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3 Dividendenaktien, die du auf dem Radar haben solltest

Foto: Pixabay, FraukeFeind

Das neue Jahr ist gerade einmal ein paar Wochen alt und der Down Jones Industrial Average ist schon um 8 % gefallen. Das klingt jetzt wahrscheinlich nach schlechten Nachrichten. Aber hier ist ein Aspekt von fallenden Kursen, den du vielleicht noch nicht miteinbezogen hast.

Die Dividendenrendite einer Aktie entspricht dem Betrag, den das Unternehmen ausschüttet, geteilt durch den Kurs der Aktie. Wenn der Kurswert kleiner wird, dann steigt damit automatisch die Dividendenrendite.

Das bedeutet, je mehr Kursverluste eine Aktie erleiden muss, desto höher wird die Dividende und hier sind die drei Dividenden, die uns in dieser Beziehung am Besten gefallen.

Dan Caplinger:

Eine Dividendenaktie, die man 2016 im Auge behalten sollte, ist Chevron (WKN:852552) und das nicht notwendigerweise nur wegen der guten Nachrichten. Der Energiesektor hat auch im neuen Jahr Probleme und die Preise für Rohöl sind auf das niedrigste Niveau seit Jahren gefallen. Gleichzeitig geht die Angst, es könnte noch schlimmer kommen. Obwohl Chevron und die anderen großen Ölfirmen vor den Preisrückgängen besser geschützt sind als einige kleine, unabhängige Öl- und Gasproduzenten, so bekommen selbst die größten Unternehmen in dieser Branche Probleme.

Chevron hat unerwarteterweise 2015 seine Dividende nicht erhöht. Das markiert damit ein sehr seltenes Phänomen, da der Dividendenaristokrat seine Dividende in den letzten 28 Jahren zuvor jedes Jahr erhöht hat. Bisher bringt das den Status als Dividendenaristokrat nicht in Gefahr, da die letzte Erhöhung Mitte des Vorjahres kam. Wenn der Ölpreis aber weiter so niedrig bleiben sollte, dann könnte es auch für Chevron hart werden, eine Erhöhung der aktuellen Dividende von 5 % zu rechtfertigen. Da die Auszahlungsquote aufgrund der fallenden Gewinne steigt, wird sich die Bedrohung für den Ölgiganten nur verschlimmern. Da können die Investoren nur hoffen, dass die Energiepreise wieder steigen , bevor Chevron gegensteuern muss.

Sean Williams:

Wir haben bereits im letzten Jahr gesehen, welche Probleme die Kohleindustrie hat, aber ich habe trotzdem dieses Jahr ein Auge auf Alliance Resource Partners (WKN:925301).

Machen wir uns nichts vor: Alliance Resource Partners hatte letztes Jahr riesige Probleme. Die Aktie ist um mehr als 65 % gefallen, als das Unternehmen aufgrund des Überangebots die Produktion reduzierte. Darüber hinaus waren die Aussichten schwach und die Kohlepreise weiterhin niedrig. Das Unternehmen beendete auch seinen Lauf von 29 aufeinanderfolgenden quartalsweisen Dividendenerhöhungen, indem die Dividende auf dem gleichen Niveau wie im Oktober 2015 gehalten wurde. Bei der aktuellen Rendite von 20 % sollte jeder Dividendenanleger schwach werden, aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass das Unternehmen eine Kürzung vornehmen wird, um Kapital zu sparen.

Und jetzt die guten Nachrichten: Alliance Resource Partners ist ein so besonderes Unternehmen in diesem Sektor, weil es seine Verträge Jahre im Voraus schließt. Dadurch stellt Alliance sicher, dass nur ein sehr kleiner Anteil der Produktion der Volatilität der Marktpreise ausgesetzt ist. Zusätzlich dazu hat Alliance niedrigere Produktionskosten als viele seiner Konkurrenten und auch eine deutlich solidere Bilanz. Während viele Konkurrenten Milliardenschulden haben, die ihnen bis zum Hals stehen, hat Alliance Resource nur 933 Millionen USD Nettoschulden, wovon 322 Millionen USD an freiem Cashflow nach Zahlung der Verbindlichkeiten auf die letzten 12 Monate entfallen.

Wir sollten auch nicht die Tatsache außer Acht lassen, dass Kohle noch immer die wichtigste Energiequelle in den USA darstellt. Daten der Energy Information Administration zeigen, dass 2014 bei der Erzeugung von 39 % aller Elektrizität Kohle als Energiequelle benutzt wurde. Sie ist vielleicht nicht so sauber wie Erdgas, aber sie wird auch nicht über Nacht verschwinden. Kohle ist auch für Länder wie China und Indien sehr wichtig, daher bestehen auch Möglichkeiten zum Export.

Obwohl Alliance Resource eventuell die Dividende kürzen könnte, könnte ich mir vorstellen, dass die Dividendenrendite in den nächsten Jahren die 10 % übersteigen könnte, was für 2016 und danach ein interessanter Kandidat für Einkommensinvestoren sein könnte.

Rich Smith:

Eine meiner bevorzugten Dividendenaktien ist Emerson Electric (WKN:850981). Dieser breit diversifizierte Konzern stellt alles von Ventilen, Stellantrieben und Reglern für ganze Wechselstromgeneratoren, Motoren und sogar Laufwerke her – plus die Software, um das alles zu betreiben. In einer Wirtschaft, die schnell auf elektrisch umstellt (selbst die Autos), ist das ein Unternehmen, das wahrscheinlich gute Karten hat. Und obwohl die Aktie in den letzten 52 Wochen um fast 30 % gefallen ist, spiegelt der Kurse diese Perspektiven nicht wider.

Für jeden, der Dividenden mag, ist das eine gute Sache.

Dank der fallenden Kurse wirft die jährliche Dividende von 1,90 USD aktuell starke 4,4 % ab – oder dreizehnmal so viel wie dir deine Bank an Zinsen zahlen würde. Das ist ein gutes Geschäft für Dividendenanleger und die Aktie sieht auch ziemlich gut aus.

Die Aktie von Emerson kostet aktuell das 10,8fache der Gewinne. Wenn wir dann noch die Dividendenrendite von 4,4 % und das langfristige Gewinnwachstum von 5,6 % zusammenrechnen, dann bedeutet das, man bekommt eine Gesamtrendite von 11 % auf die Aktie und damit ist das Verhältnis der Gesamtrendite zum Kurs-Gewinn-Verhältnis geringer als 1,0.

Der einzige Vorbehalt, den ich habe, und das ist auch der Grund, warum ich sie selbst noch nicht gekauft habe, ist folgender: Emerson hat nur 1,8 Milliarden USD an freiem Cashflow im letzten Jahr erzeugt, was ziemlich wenig ist im Vergleich zu den 2,7 Milliarden USD an GAAP-Gewinnen, die das Unternehmen in den vorausgehenden 12 Monaten erwirtschaftet hatte. Wenn und sobald sich der freie Cashflow verbessert, dann kommt die Aktie auf meine Einkaufsliste.

Ein Wort der Warnung

Da haben wir’s. Bevor man aber den „Kauf”-Button klickt, empfehle ich, sich mit anderen Investoren kurzzuschließen und zu hören, was die davon halten. Zwei Köpfe sind besser als einer und die Fools in unseren Diskussionsforen sind sogar noch besser.

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Motley Fool empfiehlt Alliance Resource Partners, Chevron und Emerson Electric.

Dieser Artikel wurde von Dan Caplinger, Rich Smith und Sean Williams  auf Englisch verfasst und wurde am 23.01.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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