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Ist es mit den Hardware-Verlusten bei BlackBerry bald vorbei?

Die Gewinne von BlackBerry (WKN:A1W2YK) haben die Wall Street überrascht und untermauern den Ruf von CEO John Chen, ein Experte für Trendwenden zu sein. Seit er die Zügel übernommen hat, nennt Chen das Unternehmen einen kranken Patienten und beziffert seine Erfolgschancen auf „50/50”.

Die letzten zwei Jahre unter seiner Ägide haben das Unternehmen stabiler gemacht, aber Chen scheint sich nicht mehr auf die Gerätesparte zu konzentrieren, um Gewinne zu machen. Er hat mehr Augenmerk auf die Softwaredienste gelegt, was viele zu der Annahme verleitet hat, dass BlackBerry die Gerätesparte wohl ganz aufgeben werde. Vor Kurzem sorgte Chen daher für Verwunderung, als er verkündete, man würde sich den schwarzen Zahlen in der Gerätesparte nähern.

DAS NEUE PRIV VON BLACKBERRY NUTZT ANDROID ALS BETRIEBSSYSTEM. QUELLE: BLACKBERRY.

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Das Priv ist der Schlüssel, um Gewinne mit Hardware zu machen

Wenn es einen neuen Wachstumstreiber hinter dieser neuen, fast erreichten Profitabilität gibt, dann muss es das neue Priv sein. Im Gegensatz zu den Vorgängermodellen läuft das Priv mit Android von Alphabet (WKN:A14Y6H), dem am weitesten verbreiteten Betriebssystem. Viele haben diese Entscheidung als eine Möglichkeit gesehen, um die Probleme mit dem eigenen Betriebssystem hinter sich zu lassen und um sich mehr auf Sicherheitsfunktionen und die Tastatur zu konzentrieren, die viele BlackBerry-Fans brauchen.

Und die Ergebnisse sind auch einigermaßen ermutigend. Das Unternehmen hat im letzten Quartal 700.000 Einheiten verkauft, was laut Re/code etwas hinter den ehrgeizigen Schätzungen der Analysten von 900.000 Einheiten zurückbleibt. Für ein Unternehmen, das in diesem Bereich in den letzten Jahren nicht besonders viel zustande gebracht hat, ist das ein gutes Zeichen für ein neues und unerprobtes Produkt. Daher leuchtet es ein, dass wir mehr Smartphones mit Android in Zukunft erwarten können, da es Kosten spart, ein fremdes Betriebssystem wie Android zu nutzen. Darüber hinaus bietet es ein besseres Ökosystem mit mehr Apps und Spielen.

Mehr als Hardware nötig

Die Neuigkeiten zu BlackBerrys potentziellen Gewinnen in der Hardwaresparte sollten aber hinter dem Software- und Serviceangebot zurückstehen. Als ehemaliger CEO von Sybase, einem anderen Turnaround, konzentriert sich Chen mehr auf diese beiden Sparten. Um vom guten Ruf von BlackBerry beim Schutz privater Daten zu profitieren, hat das Unternehmen Good Technology gekauft. Damit hat man aus einem Rivalen auf dem Markt für mobile Sicherheit einen Verbündeten gemacht.

Daher sind die nicht-GAAP-Einnahmen um 183 % im Jahresvergleich gestiegen. Damit wurden auch die Rückgänge bei den Einnahmen aus den Bereichen Hardware und Servicezugangsgebühren ausgeglichen. Was den Gewinn pro Aktie und die Gesamteinnahmen betrifft, verkündete das Unternehmen einen knappen nicht-GAAP-Verlust von 0,03 CAD pro Aktie. Der Analystenkonsens von Thompson Reuters war von einem Verlust pro Aktie von 0,14 CAD ausgegangen. Beim Umsatz konnte BlackBerry mit Einnahmen von 557 Millionen CAD die Schätzungen von 489 Millionen CAD um 14 % übertreffen.

Am Ende des Tages könnte BlackBerry einen kleinen Hit mit dem Priv und weiteren Android-Smartphones landen. Aber es scheint, als würde sich Chen auf Software und Dienste konzentrieren. Die Investoren sollten diesen beiden Sparten mehr Aufmerksamkeit schenken als dem nächsten Gerät.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A- und C-Aktien).

Dieser Artikel wurde von Jamal Carnette auf Englisch verfasst und wurde am 22.12.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.