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Die wichtigste Regel beim Investieren

Foto: The Motley Fool

Es gibt viele Regeln, denen Investoren folgen können, um ihre Portfolioauswahl zu treffen. Aber in schweren Zeiten werden die meisten dieser Regeln verworfen, wobei es einige gibt, die sich unter allen Marktbedingungen bewährt haben. Hier findest du drei Perspektiven darauf, was Investoren tun sollten, um sich dauerhaft auf ihre langfristigen Ziele zu konzentrieren.

Dan Caplinger: Das Wichtigste für Investoren ist ein schriftlicher Plan, der ihre Investitionsstrategie detailliert beschreibt. Sich seiner Investitionsziele so früh wie möglich bewusst zu werden, ist die beste Verteidigung gegen emotionale Entscheidungen. Auf diese Art kann man auch ab und zu sicherstellen, dass man auf dem richtigen Weg ist, seine langfristigen Ziele zu erreichen – auch wenn einem ein schwieriger Markt kurzfristig Steine in deinen Weg legt.

Eine gute Strategie hat zwei Bestandteile. Erstens sollte ein allgemeines Bild dessen entstehen, was man finanziell erreichen will und wie viel Erspartes man einplant, um das zu tun. Zweitens sollte für jede Investition ein zu befolgender Prozess dargestellt sein. Das ist besonders wichtig, wenn du einzelne Aktien kaufst, da du deinen Kaufgrund festhalten und überblicken kannst, ob alles so läuft, wie du es dir vorgestellt hast. Sollte dem nicht so sein, kann eine schriftliche Beschreibung dir bei deiner ruhigen und vernünftigen Verkaufsentscheidung helfen – ohne dass Emotionen im Weg stehen. Mit einer Investitionsstrategie kannst du leichter zu turbulenten Zeiten wie diesen deinen Kurs halten.

Geroge Budwell: Die wichtigste Regel, die meine Investitionsentscheidungen in all den Jahren geleitet hat, war die Stimmung des Markts als konträren Indikator zu sehen. Eine Fülle an akademischer Forschung belegt, dass die meisten Investoren sich relativ einfach von der allgemeinen Richtung größerer Märkte beeinflussen lassen, was zu einem furchtbaren Ergebnis führt: Leute verkaufen zu niedrigen und kaufen zu hohen Preisen. Natürlich sollte das Gegenteil der Fall sein, aber Studien sagen etwas anderes.

Was noch schlimmer ist: nicht nur normale Leute verfangen sich in dieser Falle. Institutionelle Investoren sind auch dafür bekannt, Trends zu folgen, was zeigt, warum so wenige Geldverwalter den Markt konsequent überbieten.

Berkshire Hathaways (WKN:A0YJQ2) Warren Buffett hat dieses Problem vor Jahren so zusammengefasst: „Sei zögerlich, wenn Andere gierig sind und gierig, wenn Andere zögerlich sind“. Indem er gegen den Strom geschwommen ist und Emotionen außen vor ließ, hat Buffett es geschafft, dass Berkshire zusammengenommen eine jährliche Wachstumsrate von 21,6 % vorweisen kann – der S&P 500 liegt dagegen mit Dividenden bei bescheidenen 9,9 % über die letzten 50 Jahre (1965-2014).

Trotz Buffetts gutem Ratschlag verkaufen Investoren tendenziell aus Angst zu niedrigen Preisen, wie der freie Fall des Markts in diesem Jahr zeigt. Ich persönlich habe meine Fassung angesichts dieses dramatischen Ausverkaufs nicht verloren und plane, ihn dazu zu nutzen, Aktien von fundamental gesunden Unternehmen zu kaufen. Letztendlich ist der U.S.-Aktienmarkt der unumstrittene Gewinner, wenn es darum geht, Vermögen zu schaffen und er hat sich trotz Schwierigkeiten immer wieder erholt.

Jason Hall: Die härteste Lektion, die ich lernen musste, ist, wie schlecht Menschen darin sind, kurzfristige Marktbewegungen vorherzusagen.

Millionen wurden dafür ausgegeben, den Markt zu analysieren und keine einzige verlässliche und wiederholbare Methode konnte entdeckt oder entwickelt werden. Und das aus gutem Grund: er ist mit seinen Millionen Käufern und Verkäufern, die alle unterschiedliche Ziele, Gründe und Motivationen haben, zu komplex. Hinzu kommen dann noch unvorhergesehene äußere Faktoren wie weltweite Volkswirtschaften, Rohstoffengpässe oder Überangebote, Kriege, neue Technologien und so weiter. Es gibt zu viele unvorhersehbare Elemente von Monat zu Monat, Quartal zu Quartal und von einem Jahr zum nächsten.

Ja, es gibt einige allgemeine Trends nach oben und unten, denen Menschen folgen, aber das ist die Marktstimmung – wann der Markt sich wenden oder auf- oder abschwingen wird, werden wir nie vorhersehen können.

Langfristig kann man viel besser planen, weil das ganze kurzfristige Auf und Ab, von dem George oben schreibt, einen geringen Einfluss auf das große Ganze hat.

Unternehmen erfinden sich weiterhin neu und verkaufen Güter und Dienstleistungen. Das Bevölkerungswachstum macht den Kuchen größer. Die Unternehmen profitieren davon und wachsen auch. Und Aktien tendieren dazu, zu steigen und machen damit – ich bediene mich wieder bei George – den U.S.-Aktienmarkt zur besten Vermögensquelle für die meisten von uns.

Hier die Regel: Investiere langfristig, denn du wirst es nicht schaffen, das Timing des Markts vorauszusehen.

Warren Buffett kommt nach Deutschland - Gut, dass du schon hier bist!

Häufig ist es beim Investieren besser, sich an Bewährtes zu halten als eine komplett neue Strategie auszutüfteln. Unser Vorschlag: Mach's wie Warren Buffett! Der will einen Teil seines Geldes nämlich irgendwo zwischen der Hallig Hooge und Oberstdorf anlegen. Das kannst Du ausnutzen: In unserem neuen kostenlosen Sonderbericht zeigen wir dir vier Möglichkeiten, von Warren Buffetts Aktivitäten in Deutschland zu profitieren. Klick einfach hier.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway. 

Dieser Artikel wurde von Dan Caplinger auf Englisch verfasst und am 8.2.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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