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Gerüchte über neue Führung: Ist Bombardier jetzt ein Kauf?

Foto: Bombardier

Es ist immer alles andere als einfach, ein Zitat oder ein Gerücht als ernstzunehmend einzustufen, wenn es anonym an die Öffentlichkeit dringt.

Berichten zufolge ließen Angehörige der kanadischen Regierung gegenüber Reportern verlauten, dass man, sollte man sich dazu entschließen, Bombardier (WKN:866671) finanziell zu helfen, den Führungsstil des Unternehmens überdenken will. Wie es bei vielen familiengeführten Unternehmen usus ist, gibt es auch bei Bombardier eine zweigeteilte Aktienstruktur, die der Gründerfamilie ermöglicht, ein größeres Stimmrecht auszuüben – und das, obwohl die Familie lediglich 14 % der Anteile hält.

Zweigeteilte Aktienstrukturen haben mich schon immer gestört. Aktionäre haben einfach zu wenig Mitspracherecht bei eben jenem Unternehmen, in das sie Geld stecken. Während die Gründerfamilie davon überzeugt sein mag zu wissen, was am besten für das Unternehmen ist, sollten Aktionäre doch gleichermaßen stimmberechtigt sein – immerhin ist ihr Geld ebensoviel wert.

Sollte die kanadische Regierung Bombardier also dazu bewegen, die alte Struktur aufzulösen, könnte sich dies als gute Neuigkeiten für Investoren herausstellen. Der Hauptgrund: Durch eine eventuelle Aufspaltung des Unternehmens könnte so etwas wie ein ROI für Investoren entstehen.

Wer Bombardier ein bisschen verfolgt, wird mitbekommen haben, wie schlecht die CSeries sich verkauft. Allerdings verfügt Bombardier über ein unfassbar starkes Schienen-Business, das dafür verantwortlich ist, dass das Unternehmen es überhaupt so weit geschafft hat. Und obwohl die CSeries sich als Dauer-Flop herausstellte, gibt es doch keinen Zweifel daran, dass nicht einer der größeren Flugzeugbauer sich dieses Asset nicht sofort schnappen würde.

Das Problem: Solange es die unterschiedlichen Aktiengattungen gibt, hat kein Durchschnittsinvestor die Chance durchzubringen, dass die Schienensparte vom Restunternehmen abgespalten werden soll, oder dass gleich ganze Unternehmensteile veräußert werden sollen.

Solltest du Bombardier kaufen?

Ehrlich gesagt würde ich Bombardier trotz der Gerüchte weiterhin erst einmal links liegen lassen. Falls die Regierung doch durchsetzt, dass das Unternehmen sich von seinem Zweiklassensystem zu trennen hat und Bombardier sich breitschlagen lässt, könnte ich positive Aussichten erkennen.

Leider erwarte ich diesen Schritt nicht für die nah Zukunft. Und Investoren müssen sich immer noch damit rumschlagen, dass das Unternehmen große Schwierigkeiten dabei hat, überhaupt Geschäfte abzuschließen. So hatte man beispielsweise versucht, die Jets aus der CSeries an United Continental Holdings (WKN:A1C6TV) zu verkaufen – stattdessen entschieden die sich aber für 40 Jets von Boeing (WKN:850471). Jetzt versucht man es mit Delta Airlines (WKN:A0MQV8) als Abnehmer, aber ich gehe davon aus, dass Delta sich letztlich doch für einen anderen Hersteller entscheiden wird.

Mein Rat zum Thema Bombardier: Kauf die Aktie, sobald es mal tatsächlich gute Neuigkeiten gibt. Gerüchte taugen oft dazu, eine Aktie kurzfristig nach oben zu schicken. Aber wenn Trader erstmal ihre Erträge eingefahren haben, fallen die Aktien oft wieder. Deswegen solltest du darauf warten, dass das Unternehmen entweder verkündet, dass man sich von der zweigeteilten Struktur trennt oder dass man mehr Flugzeuge an den Mann bringt. Bis dahin gilt für Investoren: Finger weg von Bombardier.

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Dieser Artikel wurde von Jacob Donelly auf Englisch verfasst und wurde am 16.2.2016 auf Fool.ca veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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