The Motley Fool

Wie die Facebook-Aktie dieses Jahr 35 % gutgemacht hat

Die Aktie von Facebook (WKN:A1JWVX) hat ein erfolgreiches Jahr hinter sich. Im Kalenderjahr 2015 stieg sie um 35 %, während sich der S&P 500 kaum von der Stelle bewegte.

FB DATA BY YCHARTS

FB DATA BY YCHARTS

Zum Zeitpunkt, als dieser Artikel geschrieben wurde, wurde die Aktie für 105 USD gehandelt. Dies liegt nur 5 USD unter dem Allzeithoch, das Ende 2015 erreicht wurde.

Facebooks Bergfahrt ist besonders beeindruckend, wenn man betrachtet, was in den vergangen zwei Jahren passiert ist: Nach einem massiven Kurszuwachs von 2013 bis 2014 machte die Aktie auch 2015 einen großen Sprung nach oben. Unterm Strich hat die Aktie, seitdem das Unternehmen 2012 an die Börse gegangen ist, beeindruckende 230 % zugelegt.

Was steckt hinter dem eindrucksvollen Kursanstieg im Jahr 2015? Hier sind drei Faktoren, die vermutlich die treibenden Kräfte hinter diesem Kurszuwachs waren.

  1. Kontinuierlich wachsende Nutzeranzahl

Schon zu Beginn des Jahres hatte Facebook bereits eine riesige Nutzerbasis. Wer hätte gedacht, dass es noch einige mehr werden sollten. Ende 2014 verzeichnete Facebook 1,39 Mrd. monatlich aktive Nutzer. Im jüngsten dritten Quartal vermeldete das Unternehmen 1,55 Mrd. monatlich aktive Nutzer – das sind 21 % der gesamten Weltbevölkerung.

Foto: The Motley Fool

Foto: The Motley Fool

Und das bis zuletzt verzeichnete Wachstum scheint sich robust fortzusetzen. Facebook hat alleine im dritten Geschäftsquartal etwa 60 Mio. monatlich und 50 Mio. täglich aktive Nutzer zugelegt.

Der Nutzerzuwachs stimmt Anleger glücklich, da er ein gutes Anzeichen für die Stärke der Plattform und ihrer Fähigkeit, weiterhin eine große Masse zu begeistern, ist. Ein größeres Publikum führt voraussichtlich auch zu höherem Umsatz.

Zum Vergleich: Twitter (WKN:A1W6XZ) hat zwischen dem letzten Quartal 2014 und dem dritten Quartal 2015 gerade einmal 28 Mio. monatlich aktive Nutzer dazugewonnen. Außerdem lag Twitters Jahreswachstum seiner monatlich aktiven Nutzer von 11 % im jüngsten Quartal unter den 14 %, die Facebook vorzuweisen hatte; und dabei ist Twitter noch eine viel kleinere soziale Plattform. Dieses dürftige Nutzerwachstum ist vermutlich der Hauptgrund für den diesjährigen Absturz der Aktie um 37 %.

  1. Wachsende Gewinne

Ein rapides Umsatzwachstum von 42,3 % hat in Kombination mit dem lukrativen Geschäftsmodel des sozialen Netzwerks Nettogewinne über die zurückliegenden 12 Monate nach oben katapultieren lassen.

Im jüngsten Quartal erzielte Facebook beispielsweise einen Nicht-GAAP-Nettogewinn von 1,6 Mrd. USD. Im Vorjahr waren es im gleichen Quartal noch 1,1 Mrd. USD.

Analysten gehen davon aus, dass Facebooks Profitabilität weiterhin steigen wird. Sie sind der übereinstimmenden Meinung, dass die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate für den Gewinn je Aktie über die nächsten 5 Jahre 29 % betragen wird.

  1. Erfolg über die Facebook-App hinaus

Das Tech-Unternehmen ist auf dem Weg, eine erfolgreiche Holdinggesellschaft zu werden und einige der bedeutendsten sozialen Plattformen neben seiner Facebook-Plattform unter einem Dach zu vereinen.

WHATSAPP. BILDQUELLE: WHATSAPP.

WHATSAPP. BILDQUELLE: WHATSAPP.

WhatsApp und Instagram – zwei Riesen, die Facebook übernommen hat – rühmen sich mit aktuell 900 bzw. 400 Mio. monatlich aktiven Nutzern. Beide Plattformen haben sogar mehr monatlich aktive Nutzer als Twitter (320 Mio.).

Und Facebook baut sogar Groups und Messenger in seine eigenen Plattformen ein. Groups und Messenger gehören jetzt mit 925 bzw. 700 monatlich aktiven Nutzern zu den bedeutendsten Plattformen des Unternehmens.

Entscheidend ist auch, dass Facebook-CEO Mark Zuckerberg es anscheinend schafft, das Vertrauen von Investoren zu gewinnen und sie von seiner Fähigkeit zu überzeugen, diese Plattformen in eigene Unternehmen umzuwandeln. Der CEO beweist, wie geschickt sich das soziale Netzwerk dabei anstellt, die Plattformen zu Geld zu machen, indem er erste B2C-Beziehungen knüpft, die Messenger dabei helfen sollen, ein eigenständiges Unternehmen zu werden. Und Facebooks Werbemaßnahmen auf Instagram scheinen weiterhin ein großer Erfolg zu sein.

Natürlich bedeutet ein steigender Aktienkurs oft eine überteuerte Bewertung. Und auch in Facebooks Fall scheint es so zu laufen. Investoren, die darauf schielen, die Aktie zu kaufen, sollten vielleicht aber noch einmal darüber nachdenken. Auf der anderen Seite erweckt die Aktie aufgrund der hervorragenden Führung des Unternehmens auch nicht den Anschein, als sollte man sie lieber verkaufen.

Das einfache Geheimnis, die besten Aktien zu kaufen

Wie Warren Buffett einmal sagte, musst du keinen IQ eines Genies haben, um ein großartiger Investor zu sein. Alles was du dafür brauchst ist einfache Mathematik, das Wissen auf welche Zahlen du schauen musst und etwas gesunden Menschenverstand. In unserem kostenlosen Spezialbericht "15 Bilanzkennzahlen, die dich zu einem besseren Anleger machen" teilen wir 15 Bilanzkennzahlen mit dir, mit Hilfe derer du die Aktien mit den besten Zukunftsaussichten identifizieren kannst. Klick hier, um kostenlosen Zugang zu diesem Sonderbericht zu erhalten.

The Motley Fool hält und empfiehlt Facebook und Twitter.

Dieser Artikel wurde Daniel Sparks auf Englisch verfasst und am 22.12.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.