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Der Dividendenalbtraum von Anglo American sollte Investoren von BHP Billiton und Rio Tinto schlaflose Nächte bereiten

Foto: Pixabay, horjaraul

Anglo American (WKN:A0MUKL) musste früher oder später seine Dividende kürzen. Daher ist es besser, das geschieht früher, als dass die Unsicherheit bis ins nächste Jahr reicht. Leider hat das auch den Fokus auf jene Bergbauunternehmen des FTSE 100 gerichtet, die ebenfalls ihre Dividenden kürzen müssen: BHP Billiton (WKN: A0MUKL) und Rio Tinto (WKN:852147).

Kürzen, kürzen, kürzen

Es sieht nicht aus, wie das Ende der Geschichte, sondern eher wie der Beginn eines Trends für Minenbetreiber. Da die Aktienpreise abgestürzt sind, waren die dicken Renditen der Grund, dem Rohstoffsektor die Treue zu halten. Aber nun müssen sie abspecken. Anglo American versuchte das Unvermeidliche zu vermeiden, indem es Kosten senkte und Anlagen verkaufte. Am Ende musste es nachgeben. Die Rendite überstieg unglaubliche 14 % an dem Tag, an dem es handelte. Letzte Woche gab es bekannt, dass es seine Belegschaft um mehr als die Hälfte von 135.000 auf 50.000 reduzieren wird. Außerdem wird die Dividende am Ende des Jahres ausgesetzt.

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Dies spart Anglo American über eine Milliarde GBP pro Jahr. Dieses Geld benötigt es dringend, um die niedrigen Preise zu überstehen. Selbst wenn die Dividenden wieder gezahlt werden, wird sie nicht progressiv sein. Dies wird vom Management als nicht tragbar angesehen in dem notorisch zyklischen Bergbausektor.

Dreifacher Ärger

Noch besorgniserregender für BHP Billiton und Rio Tinto ist die Tatsache, dass die Investitionen um 1 Milliarde GBP gekürzt wurden. Dies zeigt, dass es ein ausreichend großes Angebot gibt, um die kommenden Jahre zu überstehen.

Rio Tinto folgte Anglo Americans Führung und kündigte an, bis zum Ende des kommenden Jahres die Investitionen um 1,5 Milliarden USD zu senken. Über eine Dividendenkürzung wurde nicht gesprochen, aber der Markt scheint sie schon einzupreisen. Die Aktie sank letzte Woche um 10 %. Das ist das Problem, wenn die Dividende gefährdet ist, auch der Aktienpreis bricht zusammen.

BHP Billiton hat zudem genug Geld verbrannt und sieht noch gefährdeter aus. Seine Aktien fielen in der letzten Woche um 12 %. Citi vermutet, dass es ungefähr 3 Milliarden USD pro Jahr verbrennt. Da BHP herabgestuft wurde, sind die Tage seiner Ausschüttung sicher gezählt.

Zusammenfassung

Die Situation bei BHP Billiton und Rio Tinto ist nicht so dramatisch wie bei Anglo American. Ihre Dividenden liegen nicht im zweistelligen Bereich, aber BHP bringt es auf 9,23 %. Du kannst dir deinen Teil denken. Rio Tinto hat eine Rendite von 7,15 %. Die Rohstoffpreise fallen immer noch. Eisenerz hat einen Tiefststand erreicht, den es seit sieben Jahren nicht mehr gab, und kostet jetzt 40 USD je Tonne. Beide Unternehmen stehen am Rande einer zyklischen Veränderung in China, eine Veränderung, die sich noch verdeutlicht.

Der Bergbausektor ist notorisch zyklisch. Irgendwann führt die gesamte Kostenreduktion zu einer Angebotsknappheit und zwingt die Preise nach oben. Aber man müsste schon sehr optimistisch sein, um zu behaupten, dass wir heute schon an diesem Punkt angelangt sind. Größere Anbieter scheinen der saudi-arabischen Strategie zu folgen, profitable Anlagen weiterlaufen zu lassen, um Konkurrenten zu verdrängen, die weniger rentabel sind. Die Rohstoffpreise könnten daher im kommenden Jahr weiter fallen. Wenn sie sich nicht drastisch erholen sollten, befürchte ich, dass BHP Billitons und Rio Tintos Dividenden ebenfalls abstürzen werden.

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The Motley Fool UK hält keine der oben erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Harvey Jones auf Englisch verfasst und am 14.12.2015 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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