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Worauf man bei den Quartalsergebnissen von BP und Royal Dutch Shell achten sollte

Foto: BP plc

Die Ergebnisse des ersten Quartals werden bei BP (WKN:870517) und Royal Dutch Shell (WKN:A0D94M) in den nächsten Wochen veröffentlicht. Daher ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um darüber nachzudenken, was man von den beiden Ölriesen erwarten kann.

Der Ölpreis ist das Schreckgespenst beider Unternehmen. Die Preise haben sich seit dem Tief im Januar zwar erholt, aber ein Barrel Brent bringt immer noch 50 % weniger ein als noch vor einem Jahr. Aufgrund dessen werden die Ergebnisse im Jahresvergleich ziemlich schlecht aussehen. Aber natürlich haben diese diversifizierten Ölriesen auch ein großes Downstreamgeschäft, das 2015 im Fall von BP immerhin 7,1 Milliarden US-Dollar und bei Shell 10,2 Milliarden US-Dollar an Vorsteuergewinn erwirtschaftet hat. Das Upstream-Segment wird wahrscheinlich noch länger leiden müssen, aber das Downstreamgeschäft sollte die Gewinne einigermaßen stützen.

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Der Cashflow aus dem Downstreamgeschäft wird auch eine der wichtigsten Kennzahlen für die Investoren sein, denn sie gibt an, ob Shell und BP ihre Dividenden weiterhin auf diesem Niveau belassen können wie zu Zeiten als der Ölpreis bei 115 US-Dollar pro Barrel lag. Nach dem Rekordverlust von 6,5 Milliarden US-Dollar im letzten Jahr ist die Dividende von BP in Höhe von 7,3 % nicht mehr gedeckt und dasselbe gilt auch für die 6,5 % von Shell.

Gesunde Bilanzen

Da stabile Dividenden einer der Hauptgründe dafür sind, warum sich die Investoren überhaupt für die Ölriesen mit relativ hohen Produktionskosten interessieren, könnte jede Dividendenkürzung für den Kurs verheerend sein. Trotzdem verfügen beide Unternehmen über relativ gesunde Bilanzen, was ihnen auch Spielraum gibt, um die Dividenden durch Schulden zu finanzieren, selbst wenn das langfristig nicht die beste Entscheidung ist. Daher sollten die Investoren auf die Schuldenquote aufpassen, die bei BP am Jahresende bei 21,6 % und bei Shell nach der Übernahme von BG bei etwas mehr als 20 % liegen sollte.
Die Übernahme im Wert von 34 Milliarden GBP war im Februar noch nicht abgeschlossen, daher wird sich das in den Zahlen zu Q1 nicht niederschlagen. Aber es ist auch nicht zu früh für Shell-Aktionäre, sich Gedanken darüber zu machen, was diese Übernahme bedeutet. Erstens sollten die Investoren den Preis für Erdgas im Auge behalten. Dafür gibt es den ‘Nymex-Index’. Die Fusion von Shell und BG wird nämlich der weltgrößte Lieferant von Flüssigerdgas. Ein weiterer wichtiger Punkt wird darin bestehen, ob Shell mit seinem Verkaufsprogramm im Wert von 30 Milliarden US-Dollar vorangekommen ist.

BP hatte im ersten Quartal auch Neuigkeiten zu vermelden. Man hat sich mit dem amerikanischen Justizministerium auf die Strafen für die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko geeinigt. Das wird zwar nicht die letzte Zahlung sein, aber die Einigung im Wert von 20 Milliarden US-Dollar sollten eine der letzten sein. Diese Zahl ist natürlich schockierend hoch, etwa 15 Milliarden US-Dollar davon könnten aber in Zukunft steuersparend abgeschrieben werden. Daher wird es diesmal wichtig sein, ob das Management die Gesamtkosten für die Katastrophe überarbeitet hat, die bisher bei über 55 Milliarden US-Dollar lagen.

Am Ende des Tages hatten beide Unternehmen Neues zu berichten, die wichtigste Zahl für die Investoren wird aber der Ölpreis sein. Jedes der beiden Unternehmen schätzt, der Preis, den sie brauchen, um ihre Dividenden zu decken, liege bei 60 US-Dollar. Shells Übernahmen von BG scheint auch Sinn zu ergeben.

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Dieser Artikel wurde von Ian Pierce auf Englisch verfasst und wurde am 15.04.2016 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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