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Ein Fehler, den du 2016 nicht machen solltest

Foto: Pixabay, stevepb

Es ist schwer, einen Artikel über einen einzelnen Investmentfehler zu schreiben, denn es gibt einfach so viele gefährliche Fehler, die so viele von uns machen. Je mehr ich darüber nachdenke, desto klarer wird mir, dass viele davon in dieselbe Kategorie fallen: Sie passieren, wenn unsere Gefühle oder unsere Persönlichkeit unser Verhalten beim Investieren mehr bestimmen als die Vernunft und rationales Denken.

Es folgen einige Beispiel, wie unsere Gefühle und Persönlichkeit uns im Weg stehen können, wenn wir versuchen, Wohlstand mit Aktien aufzubauen.

Ungeduld

Ungeduld mag ziemlich unschuldig aussehen, aber sie kann tödlich für den Aufbau von Wohlstand sein. Das liegt daran, dass nur wenige gute Investitionen geradlinig an Wert gewinnen. Volatilität gehört zum Investieren an der Börse einfach dazu und hochwertige Unternehmen können lange auf der Stelle treten, bevor sie über ihren intrinsischen Wert steigen.

BILDQUELLE: PIXABAY.

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Kurzfristiges Denken kann kann einen zu mittelmäßigen Ergebnissen verdammen. Denk an die Aktie von Amazon. In den letzten 15 Jahren hat sie im Durchschnitt 26 % gewonnen. Das ist wunderbar, aber für die meisten Investoren war das keine ruhige Zeit. Die Aktie lieferte 2007, 2009 und 2015 dreistelliges Wachstum, aber sie fiel auch zweistellig in den Jahren 2006, 2008 und 2014. Die Gewinner haben nicht verkauft.
Eine andere Folge von Ungeduld und häufigem Kaufen und Verkaufen ist, dass du hohe Transaktionskosten und auch mehr Steuern zahlen musst.

Impulsivität

Auch das ist gefährlich für dein Portfolio. Dabei investierst du in Aktien oder andere Dinge, nachdem du nur in einem Artikel davon gelesen hast oder ein Wahrsager sie im Fernsehen angepriesen hat. Du könntest auch in bestimmte Unternehmen investieren, weil du das willst, weil sie zu den größten in einem Industriezweig gehören, der dir sehr gefällt oder weil sie spannende, neue Unternehmen sind.

Diszipliniert zu sein, wird dir deutlich mehr bringen. Bevor du in eine Aktie investierst, solltest du sie genau unter die Lupe nehmen, die Jahresberichte ansehen, die Wettbewerbsvorteile überprüfen, den aktuellen Kurs bewerten und so weiter. Im Idealfall sollte das Unternehmen sich bewährt haben, Gewinne machen, eine starke Bilanz aufweisen, keine oder nur wenig Schulden und gute Wachstumsmöglichkeiten haben.

BILDQUELLE: PIXABAY

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Angst

Deiner Angst solltest du beim Investieren auch nicht nachgeben. Sie kann dich dazu bringen, hochwertige Unternehmen zu verkaufen, weil sie gerade vor einem kurzfristigen Problem stehen oder weil der ganze Markt schon seit einiger Zeit auf Talfahrt ist. Ein Beispiel dafür ist Chipotle Mexican Grill, dessen Kurs im letzten Jahr um etwa 33 % gefallen ist, nachdem es mehrere Meldungen von Lebensmittelkontaminationen gab.

Wenn du ein Investor bist und mit dem Gedanken spielst zu verkaufen oder dich um weitere Kursverluste sorgst, dann frag dich selbst, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass das eine temporäre oder eine permanente Situation ist. Wenn du daran glaubst, dass das Unternehmen das Vertrauen der Kunden zurückgewinnen kann (vielleicht teilweise durch eine Schließung am 8. Februar, um die Mitarbeiter in den neuen Prozessen zur Lebensmittelsicherheit zu unterweisen), dann solltest du die Aktie weiterhin halten.

Es ist auch eine gute Idee, einen Investitionsplan zu haben und ihn auch einzuhalten, auch wenn der Markt zwischendurch in die falsche Richtung abdreht. Erkenne, welche Art von Investor du bist und wie du an die Sache herangehst – zum Beispiel, ob zu einen langfristigen wertorientierten Ansatz verfolgst, wo du unterbewertete Aktien suchst und sie nicht mehr verkaufst.

BILDQUELLE: PIXABAY.

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Gier

Auch das ist keine Überraschung. Du könntest zum Beispiel schnell steigende Aktien kaufen, wenn sie schon überbewertet sind. Wenn du das tust, dann werden sie aber eher an Wert verlieren als noch weiter zu steigen. Gier kann dazu führen, dass du überstürzt in Dinge investierst, die du nicht komplett verstehst – wie viele andere auch, die vor Jahren in Enron investiert haben.

Die Gier kann auch dazu führen, dass du versuchst, den Markt oder eine bestimmte Aktie zu timen, um zum besten Zeitpunkt einzusteigen und wieder auszusteigen, bevor es Probleme gibt. Niemand weiß genau, wann der Markt oder bestimmte Aktien steigen oder fallen und oft wirst du dadurch Aktien verpassen, die eine starke Performance hinlegen.

Übermäßiges Selbstvertrauen

Auch das kann deine Gewinne zunichte machen. Wenn wir zu viel Selbstvertrauen haben, dann glauben wir, dass wir besser darin sind, Aktien auszusuchen und sie zu verwalten als andere. Selbst wenn du langfristig positive Gewinne realisiert hast, könnte doch ein genauerer Blick offenbaren, dass deine Performance unter der des S&P 500 liegt – in diesem Fall könntest du dein Geld genauso gut in einen Indexfonds stecken. Das ist keine Schande, selbst Warren Buffett hat kostengünstige breite Indexfonds für die meisten von uns empfohlen.

Empfehlenswert sind der SPDR S&P 500 ETF (WKN:A1C4T1), der Vanguard Total Stock Market ETF (WKN:676773) oder der Vanguard Total World Stock ETF (NYSEMKT:VTI). Diese Fonds verteilen dein Geld jeweils auf 80 % des amerikanischen Marktes, den gesamten US-Markt oder fast alle Börsen dieser Welt.
Wenn du dieses Jahr und darüber hinaus investierst, versuch, deine Gefühle und deine Persönlichkeit im Zaun zu halten. Mach einen Plan, bleib diszipliniert, halte ihn ein und sei geduldig.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon.com und Chipotle Mexican Grill.

Dieser Artikel wurde von Selena Maranjian auf Englisch verfasst und wurde am 19.01.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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