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3 Biotech-Aktien, die du im April kaufen kannst

Foto: Pixabay, DarkoStojanovic

Die Biotech-Investoren hatten bisher ein hartes Jahr. Die Aktien im NASDAQ Biotechnology ETF, einem der beliebtesten ETFs mit einer großen Auswahl an Biotech-Aktien, steht aktuell um 18 % tiefer als noch vor einem Jahr. Von wenigen Ausnahmen abgesehen war es in letzter Zeit kein Vergnügen, in diesem Sektor investiert zu sein.

Aber hier kommen die guten Nachrichten – der massive Ausverkauf hat auch die Aktien einiger der vielversprechendsten Biotech-Unternehmen nach unten gezogen und damit eine Kaufgelegenheit für Investoren mit Geduld geschaffen.

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Daher haben wir unsere Autoren bei Motley Fool gebeten, jeweils eine Biotech-Aktie nennen, die sie gerade für einen guten Kauf halten.

Brian Feroldi:

Wie die meisten Aktien im Biotech-Sektor hat auch Regeneron Pharmaceuticals (WKN:881535) in letzter Zeit nicht viel Zuneigung von Seiten der Investoren erfahren. Die Aktie ist gefallen und liegt aktuell mehr als 30 % unter dem Hoch von 2015 aufgrund von mehreren negativen Entwicklungen.

Die Umsätze des Bestsellermedikaments Eylea konnten im vierten Quartal den Ausblick des Managements nicht erreichen. Das führte dazu, dass das Unternehmen die vierteljährliche Gewinnschätzung auch nicht erfüllen konnte. Um die Sache noch schlimmer zu machen, hat Regeneron auch noch einen Prozess gegen Amgen verloren. Hier könnte das Cholesterinmedikament Praluent sogar von Markt genommen werden. Wenn man diese beiden Entwicklungen nimmt und die Tatsache, dass sich die Biotech-Aktien seit Monaten in einem Bärenmarkt befinden, dann sieht man auch, wie wir dahin gekommen sind, wo wir uns heute befinden.

Aber wenn die Stimmung gerade so negativ ist, warum bin ich so bullisch? Hier ein paar Gründe:

BILDQUELLE: REGENERON PHARMACEUTICALS.

BILDQUELLE: REGENERON PHARMACEUTICALS.

Erstens verlangsamte sich das Umsatzwachstum von Eylea im letzten Quartal deutlich, aber das Medikament ist immer noch ein Hit und wächst weiterhin schnell. Das Management glaubt, dass die Umsätze in den USA 2016 um weitere 20 % steigen werden – das nenne ich solide – und ich glaube, dass das Wachstum außerhalb der USA sogar noch besser ausfallen könnte.

Zweitens. Die Nachrichten um Praluent sind besorgniserregend, aber ich denke nicht, dass es gleich vom Markt verschwinden wird. Viel wahrscheinlicher ist, dass Regeneron und sein Partner Sanofi stattdessen Tantiemen werden zahlen müssen. Das sind keine guten Nachrichten, aber es ist auch nicht das Ende der Welt.

Schließlich hat Regeneron gerade erst herausragende Daten für das neue Ekzem-Medikament dupilumab mit Bestsellerpotenzial gemeldet. Das Unternehmen hat auch Pläne angekündigt, das Medikament in Q4 den Behörden zur Prüfung vorzulegen. Das ist sogar noch etwas früher als ich erwartet hatte. Wenn wir dann noch ein weiteres Medikament mit Bestsellerpotenzial in die Gleichung hinein nehmen – eine Behandlung gegen rheumatoide Arthritis mit dem Namen sarilumab, die sich schon bei den Behörden befindet, dann könnten wir bis Ende 2017 vier Bestsellermedikamente auf dem Markt haben.

Wenn man das alles zusammenzählt, dann glaube ich, dass die Wachstumsperspektiven des Unternehmens in den nächsten Jahren fantastisch aussehen. Trotz all der negativen Stimmung wird die Aktie derzeit mit dem 25fachen der erwarteten Gewinne pro Aktie für 2017 bewertet. Ich würde sagen, das ist einfach zu billig, wenn man bedenkt, welches Wachstumspotenzial hier besteht.

Cory Renauer:

Ich habe für Gilead Sciences (WKN:885823) schamlos die Werbetrommel gerührt, seit der Kurs auf ein Niveau gefallen ist, dass man von einem soliden Investment sprechen kann, egal ob es Gewinnwachstum generiert oder ob das Unternehmen einfach nur ein paar Jahre lang auf der Stelle tritt.

