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Wie geht’s mit Glencore, Anglo American und BHP Billiton weiter?

Foto: Pixabay, marcindrews

Als ob es nicht schon genug Geplapper gäbe, jetzt muss ich auch noch meine Meinung zum Minensektor kundtun.

Glencore

Die Aussichten auf eine Nullrunde beim Gewinnwachstum, keine Dividende und große Unsicherheit bei den Preisen bedeuten, dass Glencore (WKN:A1JAGV) wahrscheinlich auch für die besten Investoren eine Herausforderung darstellen wird. Diese Dinge machen eine Bewertung einfach sehr schwierig.

Obwohl die Schwankungen bei den Rohstoffpreisen auch weiterhin für volatile Kurse sorgen werden, glaube ich, dass die Entwicklungen in der Bilanz am Ende das Schicksal von Glencore bestimmen werden. Die Schuldenziele und Schuldenreduzierungsziele werden von jetzt an im Fokus der Investoren stehen.

Während das Management die Nettoschulden bei 29 Milliarden USD anlegt und versprochen hat, diese mittelfristig in den „niedrigen 20er Milliardenbereich zu senken”, könnten sich die Nettoschulden bei konservativer Rechnung auch auf über 40 Milliarden USD erhöhen.

Das bedeutet natürlich viel Arbeit für den Vorstand und weitere Enttäuschungen oder Kursstürze können nicht ausgeschlossen werden.

Anglo American

Im Dezember war Anglo American (WKN:A0MUKL) das erste Minenunternehmen, das seine Dividende aussetzte, nachdem eine „radikale Umstrukturierung” am Investorentag angekündigt worden war. Obwohl die Umstrukturierung wohl bedeutet, dass Anglo Unternehmensteile verkaufen und die Belegschaft um mehr als 50 % reduzieren wird, machen sich viele Sorgen, dass das nicht weit genug geht. Einige spekulieren auch, dass es rechtliche Problem geben könnte.

Meiner Meinung nach ist das nicht das Problem von Anglo, denn die Bilanz ist nicht so ein großes Problem wie bei anderen Unternehmen in diesem Sektor. Bei einer Verschuldung von 35 % und einem Verhältnis von Schulden zu Eigenkapital von 0,58 zählt Anglo nicht zu den Minenunternehmen mit überspannter Bilanz.

Trotzdem muss das Unternehmen, wenn es seine Profitabilität sicher stellen will, seine Kosten drastisch einschränken, selbst wenn die Rohstoffpreise sich auf dem aktuellen Niveau stabilisieren sollten. Aber mit der richtigen Neuorganisation, denke ich, könnte das Unternehmen vielleicht in einem akzeptablen zeitlichen Rahmen das Steuer herum reißen.

BHP Billiton

Letzte Woche traf BHP (WKN:863578) in der Not die umstrittene Entscheidung, seine Schieferölanlagen in den USA abzuschreiben. Das gefiel den Investoren nicht, da das Unternehmen in den letzten 10 Jahren über 20 Milliarden USD ausgegeben hat, um sich in diesem Markt eine Präsenz aufzubauen.

Meiner Meinung nach ist das wie bei Anglo. Auch hier haben wir nicht dieselben Bilanzprobleme wie bei vielen anderen Minenunternehmen, die in ernsten Schwierigkeiten stecken. Das legt nahe, nachdem wir einen kritischen Blick auf das Portfolio geworfen haben, dass das Unternehmen den aktuellen Abschwung überstehen sollte.
Aufgrund seiner Größe und der Bilanz könnte BHP sogar von der aktuellen Situation profitieren, denn andere Unternehmen haben größere Probleme und ihre Vermögenswerte werden dadurch nur billiger.

Andererseits muss das Management erst noch die Dividende kürzen. Der Analystenkonsens erwartet, dass das Unternehmen nächstes Jahr mehr an Dividenden zahlen wird, als es dieses und auch im nächsten Jahr an Gewinn machen wird. Bis das Management in den sauren Apfel beißt, wird das ein Risiko für die Aktie sein, das von den anderen Bemühungen ablenken wird.

Ich würde sagen, dass bei der Verkündung der Zahlen im Februar wahrscheinlich die Dividende auf absehbare Zeit gestrichen wird. Gleichzeitig wird BHP seinen eigenen Aktionsplan bezüglich Kosten und Investitionsaufwand verkünden.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von James Skinner auf Englisch verfasst und wurde am 18.01.2016 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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