an Zinsen gezahlt haben. Auf der anderen Seite, falls du mit fantastischen 3 % Zinsen angenommen wirst, zahlst du nur 800 US-Dollar an Zinsen über die fünf Jahre. In unserem kleinen Szenario hat dir deine fantastische Bonitätsnote 1.300 US-Dollar eingespart.

Lass uns nun einen Schritt weiter gehen. Sagen wir, du investierst diese 1.300 US-Dollar, die du dir grad eingespart hast, in Aktien und du verdienst daran  8 %, was sogar unter dem Marktdurchschnitt ist. Im Laufe der nächsten 30 Jahre würden sich deine 1.300 US-Dollar in 13.000 US-Dollar verwandeln, und das ist nur deiner Bonitätsnote zu verdanken.

Und es ist nicht nur die niedrige Zinsrate, die dir dabei hilft deine Ersparnisse aufzustocken. Falls du eine gute Note hast, könntest du auch Geld durch niedrigere Versicherungskosten sparen. Einige Versicherungsunternehmen betrachten eine schlechte Bonitätsnote als Risikofaktor und berechnen dir das entsprechend. Bessere Noten könnten ein paar hundert Dollar von deiner jährlichen Auto- und Haushaltsversicherung einsparen, und wenn das passiert, hast du die Möglichkeit diese Differenz auf die Bank zu bringen.

Zu guter Letzt könnte eine gute Bonitätsnote dir einige extra Belohnungen einbringen, sprich Kreditkartenprämien. Kennst du diese Karten, die für die meisten Flugmeilen, Hotelpunkte oder Cashback Preise bieten? Nicht jeder wird dafür zugelassen, aber je besser deine Bonitätsnote, desto eher kommst du an solch einer Karte, mit einer dieser begehrenden Auszeichnungsprogramme, ran. Stell dir vor, deine Bonitätsnote wertet dich von 1 %-igen Cashbacks für deine gesamten Einkäufe auf 1,5 % Cashback auf. Falls du 2.000 US-Dollar im Monat mit deiner Kreditkarte ausgibst, bekommst du 360 US-Dollar übers Jahr gerechnet, statt nur 240 US-Dollar. Das ist kostenloses, einfaches Geld für deine Tasche, das du nur durch eine bessere Note verdient hast.

Das Gehalt der Frauen mag vielleicht zurückgeblieben sein, aber es ist gut zu wissen, dass ihre Bonitätsnote unter diesem Prozess nicht leidet. Und solange sie diese Note zu ihrem Vorteil nutzen, können sie nicht nur finanziell auf See bleiben, sondern überholen damit auch ihr gehaltübertreffende Mitstreiter.

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Dieser Artikel wurde von Maurie Backman auf Englisch verfasst und wurde am 23.04.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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