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Ist einer von ihnen der nächste Warren Buffett?

Die meisten von uns Investoren können nichts dagegen tun. Wir wollen, dass unsere Investitionen wachsen – und zwar robust. Wir haben nach dem „nächsten Microsoft“ gesucht und sind sehr an Aktien interessiert, die vielleicht das „nächste Apple“ werden könnten. Daher ist es logisch, dass wir an Investmenttitanen interessiert sind – Leute, die eine großartige Geschichte haben und von denen wir lernen können, besser Investoren zu werden. Es ist schwierig an einen besseren Investor als Warren Buffett zu denken, deswegen gibt es an dieser Stelle einen Blick auf drei Menschen, die mit Buffett verglichen wurden.

Dan Caplinger: Der kanadische Pharma-Gigant Valeant Pharmaceuticals (WKN:A1C6JH) hat in letzter Zeit wegen fallender Anteilspreise für viel Aufsehen gesorgt, aber ein großer Teil der Enttäuschung unter den Anlegern resultiert aus dem großen Optimismus gegenüber CEO Micheal Pearson. Einige hielten Pearson für den neuen Warren Buffett und betonten dabei seine auf Akquisitionen basierende Strategie, die ein langfristiger Versuch sein sollte, ein auf Gesundheit spezialisiertes Konglomerat zu schaffen, welches von der gesamten Branche respektiert würde. Tatsächlich hat Pearson selbst ehrgeizige Ziele für Valeant gesetzt – in der Hoffnung, das Unternehmen in diesem Jahr zu einem der Top-5-Medikamentenhersteller der Welt zu machen.

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Pearson hatte größtenteils Erfolg damit, Valeant zu einem großen Spieler in der Branche zu machen. Die Aktie verfünffachte sich im Wert in nur fünf Jahren und Pearson war für einen sehr beeindruckenden Sprung in der Branche verantwortlich.

Aber Valeant wurde letztes Jahr Zentrum eines Skandals, in dem es um ein geheimes Netzwerk von speziellen Medikamenten und Preiserhöhungen auf wichtige Medikamente ging, was zu einer Anhörung und einem Fall des Aktienpreises führte. Ende Dezember kam Pearson wegen einer Lungenentzündung ins Krankenhaus und Valeant musste einen Übergangs-CEO ernennen. Sollte Valeant da heil herauskommen, ist es unwahrscheinlich, dass die Vergleiche zwischen Pearson und Buffett anhalten werden, aber Investoren sollten ihn noch nicht vergessen.

Jason Hall: Markel Corporations (WKN:885036) Co-CEO Tom Gayner schafft es einfach auf diese Liste und ist schon lange einer der erfolgreichsten Geldverteiler der Welt. Er wurde kürzlich zum Co-CEO von Markel gewählt, nachdem er 20 Jahre bei dem Unternehmen war, im letzten Jahrzehnt in erster Linie als Chief Investment Officer.

In seiner Zeit als CIO hat Gayner die Cashflows, die durch Markels Hauptgeschäft mit Versicherungen generiert wurden, genutzt, um außergewöhnliche Gewinne einzufahren. Hier sind einige seiner besten langfristigen Investitionen:

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Aktien auszuwählen ist nur ein Teil dessen, was Gayner bei Markel in den letzten 25 Jahren gut gemacht hat. Vor Kurzem hat er stetig solide Cash-Cow-Geschäfte unter dem Tochterunternehmen Markel Ventures erworben – ein Schritt direkt aus Buffetts Trickkiste. Und während Tom Gayner nicht allein dafür verantwortlich ist, war Markel seit 1990 eine der besten Aktien – seit er dem Unternehmen beigetreten ist:

MKL TOTAL RETURN PRICE DATA BY YCHARTS

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Auch wenn er bereits so erfolgreich war, steht Gayner mit 53 Jahren vielleicht gerade am Anfang. Markel ist immer noch relativ klein und hat eine Marktkapitalisierung von etwas über 11 Milliarden USD – nicht viel mehr als Berkshire, als Buffett im gleichen Alter war. Außerdem hat Buffet den Großteil seines Vermögens verdient, nachdem er 50 geworden war – und das meiste davon war mit Berkshire.

Das ist kein Versprechen dafür, dass Gayner Ähnliches liefern kann wie Buffett mit Berkshire oder dass er überhaupt noch 30 Jahre bei Markel bleiben wird. Man kann sein Potenzial jedoch nicht abstreiten.

PREM WATSA. CREDIT: INSIDERMONKEY.COM.

PREM WATSA. FOTO CREDIT: INSIDERMONKEY.COM.

Selena Maranjian: Er wird häufig als „Kanadas Warren Buffett“ bezeichnet: Prem Watsa, Gründer von Torontos Fairfax Financial (WKN:899676). Es handelt sich hierbei wie bei Buffetts Berkshire um ein großes Versicherungsunternehmen mit vielen anderen Geschäften wie Reisedienste, Tiernahrung, Restaurants, Sportausrüstung. Die Aktie des Unternehmens hat eine ähnlich starke Geschichte wie Berkshire – allerdings nicht so lang und verbuchte zwischen 1985 und 2014 durchschnittlichen jährlichen Gewinnwachstum in Höhe von ungefähr 20 %. Wie Buffett schreibt auch Watsa jährlich einen langen Aktionärsbrief, in dem er die Leistung des Unternehmens beschreibt.

Warren Buffetts Investment-Mentor war Benjamin Graham – Prem Watsa hat seinen Sohn nach Graham benannt. So wie Buffett seine Milliarden aus quasi nichts gemacht hat, ist Watsa Berichten zufolge 1972 in seinen frühen 20ern mit nur 8 Dollar in der Tasche nach Kanada gekommen.

Prem Watsa ist wie Buffett ein Value-Investor, der sagte: „Konzentrier dich auf eine langfristige werteorientierte Strategie und nicht auf kurzfristige Gewinne“. In Bezug auf den Aktienmarkt sagte er: „Manchmal kauft er zu hohen Preisen und verkauft zu niedrigen. Denk niemals, er wisse mehr als du“.

Watsa ist jedoch nicht Buffetts Klon. Ein großer Unterschied liegt in seiner augenscheinlichen Toleranz für Risiken. Fairfax besaß kürzlich mehr als ein Viertel von BlackBerry (WKN:A1W2YK) und Overstock.com ist eine weitere wichtige Anlage. Buffett bevorzugt allgemein mehr Einsicht in die Zukunft eines Unternehmens, bevor er investiert und während keines dieser beiden Unternehmen am Abgrund steht, arbeiten doch beide an einer Kehrtwende. BlackBerry nutzt beispielsweise das Android-System und entfernt sich immer weiter von seinem eigenen und entwickelt außerdem Technologie für autonome Autos.

Watsa ist vielleicht nicht all das, was Buffett ist, aber ihn und sein Unternehmen sollte man definitiv im Blick haben. Die Aktie zahlt sogar eine Dividende, die kürzlich 2 % ausschüttete.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Apple, Markel und Valeant Pharmaceuticals. 

Dieser Artikel wurde von Selena Maranjian auf Englisch verfasst und am 31.1.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.