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Wie hoch könnte Barrick Gold Corp steigen?

Foto: Franco Nevada Corporation

Barrick Gold Corp (WKN:870450) ist weiter auf dem Weg nach oben. Die Investoren, die dachten, die Rally wäre schon wieder vorbei, fragen sich jetzt, ob das erst der Anfang war.

Schützenhilfe von der Fed

Barrick ist 2016 angefeuert von einem Anstieg bei den Goldpreisen bisher um 90 % gestiegen. Das hatte niemand auf dem Radar, aber die Märkte reagieren nur selten so, wie man das gerne hätte.
Was ist hier los?

Im Dezember erwarteten die meisten Leute noch, die Fed würde die Leitzinsen viermal in diesem Jahr anheben. Das wäre schlecht für den Goldpreis gewesen, denn es hätte den Dollar gestärkt, was Gold teurer für alle macht, die andere Währungen haben.

Im Januar kam dann der Ausverkauft, da die Sorge um China umging. Die Investoren suchten nach einem sicheren Ort für ihr Geld und in Folge dessen hat Gold etwas Rückenwind bekommen.

Die Analysten begannen auch ihre Erwartungen bezüglich der Leitzinsanhebungen nach unten zu korrigieren, was den Dollar nach unten und Gold nach oben gedrückt hat.

In den letzten Tagen ließ die Goldrally etwas nach, da eine Erholung an den Börsen die Angst wieder etwas eindämmte. Dann ging das Gerücht, die Fed würde sich an ihren Plan halten und die Zinsen im März weiter erhöhen.

Am 16. März stellte sich das dann als eine falsche Annahme heraus.

Die Fed ließ die Raten unverändert und kündigte für 2016 zwei wahrscheinliche Anhebungen statt vier an. Die Märkte reagierten, indem sie den Dollar weiter nach unten drückten und die Goldrally fortsetzten.
Negative Zinsen

Ein weiterer Grund für die aktuelle Stärke beim Gold liegt in der Tatsache, dass verschiedene Länder auf der ganzen Welt negative Zinsen einführen. Das ist gut für den Goldpreis, denn ein großer Nachteil des Edelmetalls besteht, darin, dass es keine Zinsen darauf gibt. Plötzlich sieht Gold nicht mehr so schlecht aus, wenn die Investoren auf der ganzen Welt sich die negativen Renditen der Regierungsanleihen ansehen.

Wie hoch könnte Barrick steigen?

Das Management ist dabei, die Trendwende zu orchestrieren, die nur wenige Experten für möglich gehalten hatten. Das Unternehmen hat letztes Jahr seinen Schuldenberg von 13 Milliarden US-Dollar um 3 Milliarden US-Dollar gesenkt und die nachhaltigen Gesamtkosten auf unter 800 US-Dollar pro Unze gesenkt. Der Zielwert soll bis 2018 auf unter 700 US-Dollar sinken.

Auf einmal sieht dieses aufgeblähte Minenunternehmen wie eine schlanke effiziente Cashflowmaschine aus. Und hier liegt auch das Potenzial nach oben.

Viele Investoren mögen den Goldmarkt nicht, weil sie den Wert dieses Metalls oft nicht verstehen und weil der Preis auch stark schwanken kann. Das sind wichtige Punkte.

Trotzdem verstehen die Investoren sehr wohl den freien Cashflow und bei einem Goldpreis von 1.200 US-Dollar und mehr produziert Barrick jede Menge davon.

Im vierten Quartalsbericht 2015 gab Barrick an, einen freien Cashflow von 387 Millionen US-Dollar generiert zu haben. Das war aber zu einer Zeit, als Gold um etwa 200 US-Dollar tiefer als der aktuelle Preis lag.

Die Produktion soll dieses Jahr 5 bis 5,5 Millionen Unzen betragen. Wenn der Kursgewinn von 200 US-Dollar hält, dann wird Barrick 2016 einen zusätzlichen Cashflow von 1 Milliarde US-Dollar generieren.

Die Aktie ist um 90 % gestiegen bei einem Anstieg des Goldpreises um 20 %. Da siehst du schon mal, wie viel Zugkraft ein steigender Goldpreis hat. Je mehr Investoren sich mit Gold anfreunden können, desto mehr sollte sich auch das Interesse an den Minenunternehmen erhöhen und das könnte noch mehr Kursgewinne zur Folge haben.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Andrew Walker auf Englisch verfasst und wurde am 17.03.2016 auf Fool.ca veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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