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3 attraktive Einkommensaktien, deren Dividenden sich verdoppeln könnten

Foto: Pixabay

Dividendenaktien sind oft das Fundament eines guten Pensionsportfolios. Dividendenzahlungen geben dir nicht nur Geld zum Leben, sondern helfen auch, Abwärtsbewegungen des Marktes abzumildern. Darüber hinaus sind sie normalerweise ein Indiz für ein finanziell gesundes Unternehmen. Dividenden geben Investoren eine schmerzlose Möglichkeit, in eine Aktie zu reinvestieren und damit die künftigen Auszahlungen zu erhöhen und vom Zinseszinseffekt zu profitieren.

Aber nicht alle Einkommensaktien schöpfen ihr Potenzial voll aus. Wenn wir uns die Auszahlungsquote, also den Anteil an den Gewinnen eines Unternehmens ansehen, der in Form von Dividenden an die Aktionäre zurückfließt, dann sehen wir, ob ein Unternehmen noch Spielraum hat, um die Dividende zu erhöhen. Am besten gefallen uns Auszahlungsquoten zwischen 50 % und 75 %. Es folgen drei Einkommensaktien mit Auszahlungsquoten von unter 50 %, die ihre Dividenden potenziell verdoppeln könnten.

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Cisco Systems

Du hast richtig gelesen. Manchmal findet man die besten Aussichten auf Dividendenwachstum bei Unternehmen mit hoher Marktkapitalisierung wie dem Netzwerkriesen  Cisco Systems (WKN:878841).

Cisco hat in den letzten Jahren eine ziemliche Wandlung vollzogen und seine Konzentration von statischen Servern auf dynamische Datenzentren und Cloudtechnologie verlagert. Aber dieser Wandel hatte seinen Preis: Cisco hat seitdem John Chamber als CEO übernommen hat, fast 20.000 Arbeitsplätze vernichtet. Diese Schritte waren notwendig, da Cisco in die Datenzentren und Cloudtechnologie investieren musste, wertschaffende Akquisitionen getätigt hat und sicherstellen musste, dass der Gewinn pro Aktie trotz aller Volatilität durch Rückkäufe relativ stabil blieb, um die Investoren nicht zu enttäuschen.

BILDQUELLE: CISCO.

BILDQUELLE: CISCO.

Und hier kommen die guten Nachrichten: Das organische und anorganische Wachstum sind nach den starken Kostenreduzierungen intakt. Die Produktumsätze stiegen im ersten Quartal des Steuerjahres 2016 um 4 %. Die Einnahmen aus den Datenzentren und der Zusammenarbeit zwischen den Unternehmensteilen stiegen um jeweils 24 % und 17 %. Das Unternehmen lieferte starkes Wachstum in den Sparten Wireless und Sicherheit. Die Übernahme von Sourcefire, einem der bekannteren Provider für Cybersicherheitslösungen, im Jahr 2013 für 2,7 Milliarden USD hat sich als ein guter Kauf herausgestellt, der zur Diversifizierung von Ciscos Produktportfolio beigetragen hat.

Das Tolle an Cisco ist aber der unglaubliche Cashflow, der in jedem der letzten drei Jahre mehr als 11 Milliarden USD erreicht hat. Der dominante Marktanteil von Cisco im Bereich Netzwerkausrüstung (genau wie die Erwartung, dass die Nachfrage nach Kunden- und Unternehmensdaten nur weiter steigen wird) gibt dem Unternehmen starke Preissetzungsmacht, was wiederum zu gesunden Margen führt. Der Cashflow ist der vorrangige Grund, warum die Dividende von Cisco sich verdoppeln könnte. Ich könnte mir vorstellen, dass die jährliche Ausschüttung von 0,84 USD sich innerhalb der nächsten 10 Jahre verdoppeln könnte, solange das Gewinnwachstum pro Aktie im hohen einstelligen Bereich bleibt.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich glaube Cisco wird eine sehr gute Dividendenaktie im Tech-Bereich bleiben.

J.B. Hunt Transport Services

Wie ironisch: Das Speditionsunternehmen J.B. Hunt Transport Services (WKN:885365) beendete das Jahr nahe seinem 52-Wochentief, da die Ölpreise immer weiter fallen.

J.B. HUNT INTERMODAL TRANSPORT. BILDQUELLE: FLICKR USER ROY LUCK.

Oberflächlich sieht es so aus, als wären die niedrigeren Benzinpreise gut für jedes Transportunternehmen. Fluglinien zum Beispiel sparen bei den Treibstoffkosten und erzielen dadurch höhere Margen. J.B. Hunt hatte da leider nicht so viel Glück. Die Mindereinnahmen durch niedrigere Kraftstoffzuschläge gleichen die Mehrlasten im Intermodalverkehr und anderen Vertragsdienstleistungen, wie auch den Kapazitätsanstieg im Speditionsgeschäft nicht aus. In anderen Worten: Die Speditionen haben damit zu kämpfen, die hohen Margen an ihre Kunden weiterzugeben und das schadet den Gewinnen. Aber zum Glück für J.B. Hunt und seine Konkurrenten wird die Ölschlappe wahrscheinlich nicht für immer anhalten. Das lässt hoffen, dass schon bald besseren Preise erzielt werden können.