Jeder, der in der Zwischenzeit auf mich gehört hat, konnte schon deutliche Gewinne einstreichen. Trotz des Anstiegs glaube ich, dass die aktuelle Gewinnrendite – das ist der Gewinn pro Aktie geteilt durch den Kurs – von 12 % immer noch ansprechend ist. Das ist für mich die Biotech-Aktie, die man im April kaufen sollte, denn ich erwarte, dass sich dieses Zeitfenster bis Ende des Monats wieder schließen wird und zwar aus folgenden Gründen.

Erstens arbeitet Gilead jetzt auch im Bereich nicht-alkoholische Steatohepatitis und hat auch hier erhebliches Potenzial. Bei einer Veranstaltung vom 13. bis 17. April hat Gilead die Daten dieses 400-Millionen-Dollar-Projektes aus Phase 1 vorgestellt.

Zweitens tendiert Gilead dazu, die Erwartungen immer eher niedrig zu halten. Letzten Februar erwartete das Unternehmen Produktumsätze für das Gesamtjahr zwischen 26 und 27 Milliarden US-Dollar. Bei der Verkündung der Gewinne des ersten Quartals wurde dann dieser Ausblick auf 28 bis 29 Milliarden US-Dollar erhöht.

BILDQUELLE: GILEAD SCIENCES.

Die Produktumsätze stiegen letztes Jahr dann auf 32,15 Milliarden US-Dollar, aber Gilead vergraulte die Märkte am 2. Februar 2016, indem das Unternehmen deutlich geringere Produktumsätze zwischen 30 und 31 Milliarden US-Dollar in Aussicht stellte. Das war nur ein paar Tage, nachdem Merck & Co einen Preiskrieg im Hep-C-Bereich angezettelt hatte, indem sie das gerade auf den Markt gekommene Zepatier knapp 40.000 US-Dollar niedriger bewerteten als Harvoni bei einer Behandlung von 12 Wochen Länge.

Die Rabattpläne müssen nicht veröffentlicht werden, daher ist bislang unklar, welche Auswirkungen das gegenseitige Unterbieten hat, genau wie die Auswirkungen eines aktuellen Patentstreits zwischen den beiden Unternehmen. Was wir bisher wissen, ist, dass Harvoni deutlich sicherer ist als Zepatier. Bei der Verkündung der Ergebnisse des ersten Quartals, üblicherweise Ende April, sollten wir ein klareres Bild davon erhalten, welche Gelegenheit dann vielleicht schon vorbeigezogen ist.

Keith Speights:

Welche Biotech-Aktie könnte man im April kaufen? Ich nehme eine eher spekulative Aktie: Dynavax Technologies (WKN:A12EV9). Das Unternehmen hat zwar aktuell gar kein Produkt auf dem Markt, aber 2016 könnte den Durchbruch markieren.

Die Aktie hat sich in den letzten Monaten wie ein Yo-yo auf und ab bewegt. Trotzdem scheint Hilfe unterwegs zu sein für die Aktionäre, die inzwischen schon unter Schwindel leiden werden. Um das etwas genauer auszuführen, Heplisav sollte bald auf den Markt kommen. Die FDA will am 15. September eine Entscheidung zu der Hepatitis-C-Impfung Heplisav B fällen.

Beim ersten Versuch 2013 hatte die FDA den Antrag noch aufgrund von Sicherheitsbedenken abgelehnt, aber ich glaube, dass es dieses Mal klappen wird. Dieses Mal scheinen die Sicherheitsdaten vorhanden zu sein, um die Regulierungsbehörden zu überzeugen.

Nehmen wir an, Heplisav-B würde die Zulassung erhalten, dann könnte die Aktie von Dynavax noch viel höher steigen. Es ist auch möglich, dass die Aktie in den Monaten vor der FDA-Entscheidung schon steigen wird.

Ein potenzielles Haar in der Suppe sehe ich aber. Das Unternehmen plant nämlich, den Impfstoff selbst zu vermarkten, was sehr teuer wird. Dynavax wird wahrscheinlich deutlich mehr Geld generieren müssen, um das Medikament auf den Markt zu bringen. Wenn das über den Verkauf von Aktien vonstatten gehen sollte, dann könnte der Kurs fallen. Selbst mit diesem Risiko der Verwässerung gefallen mir die langfristigen Aussichten bei Dynavax aber sehr gut.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Gilead Sciences. Motley Fool empfiehlt Regeneron Pharmaceuticals.

Dieser Artikel wurde von Brian Feroldi, Cory Renauer und Keith Speigh auf Englisch verfasst und wurde am 12.04.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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