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Solltest du Barrick kaufen oder verkaufen, wenn es 3 Milliarden USD abschreibt?

Foto: Pixabay, PublicDomainPictures

Aufgrund der eingebrochenen Goldpreise (innerhalb von vier Jahren sind sie um 40 % gesunken) gab Barrick Gold (WKN:870450) bekannt, dass es Abschreibungen bei seinen Minen in Chile, Argentinien und der Dominikanischen Republik in Höhe von 1,2 Milliarden USD vornehmen könnte. Es könnte auch Goodwill aus früheren Übernahmen in Höhe von zusätzlichen 1,8 Milliarden USD abschreiben. Damit läge der Gesamtabschreibungsbetrag bei 3 Milliarden USD.

Obwohl die Abschreibungen kein Bargeld betreffen (es gibt keine Ausgaben), können sie einen deutlichen Einfluss auf die bestehenden Schulden und die Fähigkeit, in Zukunft Schulden aufzunehmen, haben. Die Mehrheit der Kredite, die das Unternehmen aufgenommen hat, hat eine Kreditvereinbarungsklausel. Dadurch muss Barrick ein bestimmtes Liquiditätsniveau aufrechterhalten, um die Anleihebesitzer bei Laune zu halten.

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Wie beeinflussen die anstehenden Abschreibungen Barrick?

Schulden sind immer noch die Nummer eins

Letztes Jahr entschied sich Barrack angesichts der bröckelnden Rohstoffpreise und einer überstrapazierten Bilanz, seine riesige Schuldenlast zu verringern. Da der Aktienpreis um 40 bis 50 % gesunken war, wäre es schwer, neue Aktien auszugeben, um Geld einzunehmen. Stattdessen verkaufte Barrick Anlagen. Zwar ist dieser Weg nicht der Attraktivste in einem Bärenmarkt (dieser bedeutet niedrigere Verkaufspreise), aber er war die einzige Option.

Seit Januar 2015 hat Barrick seine Schuldenlast von 13,1 Milliarden USD auf 11,2 Milliarden USD gedrückt. Sobald die noch schwebenden Transaktionen abgeschlossen sind, werden es 10,1 Milliarden USD sein. Die Schuldenreduktion dürfte dem Unternehmen Zinszahlungen in Höhe von 140 Millionen USD pro Jahr sparen. Da noch 4 Milliarden USD an ungezogenen Kreditlinien zur Verfügung stehen und nur 250 Millionen USD an Schulden vor 2018 fällig sind (der größte Teil ist nach 2032 fällig), ist Barrick in einer guten Position, sich auf andere Initiativen zu konzentrieren.

Die Kosten fallen, um die niedrigeren Verkaufspreise widerzuspiegeln

Während es seine Bilanz gestärkt hat, war Barrick auch in der Lage, seine Produktionskosten zu senken. Als der Goldpreis 2012 bei 1.700 USD lag, hatte das Unternehmen Gesamtproduktionskosten in Höhe von 1.014 USD je Unze und damit viel Platz für Gewinnmargen. Gegenwärtig liegt der Goldpreis bei 1.100 USD und die Gewinne wurden minimiert.

Um dem entgegenzuwirken, hat Barrick seine Kosten dramatisch gesenkt. Für 2015 lagen die Gesamtproduktionskosten bei rund 850 USD je Unze. Das ist gegenüber 2012 eine Verbesserung um 16 %. Letztes Jahr fielen die Kosten das vierte Jahr in Folge.

Das Unternehmen hat noch Platz, seine Kosten weiter zu senken. Die Anlagenverkäufe werden weiter vorangetrieben und die teuersten Minen stehen ganz oben auf der Verkaufsliste. Fast zwei Drittel von Barricks Minen haben Förderkosten von 700 bis 725 USD je Unze. Weitere Verkäufe sollten dabei helfen, das verbleibende Geschäft zu stärken und gleichzeitig die Schulen abzubauen.

Der Aktienpreis erholt sich

Es sieht so aus, als ob der Markt langsam wieder Interesse an Barrick bekommt. In den letzten drei Monaten sind die Preise der Aktie um 20 % gestiegen, obwohl der Goldpreis um mehr als 60 USD je Unze nach unten gegangen ist. Das Kurs-Buchwertverhältnis des Unternehmens ist auf 1,11 geklettert. Im Vergleich dazu wird der Wettbewerber Newmont Mining (WKN:853823) zu einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,78 gehandelt, obwohl er ein paar besondere Vorteile hat.

Ein höherer Anteil an Newmonts Anlagen ist aktiv (anstatt unter Entwicklung). Dies bedeutet, es muss nicht so viel Geld für Investitionen ausgeben. Hinzukommt, dass Newmont nur eine Schuldenlast im Vergleich zum Eigenkapital von 0,65 hat. Barrick hingegen schleppt sich mit einem Verhältnis von 1,28 herum.

Obwohl Barrick viele Dinge richtig macht, scheint es so, als ob die Bewertung bereits die Erreichung der Ziele vorwegnimmt. Wenn du bullisch bei Gold bist, dann solltest du dir ein paar preiswertere Aktien dieser Branche anschauen.

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Dieser Artikel wurde von Ryan Vanzo auf Englisch verfasst und am 25.01.2016 auf Fool.ca veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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