Darüber hinaus könnte eine Investition in J.B. Hunt im Lauf der Zeit hohe Dividenden abwerfen. Während des Investorentages wurden unter den Risiken für das Unternehmen auch die Kosten für Technologieupgrades angeführt. Wenn aber jetzt Geld für Effizienzsteigerungen und eine Erhöhung der Kapazitäten ausgegeben wird, dann könnte das in ein paar Jahren schon zu deutlich höheren Margen führen. Geduldige Investoren werden über die aktuelle Margenerosion hinwegsehen können und sehen, wie der Betrieb effizienter wird und wie eine bessere Auslastung einen großen Beitrag dazu leisten kann, um langfristig die Gewinne zu erhöhen.

Bei J.B. Hunt wird bis 2018 ein Wachstum beim Gewinn pro Aktie von 3,16 USD im Jahr 2014 auf geschätzte 5,45 USD erwartet. Aktuell zahlt das Unternehmen nur 0,84 USD pro Aktie aus, was eine Dividendenrendite von 1,2 % ergibt. Wenn wir berücksichtigen, dass das Speditionsgeschäft sehr kapitalintensiv ist – das bedeutet, dass J.B. Hunt nicht zu viel vom Cashflow in die Dividende stecken wird – dann würde ich schätzen, dass sich die Dividende innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre verdoppeln könnte.

Teva Pharmaceutical Industries

Zu guter Letzt möchte ich noch deinen Blick auf einen anderen Giganten in der Pharma-Industrie lenken: Teva Pharmaceutical Industries (WKN:883035).

Teva und die Aktionäre haben zwei ziemlich wilde Jahre hinter sich. Das lag hauptsächlich an dem Ringen um das Multiple-Sklerose-Medikament Copaxone. Teva hat sich mit Händen und Füßen gegen die Hersteller von generischen Medikamenten gewehrt, um das Bestseller-Medikament noch länger exklusiv herstellen zu dürfen, das in Spitzenzeiten ein Fünftel der Jahreseinnahmen erwirtschaftete. Die gute Nachricht ist, dass die Gerichte im Sinne von Teva entschieden haben und damit die Generika noch so lange wie möglich in Schach halten. Zusätzlich gibt die neue Formel den bestehenden Kunden einen weiteren Grund, nicht auf ein günstigeres Generikum umzusteigen.

BILDQUELLE: TEVA PHARMACEUTICAL INDUSTRIES.

Aber was Teva so besonders macht, ist, dass es sich um ein Hybridunternehmen handelt – es verdient mit Generika genauso viel wie mit den eigenen Medikamenten. Den Markt aus diesen beiden Richtungen zu bearbeiten, gibt Teva die Möglichkeit, hohe Margen mit seinen Markenarzneimitteln zu erzielen und gleichzeitig sich vor den unvermeidlichen Patentverlusten durch das Geschäft mit Generika zu schützen. Es schadet auch nicht, dass die auslaufenden Patente den Entwicklern von Generika eine lange Vorlaufzeit geben, um neue Arzneimittel auf den Markt zu bringen.

Eine Übernahme, die die Zukunft von Teva bestimmen sollte, ist der Kauf der Generikasparte von Allergan für 40,5 Milliarden USD. Die etwa 1.000 Komponenten im Generikaportfolio von Allergan werden mit den mehr als 1.000 Produkten im Generikaportfolio von Teva einen neuen Giganten in diesem Bereich schaffen. Die Daten von 2014 von EvaluatePharma aus dem The Wall Street Journal besagen, dass wir es hier mit einem Umsatzvolumen von 15,7 Milliarden USD zu tun haben.

Die Analysten erwarten von Teva, den jährlichen Gewinn pro Aktie zwischen 2014 und 2018 von etwa 5 USD auf fast 7 USD zu erhöhen. Aktuell zahlt das Unternehmen eine jährliche Dividende von 1,36 USD pro Aktie. Daher kann man durchaus erwarten, das Teva die Auszahlung auf 2,72 USD oder mehr in den kommenden Jahren erhöhen wird. Das Unternehmen hat in den letzten 10 Jahren die Dividende immer wieder erhöht und solange die Schulden auf einem vernünftigen Niveau bleiben könnten auf die Aktionäre auch saftige Dividendenerhöhungen zukommen.

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Motley Fool empfiehlt Cisco Systems und Teva Pharmaceutical Industries.

Dieser Artikel wurde von Sean Williams  auf Englisch verfasst und wurde am 07.01.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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